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Diesen Sonntag spielt Gustav Rivinius die Uraufführung des Cellkonzerts Amber-Concerto von Roland Kunz. Das Konzert findet gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern unter der Leitung von Michael Sanderling in der Congresshalle Saarbrücken statt.
In der Saison 26/27 wird Gustav Rivinius einen Fokus auf vier Cellokonzerte legen und damit besondere Komponisten ungeachtet ihres Bekanntheitsgrades ehren und den eigenen Gefühlswelten Ausdruck verleihen:
Hans Werner Henze Konzert für Violoncello Ode an den Westwind
zum 100. Geburtstag 2026
Ermanno Wolf-Ferrari Konzert für Violoncello
zum 150. Geburtstag 2026
Frank Bridge Konzert für Violoncello Oration
als mahnende Erinnerung an Kriegszeiten
Leidenschaftlich gerne und überaus erfolgreich widmet sich der Cellist Gustav Rivinius seit vielen Jahren der Kammermusik. Dabei ist er häufig im Duo mit seinem Bruder, dem Pianisten Paul Rivinius, zu hören. Bereits zahlreiche Rundfunkaufnahmen, u.a. mit allen Beethoven Sonaten, dokumentieren die herausragende Zusammenarbeit der beiden Musiker.
“Was die Zuhörer dann erlebten, war eine musikalische Meisterleistung. Die Brüder Gustav (Violoncello) und Paul (Klavier) Rivinius präsentierten drei ganz unterschiedliche Werke, die jedoch ein roter Faden einte. In jedem der drei Kammermusikstücke hatten die Komponisten Variationen und bewusste, kontrastierende Wechsel von Tempi, Stimmungen und Klangfarben miteinander verwoben, um die Komplexität menschlicher Gefühle zu ergründen und in Musik zu gießen.” (Aachener Zeitung, 10. Januar 2025)
Im Repertoire hat das Duo u.a. folgende abwechslungsreiche Programme:
Programm 1
Ethel Smyth Sonate a-moll op. 5 (1887)
Charlotte Bray On The Other Shore (2014)
Nadia Boulanger Trois Pieces (1914)
*** Pause ***
Henriëtte Bosmans Sonate a-moll (1919)
Programm 2
Beethoven Sonate g-moll op. 5/2
Walter Gieseking Konzert-Sonatine (1942)
*** Pause ***
Rachmaninow Sonate g-moll op. 19
Programm 3
Beethoven Sonate A-Dur op. 69
Zoltán Kodály Sonate op. 4
*** Pause ***
R. Strauss Sonate F-Dur op. 6
Programm 4
Ethel Smyth Sonate a-moll op. 5 (1887)
Gabriel Pierné Sonate fis-moll op. 46 (1919)
*** Pause ***
R. Schumann 5 Stücke im Volkston op. 102
Nadia Boulanger Trois Pieces (1914)
Programm 5
Beethoven 7 Variationen über Bei Männern, welche Liebe fühlen aus Mozarts Zauberflöte
Frank Bridge Sonate d-moll (1917)
*** Pause ***
Brahms Sonate F-Dur op. 99
Paul Rivinius | Klavier
Siegfried Rivinius | Violine
Benjamin Rivinius | Viola
Gustav Rivinius | Violoncello
Programm
Schubert
Quartett in F-Dur D 487
A. Bax
Quartet in One Movement
Blomenkamp
Toccata, Tombeau und Torso (2009)
Drei Stücke für Klavierquartett (dem Quartett gewidmet)
Fauré
Quartett Nr. 1 in c-moll op. 15
Dieses Jahr startet für die Gebrüder Rivinius mit einem Konzert in Düren, organisiert von den Vereinigten Industrieverbänden. Im Haus der Industrie werden Gustav und Paul neben Beethovens Variationen über Bei Männern welche Liebe fühlen und Brahms Sonate Nr. 2 in F-Dur, op. 99 auch Frank Bridges Cellosonate präsentieren.
Mel Bonis: Entre Soir et Matin
Mel Bonis:
Soir, op. 194
Suite Orientale für Klaviertrio op. 48
Soir-Matin op. 76
Partner: Sandrine Cantoreggi (Violine), Sheila Arnold (Klavier)
CAvi 04260085535347 (2023)
Romantik Uçlüler
Turina: Klaviertrio Nr. 2 in h-moll op. 76
Piazzolla: Oblivion
F. Mendelssohn: Klaviertrio Nr. 1 in d-moll op. 49
Partner: Tuncay Yilmaz (Violine), Emre Elivar (Klavier)
AK1802-02 (2018)
Mozart con Tromba
W. A. Mozart:
Divertimento in D-Dur KV 136 (Arr. für Trompete und Streichtrio)
Andante in C-Dur KV 315 (Arr. für Trompete, Klavier und Streichtrio)
Konzert für Flöte, Harfe und Orchester in C-Dur KV 299 (Arr. für Trompete, Klavier und Streichtrio)
Flötenquartett in C-Dur K.Anh. 171/285b (Arr. für Trompete und Streichtrio)
Streichquartett in Es-Dur KV 160 (Arr. für Trompete und Streichtrio)
Flötenquartett in D-Dur KV 285 (Arr. für Trompete und Streichtrio)
Die Entführung aus dem Serail KV 384 (Arr. für Trompete, Klavier, Schlagzeug und Streichtrio)
Partner: Matthias Höfs (Trompete), Anke Dill (Violine), Stefan Fehlandt (Viola), Florian Wiek (Klavier), Thomas Höfs (Schlagzeug)
Es-Dur 4272830 (2016)
Mozart, Brahms & Reger
Klarinettenquintette
Partner: Sharon Kam (Klarinette), Isabelle van Keulen (Violine), Ulrike-Anima Mathe (Violine), Volker Jacobsen (Viola)
Berlin Classics 0300643 BC (2015)
Brahms
Sonaten und Trios
Partner: Sharon Kam (Klarinette), Martin Helmchen (Klavier)
Berlin Classics 0016382BC (2009)
Pour Clarinette
Hindemith: Klarinettenquartett
Partner: Sharon Kam (Klarinette), Antje Weithaas (Violine), Paul Rivinius (Klavier)
CAvi LC15080 (2008)
Wolf-Ferrari
Cellokonzert, op. 31
Partner: Alun Francis (Dirigent), hr-Sinfonieorchester
CPO278 (1996)
Diese Woche geht es für Gustav Rivinius nach Rumänien. In der Stadt Iaşi, in der jährlich das Classix Festival stattfindet, wird er in dessen Rahmen einen Meisterkurs als auch ein Konzert geben. Letzteres bestreitet er gemeinsam mit dem norwegischen Pianisten Håvard Gimse. Das Programm wird sich aus Werken von Beethoven, Debussy, Boulanger und Schostakowitsch zusammensetzen.
Mozart Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Reger Klarinettenquintett A-Dur op. 146
Pause
Brahms Klarinettenquintett h-moll op. 115
Sharon Kam, Klarinette
Isabelle van Keulen, Violine
Ulrike-Animé Math, Violine
Volker Jacobsen, Viola
Mozart – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Max Reger – Klarinettenquintett A-Dur op. 146
Brahms – Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Isabelle van Keulen Violine
Sharon Kam Klarinette
Ulrike Anima-Mathé Violine
Volker Jacobsen Viola
Mozart – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Max Reger – Klarinettenquintett A-Dur op. 146
Brahms – Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Isabelle van Keulen Violine
Sharon Kam Klarinette
Ulrike Anima-Mathé Violine
Volker Jacobsen Viola
Mozart – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Max Reger – Klarinettenquintett A-Dur op. 146
Brahms – Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Isabelle van Keulen Violine
Sharon Kam Klarinette
Ulrike Anima-Mathé Violine
Volker Jacobsen Viola
Mozart – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Max Reger – Klarinettenquintett A-Dur op. 146
Brahms – Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Isabelle van Keulen Violine
Sharon Kam Klarinette
Ulrike Anima-Mathé Violine
Volker Jacobsen Viola
Mozart – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Max Reger – Klarinettenquintett A-Dur op. 146
Brahms – Klarinettenquintett h-Moll op. 115
Isabelle van Keulen Violine
Sharon Kam Klarinette
Ulrike Anima-Mathé Violine
Volker Jacobsen Viola
Genauso vielschichtig wie der Kompositionsstil von Bernd Alois Zimmermann ist das Cellospiel von Gustav Rivinius, was ihn als einen herausragenden Interpreten dessen Musik auszeichnet. Am 01. Oktober stellt Gustav Rivinius dies gemeinsam mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und deren Chefdirigent Karl-Heinz Steffens im Mannheimer Rosengarten unter Beweis und bringt Zimmermanns Cellokonzert in Form eines “Pas de Trois” auf die Bühne. Nur wenige Cellisten von Weltrang zählen dieses komplexe Werk zu ihrem Repertoire.
Ende des Jahres wartet Gustav Rivinius mit zwei weiteren Highlights auf: am 10. Dezember ist er mit Dvoraks romantischem Cellokonzert in h-Moll gemeinsam mit dem Sinfonieorchester Friedrichshafen zu erleben. Am 17. Dezember spielt er in Saarbrücken mit dem Saarländischen Staatsorchester das mystisch-dunkle Cellokonzert Nr. 2 von Schostakowitsch. Großartige Werke der Celloliteratur, interpretiert von einem der bedeutendsten Cellisten unserer Zeit.
Schostakowitsch – Cellokonzert Nr. 2 G-Dur op. 126
Alejo Perez, Dirigent
Saarländisches Staatsorchester
Gustav Rivinius, Violoncello
Schostakowitsch – Cellokonzert Nr. 2 G-Dur op. 126
Alejo Perez, Dirigent
Saarländisches Staatsorchester
Dvorak – Konzert für Violoncello H Moll op. 104
Joachim Trost, Dirigent
Sinfonieorchester Friedrichshafen
Gustav Rivinius, Violoncello
Zimmermann – Konzert für Cello und Orchester “en forme de pas de trois” (1966)
Karl-Heinz Steffens, Dirigent
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Gustav Rivnius, Violoncello
Mozart – Klarinettenquintett A-Dur KV 581
Brahms – Klarinettenquintett h-moll Op. 115
Reger – Klarinettenquintett A-Dur Op. 146
Sharon Kam, Klarinette
Isabelle van Keulen, Violine
Ulrike Mathé-Jörgensen, Violine
Jacobsen Volker, Viola
Gustav Rivinius, Violoncello
Tchaikovsky – Variations on a Rococo Theme
Symphony Orchestra Novaya Rossiya
Yuri Bashmet, Dirigent
Das Kultusministerium des Saarlandes verleiht Gustav Rivinius den diesjährigen Kunstpreis des Landes. Kultusminister Commerçon gratuliert dem Preisträger mit den Worten: „Sowohl sein Schaffen als Musiker als auch seine Verdienste als Hochschullehrer genügen allerhöchsten Ansprüchen“. Der Saarländische Kunstpreis wird seit 1959 in zweijährigem Turnus für hervorragende künstlerische Leistungen aus den Bereichen Musik, Literatur und Bildende Kunst vergeben. Seit Gustav Rivinius 1990 mit dem Gewinn des internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbes sein internationaler Durchbruch gelang, gilt er als einer der gefragtesten Cellisten weltweit. Dabei ist er seiner Heimat treu geblieben und wählte das Saarland als seine künstlerische Wirkungsstätte. Er hält eine Professur an der Musikhochschule in Saarbrücken inne und reist von hier aus für renommierte Konzertengagements um die ganze Welt. „Gustav Rivinius ist in der hiesigen Musikszene tief verwurzelt und repräsentiert das Land mit großer künstlerischer Strahlkraft.“ so die Begründung der Preisjury des Kultusministeriums.
Weitere Infos gibt es hier.
Solokonzerte im Fokus 26/27
Hans Werner Henze
Konzert für Violoncello Ode an den Westwind (100. Geburtstag 2026)
Ermanno Wolf-Ferrari
Konzert für Violoncello (150. Geburtstag 2026)
Frank Bridge
Konzert für Violoncello Oration als mahnende Erinnerung an Kriegszeiten
Uraufführung Amber-Concerto 2025
Gustav Rivinius führte Roland Kunz‘ neues Cellokonzert Amber-Concerto gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern auf. Entsprechend des edlen Namensgebers verbindet das Werk vielerlei Linien und Motive, in denen sich das Licht bricht.
Vollständiges Repertoire
Beethoven
Tripelkonzert C-Dur op. 56
Bloch
Schelomo, Hebräische Rhapsodie
Boccherini
Konzert Nr. 7 G-Dur G 480
Konzert Nr. 9 B-Dur G 482
Brahms
Doppelkonzert a-moll op. 102
Denissov
Variationen über ein Thema von Haydn (1982)
Dutilleux
Konzert Toute un monde lointain (1970)
Dvorak
Konzert h-moll op. 104
Elgar
Konzert e-moll op. 85
Francaix
Variations de concert für Cello und Streicher
Haydn
Konzert C-Dur Hob. VIIb/1
Konzert D-Dur Hob. VIIb/2
Honegger
Konzert (1929)
Lalo
Konzert d-moll
Lutoslawski
Konzert (1970)
Martin
Ballade für Cello und kleines Orchester (1949)
Martinu
Konzert Nr. 2 (1945)
Miaskowski
Konzert c-moll op. 66
Milhaud
Konzert Nr. 1
Monn
Konzert G-Dur
Prokofjew
Sinfonia concertante op. 125 (1950)
Respighi
Adagio con variationi
Saint-Saëns
Konzert a-moll op. 33
Schnittke
Konzert Nr. 1 (1986)
Schoeck
Konzert op. 61 (1947) für Cello und Streicher
Schönberg
Konzert D-Dur
R. Schumann
Konzert a-moll op. 129
Schostakowitsch
Konzert Nr. 1 op. 107 (1959)
Konzert Nr. 2 op. 126 (1966)
R. Strauss
Don Quixote op. 35
Tschaikowski
Rokoko-Variationen op. 33
Pezzo capriccioso op. 62
Vieuxtemps
Konzert Nr. 1 a-moll op. 46
Konzert Nr. 2 h-moll op. 50
Walton
Konzert (1957)
Zimmermann
Canto di speranza (1957) für Cello und kleines Orchester Pas de trois
Entstanden 1970, gewidmet an Rostropovich und von selbigem auch uraufgeführt, gilt das Cellokonzert “Tout un monde lointain” von Dutilleux als eines der anspruchsvollsten und einflussreichsten Cellokonzerte des 20-igsten Jahrhundert. Gustav Rivinius lies das Werk vergangene Woche in der Congresshalle Saarbrücken gemeinsam mit der Deutschen Radio Philharmonie unter der Leitung von Tito Muñoz erklingen und machte seinem Ruf als einer der ganz großen Cellisten unserer Zeit alle Ehren. Das Publikum feierte seine Darbietung durch stürmischen Applaus und die Presse schreibt: „Dass Rivinius die enormen technischen Anforderungen dieser Komposition wie teuflisch schwere Eskapaden auf dem Griffbrett, unbequeme Doppelgriffe und Kantilenen in höchsten Lagen meisterhaft beherrschte war zu erwarten, doch mehr noch fesselte der Kontrast seines kraftvollen Forteklanges mit der kontemplativen Intensität der leisen Stellen.“ In fünf Sätzen gelang es Gustav Rivinius, seine Zuhörer in die „komplette, weit entfernte Welt“ (“Tout un monde lointain”) des Werkes mitzunehmen auf eine Reise, die keiner der Konzertbesucher so schnell vergessen wird.