Künstlersekretariat - Astrid Schoerke

Diesen Sonntag spielt das Cuarteto SolTango ein Konzert beim Beethovenfest Bonn. Dabei werden die vier Musiker von ihrem üblichen Konzept abweichen und neben den für ihr Programm typischen Tangos aus der Goldenen Ära, auch Werke von Johann Sebastian Bach und Robert Schumann präsentieren. Diese kleinen Sprünge zwischen Musikrichtungen sind für Andreas Rokseth, Martin Klett, Thomas Reif und Karel Bredenhorst nichts ungewöhnliches und so wird auch für das Publikum eine neue Sicht auf Allbekanntes und die Erkenntnis von vertrauten Elementen im Neuen ermöglicht. 

17. September, Königswinter  

Heute erscheint das neue Album des Cuarteto SolTangos. Auf Poesía verewigen Andreas Rokseth, Thomas Reif, Karel Brendehorst und Martin Klett endlich die im Konzert schon zu hören gewesene Zusammenarbeit mit dem argentinischen Sänger Leonel Capitano. Die Koproduktion von Avi Music und dem Bayerischen Rundfunk enthält von Martin Klett arrangierte Werke von Tangogrößen wie Aníbal Troilo oder Osvaldo Pugliese, deren Texte neben individualistischer Leidenschaft auch soziale Aspekte hervorheben.

Hier zu hören bei Spotify

Das Cuarteto SolTango tingelt dieses Wochenende für Konzerte den Alpenrand entlang. Mit seinem Erfolgsprogramm Misión Tango geht es vom Dorf Tirol in Südtirol nach München und schließlich nach Ottobeuren im Unterallgäu.

20. Juli 2023, Dorf Tirol
21. Juli 2023, München
22. Juli 2023, Ottobeuren

Kommendes Wochenende verbringt das Cuarteto SolTango damit täglich ein Konzert zu spielen. In der Lüner als auch der Borkener Konzertreihe in Nordrhein-Westfalen, sowie bei der Konzertreihe auf Schloss Reinbek bei Hamburg werden die vier Musiker ihr Programm Misión Tango präsentieren.

20. Januar, Lünen
21. Januar, Borken
22. Januar, Reinbek

Poesía
mit Werken von u.a. Elías Randal und Virgilio Exposíto
Leonel Capitano, Sänger
Thomas Reif, Violine
Karel Bredenhorst, Violoncello
Andreas Rokseth, Bandoneon
Martin Klett, Klavier
CAvi (2023)

Misíon Tango
mit Werken von u.a. Juan d’Arienzo und Alfredo Gobbi
Thomas Reif, Violine
Karel Bredenhorst, Violoncello
Andreas Rokseth, Bandoneon
Martin Klett, Klavier
CAvi (2021)

Sin Palabras
mit Werken von u.a. Aníbal Troilo und Horacio Salgán
Thomas Reif, Violine
Karel Bredenhorst, Violoncello
Andreas Rokseth, Bandoneon
Martin Klett, Klavier
CAvi (2019)

Cristal
mit Werken von u.a. Osvalso Fresedo und Osvaldo Pugliese
Sophie Heinrich, Violine
Karel Bredenhorst, Violoncello
Rocco Heins, Bandoneon
Martin Klett, Klavier
CAvi (2015)

Tango Extreme
mit Werken von u.a. Osvaldo Pugliese und Astor Piazzolla
Azadeh Maghsoodi, Violine
Karel Bredenhorst, Violoncello
Rocco Heins, Bandoneon
Martin Klett, Klavier
EmuBand (2011)

Wir freuen uns sehr mit dem Beginn der neuen Saison auch eine neue Zusammenarbeit ankündigen zu dürfen: Das wunderbare Cuarteto SolTango bereichert nun die Liste des Künstlersekretariats Schoerke.

In der Besetzung Violine, Violoncello, Bandoneon und Klavier präsentieren Thomas Reif, Karel Bredenhorst, Andreas Rokseth und Martin Klett von letzterem arrangierte Werke aus der Goldenen Ära des Tangos; u.a. von Osvaldo Pugliese, Aníbal Troilo und Horacia Salgán. Damit spielten sie schon bei Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Heidelberger Frühling oder beim Bayrischen Rundfunk.

Das Allgäuer Anzeigenblatt schrieb jüngst über ein Konzert: „Dieses deutsch-niederländisch-norwegische „Cuarteto Soltango“ spielt Argentinischen Tango so lebendig, so authentisch-feurig wie eines der besten Tango-Orchester der 1930er bis 1950er Jahre in Buenos Aires.“

Und genau darum sind wir gespannt darauf die vier Musiker begleiten zu dürfen!

Neben Kompositionen von Astor Piazzolla (Tango Nuevo), der wohl zu den meist gespielten Komponisten auf deutschen Konzertbühnen gehört, wenn es um Tangomusik geht, legt das Cuarteto SolTango Wert darauf, vor allem Kompositionen aus der Goldenen Ära des Tango zu spielen. Den Höhepunkt erreichte die Tangokultur in den 30er und 40er Jahren. Zu dieser Zeit bildete sich eine hierzulande oft noch unbekannte Vielfalt an Stilen – wie z.B. der lyrisch-romantische Stil Aníbal Troilos oder der rhythmisch-markante Stil Juan d’Arienzos – die es auch heute noch zu erkunden lohnt.

Der Klassische Tango wie der Tango Nuevo erfordern von allen Spielern eine hohe Virtuosität und sind von den damaligen Arrangeuren auf höchst vielschichtige Weise für die Orquestas Típicas gesetzt worden. Das Cuarteto SolTango reduziert die ursprünglich große Besetzung auf ein kammermusikalisches Format und präsentiert das breite musikalische Spektrum der Tangomusik, indem es die vielen Stile in sogenannte Tandas (3 Stücke des gleichen Stils) strukturiert – so wie es auf traditionellen Tangonächten üblich ist.

In den Konzerten des Cuarteto SolTango gibt es keinen gedruckten Programmablauf. Die Musiker kündigen die Titel an und erzählen in ihrer Moderation von den Hintergründen und Inhalten der einzelnen Stücke, Anekdoten aus dem Leben bedeutender Tangomusiker und erklären, warum jeder Deutsche Bandoneón lernen sollte…

Eine Auswahl der Stücke ist zu hören auf den Alben Misión Tango und Sin Palabras.

Cuarteto SolTango
Leonel Capitano | Gesang

 

 

„Das deutsch-niederländisch-norwegische Cuarteto Soltango begleitet den argentinischen Sänger Leonel Capitano so authentisch und lebendig, dass es beim Oberstdorfer Musiksommer Bravorufe und stürmischen Beifall erntet.“ (2. August 2022, Allgäuer Anzeigenblatt)

Mit dem Programm POESÍA vertieft das Cuarteto SolTango seine enge künstlerische Partnerschaft mit dem Sänger Leonel Capitano (El Cantor de Buenos Aires).

Die fünf Musiker widmen sich den großen Dichtern aus der Goldenen Ära des Tangos. Fünf der wichtigsten Autoren werden vertreten sein: Homero Expósito, Carlos Bahr, Homero Manzi, Enrique Cadícamo und Pascual Contursi. Von ihnen erklingen jeweils mehrere Stücke in verschiedenen musikalischen Tangostilen. Besonders hervorgehoben werden der lyrisch-romantische Stil von Aníbal Troilo, der dramatisch-innovative Stil von Osvaldo Pugliese und der verspielt-virtuose Stil von Horacio Salgán.

Daneben solidarisiert sich das Ensemble mit einer Auswahl von instrumentalen Stücken mit einer Bewegung in Argentinien, die sich kritisch mit Tangotexten auseinandersetzt. Neben vielen großen poetischen Meisterwerken gibt es einige Texte, die so gewaltverherrlichende oder frauenfeindliche Inhalte wiedergeben, dass sie als „unsingbar“ angesehen werden. In diesen Stücken soll der Sänger schweigen und das Quartett die Musik „retten“.

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