Künstlersekretariat - Astrid Schoerke

„Maurice Stegers Virtuosität und Stilempfinden sind bewundernswert“

Dass er als „Paganini“- und „Hexenmeister der Blockflöte“ sowie „The world’s leading recorder player“ betitelt wird, ist somit nicht überraschend. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden, bedarf es nicht nur Stegers erstaunenswerter Technik, sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderen Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger seinem Publikum und begeistert mit seiner intensiven Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion sowohl mit den tonangebenden Originalklangensembles, wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Barockorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, Il Pomo D’Oro, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern, wie u.a. dem Zürcher Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Münchener Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie oder dem Musikkollegium Winterthur, erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern, wie Hille Perl, Avi Avital, Daniele Caminiti, Lee Santana, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem französischen Cembalisten Jean Rondeau, widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Auch ist er für Experimentelles oder neue Formationen zu haben, so tritt er bspw. mit dem Pianisten Martin Stadtfeld oder dem Perkussionisten Christoph Sietzen auf. 2021 widmete er sich außerdem drei neuen Kompositionen. Neben A dining experience with Telemann von Johannes Fischer brachte er ein von Iris ter Schiphorst für ihn und das Kuss Quartett geschaffenes Werk zur Uraufführung, sowie die für das 25-jährige Bühnenjubiläum von Steger und dem Züricher Kammerorchester komponierte Sinonietta per archi von Massimiliano Matesic.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Von besonderer Bedeutung ist auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des Tino Flautino, um die Kleinsten durch einen spielerischen Zugang an die Welt der klassischen Musik heranzuführen. Tino Flautinos neuestes Abendteuer mit Kater Leo präsentiert Steger in deutscher, schweizerdeutscher, französischer sowie italienischer Sprache.

Durch seinen nie gestillten Wissensdurst gelingt es Steger immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD Souvenirs Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte, und wurde dafür mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Sein Album Baroque Twitter mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuri Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Die neuste Einspielung Mr. Handel’s Dinner mit dem La Cetra Barockorchester Basel erschien im Frühjahr 2019 und empfindet Händels Opernvorstellungen in London und insbesondere deren Pausenmusiken nach. Die CD wurde mit riesiger Begeisterung von Hörern und Presse aufgenommen.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in der Dokumentation Die Blockflöte – Ein Comeback gezeigt hat. Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht, wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.

Saison 2021|2022 | Foto: Jean-Baptiste Millot | Anfangszitat: concerti, 13. Juni 2019.
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„Christian Zacharias dirigierte ohne Taktstock, doch war seine Klanggestenmalerei mit Armen, Händen und Fingern so inspirierend und zugleich strukturierend, dass wunderbare Musik entstand.“

Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Dirigenten und Pianisten seiner Generation. In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt.

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischen Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führender Pianist und Dirigent, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Seit 2020 ist Christian Zacharias Erster Gastdirigent beim Orquestra Sinfonica Do Porto Casa da Musica und seit 2021/2022 ebenfalls beim Orquesta Ciudad de Granada. Außerdem ist er seit 2021/2022 als Associate Conductor Teil des künstlerischen Leitungsteams des Orchestre National d’Auvergne.

2020 wurde er zudem zum Ehrendirigenten der George Enescu Philharmonie Bukarest ernannt. Repertoire-Schwerpunkte lagen und liegen auf Schumann, Mozart sowie Haydn und Beethoven. Generell bildet das klassisch-romantische Repertoire einen wichtigen musikalischen Schwerpunkt, so auch bei Wiedereinladungen zu u.a. dem Nationalorchester von Lyon, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Sinfonieorchester von Bilbao, sowie dem Tonhallen-Orchester Zürich. Gerne präsentiert Christian Zacharias in seinen Programmen auch modernere Werke, bspw. von Schönberg und Bruckner.

Rezitale mit Christian Zacharias sind inzwischen eine besondere Rarität und führen in den nächsten Jahren u.a. noch einmal nach Paris, Lyon, Madrid, sowie zur Schubertiade.

Zu Zacharias‘ langjährigen musikalischen Partnern gehören u.a. das Saint Paul Chamber Orchestra, die Göteborger Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Kammerorchester Basel, das Konzerthausorchester Berlin und die Bamberger Symphoniker.
Daneben entwickelte er eine besondere Liebe zur Oper und leitete Produktionen von Mozarts La Clemenza die Tito und Le nozze di Figaro sowie Offenbachs La Belle Hélène. Die Produktion von Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor, welche er an der Opéra Royal de Wallonie in Liège dirigierte, wurde von der Association Professionnelle de la Critique Théâtre, Musique et Danse in Paris mit dem Prix de l´Europe Francophone 2014/2015 ausgezeichnet.

Seit 1990 entstanden zudem diverse Filme mit Christian Zacharias: Domenico Scarlatti in Sevilla, Robert Schumann – der Dichter spricht (beide für INA, Paris), Zwischen Bühne und Künstlerzimmer (für WDR-arte), De B comme Beethoven à Z comme Zacharias (für RTS, Schweiz) sowie die Aufnahme aller Klavierkonzerte von Beethoven (für SSR-arte).

Seine Klavier-Lectures zu Themen, wie bspw. Warum klingt Schubert wie Schubert oder Haydn, Eine Schöpfung aus dem Nichts?, offerieren seinem Publikum eindrucksvolle Einblicke.

Das musikalische Wirken von Christian Zacharias wurde vielfach geehrt, u.a. mit dem Midem Classical Award Artist of the Year 2007, der ehrenvollen Auszeichnung Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres des französischen Staates sowie einer Ehrung aus Rumänien für seine Verdienste um die Kultur. Darüber hinaus wurde Christian Zacharias 2016 zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt und erhielt 2017 einen Ehrendoktor der Universität Göteborg.

Zahlreiche von der internationalen Presse hoch gelobte Aufnahmen entstanden in seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique und ECHO Klassik – sowie aller Sinfonien Schumanns.

Seit 2015 ist Zacharias Vorsitzender der Jury des Clara Haskil Wettbewerbs, so auch in 2021. 2018 war er ebenfalls Präsident der Jury des Geza Anda Wettbewerbs und leitete das Final-Konzert.

Saison 2021/2022 | Foto: Constanze Zacharias | Anfangszitat: Süddeutsche Zeitung, 22. Oktober 2017.
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„Virtuose Technik kombiniert mit einem musikalischen Geist, der alles hinterfragt. Zehetmair findet Antworten, wo andere Musiker nicht einmal die Fragestellung sehen.“

Wie kaum ein anderer versteht es Thomas Zehetmair seine facettenreichen musikalischen Vorlieben miteinander zu verbinden. Er genießt nicht nur als Violinist, sondern auch als Dirigent und Kammermusiker weltweit großes Ansehen. Seit der Saison 2019/2020 ist Thomas Zehetmair Chefdirigent des Stuttgarter Kammerorchesters und mit der Saison 2020/2021 übernahm er diese Funktion auch beim Orchestre National d‘Auvergne. Seit Mai 2022 ist er ebenfalls Chefdirigent des Irish Chamber Orchestras.

Thomas Zehetmair hat einen Großteil des Violinrepertoires eingespielt und zahlreiche seiner Veröffentlichungen wurden vielfach ausgezeichnet. Zu diesen Aufnahmen gehören u.a. B. A. Zimmermanns Violinkonzert mit dem WDR Sinfonieorchester unter Heinz Holliger (Diapason d’Or de l’Année 2009), die 24 Paganini-Capricen (Bestenliste Preis der deutschen Schallplattenkritik 2009, Midem Classic Award 2010), eine Einspielung von Elgars Violinkonzert mit dem Hallé Orchestra Manchester unter Sir Mark Elder (Gramophone Award 2010) sowie von Mozarts Violinkonzerten mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter Frans Brüggen, die als Referenzaufnahme bezeichnet wird. Neuere Aufnahmen umfassen die vier Brahms Sinfonien und Bruckners Sinfonie Nr. 3 mit dem Musikkollegium Winterthur sowie Bachs sechs Solo-Sonaten und -Partiten. Die New York Times benannte die Partita Nr. 2 als einen der „25 Best Classical Musial Tracks of 2019“ und Die Zeit empfahl die Aufnahme als „beste Musik des Jahres“.
Des Weiteren erschien 2011 bei ECM die Einspielung Manto and Madrigals mit seiner Duo-Partnerin Ruth Killius, auf der zeitgenössische Werke für Violine und Viola zu hören sind.

Von 2002 bis 2014 stand Thomas Zehetmair als Chefdirigent der Royal Northern Sinfonia vor und prägte sie zu einem der führenden Orchester Englands. Als „Conductor laureate“ wird er dem Orchester auch in Zukunft verbunden bleiben. Die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit ist durch eine Reihe von Einspielungen dokumentiert. Zwischen 2012 und 2015 hielt er die Position des Chefdirigenten auch beim Orchestre de Chambre de Paris inne, sowie zwischen 2016 und 2021 beim Musikkollegium Winterthur.

Thomas Zehetmair ist nicht nur als Solist sondern auch als Dirigent weltweit immer willkommen bei international führenden Orchestern: Er pflegt eine enge musikalische Zusammenarbeit mit dem Saint Paul Kammerorchester, der Poznań Philharmonic sowie dem Stavanger Sinfonieorchester und ist gern gesehener Gast bei der Seattle Symphony, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Schwedischen Kammerorchester, dem Philharmonischen Orchester Rotterdam, dem Orchester des 18. Jahrhunderts, dem Festival Orchester Budapest sowie den Hamburger Philharmonikern. Außerdem ist er Gründungsmitglied des Zehetmair Quartetts, mit dem er 2014 für dessen herausragende musikalische Leistungen von der Stadt Hanau mit dem Paul-Hindemith-Preis ausgezeichnet wurde.

Für seine vielfältige künstlerische Tätigkeit erhielt Thomas Zehetmair u.a. die Ehren-urkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik sowie den Karl-Böhm-Inter-pretationspreis des Landes Steiermark. Thomas Zehetmair ist Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und der Newcastle University.

Saison 2022/2023 | Foto: Wolfgang Schmidt | Anfangszitat: BBC Radio 3
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„Barto geht es hörbar um den Geist des Klavierkonzerts und nicht um sich selbst.“

Die Verbindung zwischen Poesie und Musik ist für Tzimon Barto als Pianist sowie auch in seinen schriftstellerischen Aktivitäten von höchster Bedeutung. Dies drückt sich ebenfalls in seinen musikalischen Interpretationen aus. Seine Sichtweise ist sehr persönlich und unkonventionell. Sie überzeugt durch Konsequenz, exquisiten Klangsinn sowie faszinierende Kontraste und Differenzierungen. Dabei steht immer die Idee des Werks im Vordergrund. Eine farbige und breit gefächerte Ausdruckspalette von federleichten, melodischen Linien bis zu ausdrucksstarken Akkordketten charakterisiert sein Spiel.

Als einer der führenden amerikanischen Pianisten, feierte Tzimon Barto seinen internationalen Durchbruch Mitte der 1980er Jahre, als er auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein sowie bei den Salzburger Festspielen auftrat. Seither ist Tzimon Barto mit beinahe allen international führenden Orchestern aufgetreten und gastiert regelmäßig bei den renommiertesten Festivals.

Zu den Highlights der letzten Jahre gehören seine Auftritte an der Scala Mailand sowie sein Brahms Klavierkonzert Nr. 2 in Tokio (NHK-Orchester), Hong Kong (Philharmonic Orchestra) und Berlin (Konzerthausorchester). 2016/17 residierte er beim SWR Symphonieorchester, mit dem er auf einer äußerst erfolgreichen Spanien-Tour Ravels Klavierkonzert spielte. Im Rahmen des Présences Festivals 2019 in Paris trat Tzimon Barto mit dem Orchestre National de France und Rihms 2. Klavierkonzert, welches ihm gewidmet ist und 2014 bei den Salzburger Festspielen gemeinsam mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Christoph Eschenbach uraufgeführt wurde, auf. Nach einem großen Fokus auf die Klavierkonzerte von Brahms und Bartók steht diese Saison Gershwins Klavierkonzert F-Dur im Vordergrund.

Tzimon Bartos vielfältige Diskographie umfasst Alben mit Werken von u.a. Haydn, Rameau, Schubert, Tschaikowsky, Schumann und Brahms. Zu den letzten Einspielungen gehören Ives Klaviersonate Nr. 2 Concord, die Goldberg Variationen in der Busoni-Fassung sowie Paganini Variationen von Liszt, Brahms, Lutosławski und Rachmaninow. Das selten zu hörende Es-Dur Klavierkonzert von Hans Pfitzner spielte er 2013 mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann ein.

Tzimon Barto wuchs in Florida auf, wo er mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht von seiner Großmutter erhielt. An der Juilliard School in New York studierte er bei der berühmten Klavierdozentin Adele Marcus. Bereits in dieser Zeit gewann er gleich zwei Mal hintereinander den Gina Bachauer Wettbewerb.

Zur Förderung zeitgenössischer Musik rief Tzimon Barto 2006 einen internationalen Kompositionswettbewerb für Klavier solo – den Barto Prize – ins Leben. Dessen Gewinnerwerke präsentierte er regelmäßig in seinen Rezitalen.

Tzimon Barto spricht fünf Sprachen fließend, liest Altgriechisch, Latein sowie Hebräisch und lernt Mandarin. 2001 erschien sein erstes Buch eine frau griechischer herkunft, mit Neuauflage in 2008. Eine Bühnenversion wurde in Frankfurt und Wien aufgeführt. 2010 erschien die Novelle Harold Flanders.

Saison 2022/2023 | Foto: Malcom Yawn | Anfangszitat: Berliner Morgenpost, 02. März 2020.
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„Der Wiener Pianist, einer der großen Stillen im Lande, verzauberte mit seinem weichen, doch wenn es drauf ankommt auch energischen Anschlag, mit poesievollem Ausdruck und exzellenter Technik. Besonders schön erklang der dritte, weit in die Romantik weisende Satz“.

Till Fellners internationale Karriere begann 1993 mit dem 1. Preis beim renommierten Concours Clara Haskil in Vevey (Schweiz). Seitdem ist er ein gefragter Gast bei den wichtigen Orchestern und in den großen Musikzentren Europas, der USA und Japans sowie bei zahlreichen bedeutenden Festivals.

Als Solist tritt er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, dem Koninklijk Concertgebouworkest, dem New York Philharmonic, Boston Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra und dem NHK-Sinfonieorchester auf.

Zu den Dirigenten, mit denen der Künstler konzertiert hat, zählen Claudio Abbado, Vladimir Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Manfred Honeck, Sir Charles Mackerras, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Kent Nagano, Jonathan Nott, Kirill Petrenko und Hans Zender.

Im Bereich der Kammermusik verbindet Till Fellner eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem britischen Tenor Mark Padmore und mit dem Belcea Quartett. Im Herbst 2020 unternahm er eine Tournee mit der Geigerin Viviane Hagner.

In den vergangenen Jahren widmete sich Till Fellner intensiv zwei Meilensteinen des Klavierrepertoires: dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach und den 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. So spielte er einen siebenteiligen Zyklus mit allen Beethoven-Sonaten in New York, Washington, Tokio, London, Paris und Wien. Till Fellner hat Werke von Kit Armstrong, Harrison Birtwistle, Thomas Larcher, Alexander Stankovski und Hans Zender uraufgeführt.

Beim Label ECM erschienen der 1. Band des Wohltemperierten Klaviers und die zwei- und dreistimmigen Inventionen von J. S. Bach, die Klavierkonzerte Nr. 4 und 5 von L. v. Beethoven mit dem Orchestre Symphonique de Montréal und Kent Nagano sowie Kammermusik von Harrison Birtwistle. 2016 kam eine Einspielung des Klavierquintetts von J. Brahms mit dem Belcea Quartett für Alpha Classics heraus, die mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet wurde. Jüngste Veröffentlichung bei ECM ist die CD Till Fellner in concert mit Live-Aufnahmen.

Till Fellner studierte in seiner Heimatstadt Wien Klavier bei Helene Sedo-Stadler. Weitere Studien führten ihn zu Alfred Brendel, Meira Farkas, Oleg Maisenberg und Claus-Christian Schuster.

Seit 2013 lehrt Till Fellner an der Zürcher Hochschule der Künste.

2019 war er Jurypräsident beim 62. Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni in Bozen.

Saison 2022/2023 | Foto: Gabriela Brandenstein | Anfangszitat: BDrehPunktKultur, 10. September 2021 über Mozarts Klavierkonzert C-Dur KV 503.
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„Der 25-jährige Pianist […] besticht durch die Kraft seines Spiels in Verbindung mit einer edlen Zartheit. Er hat sich auf Chopin, Rachmaninow und Skrjabin spezialisiert, die er in seinen Konzerten und auf Aufnahmen vortrefflich interpretiert.“

Jean-Paul Gasparian, 1995 in Paris geboren, studierte am Paris National Conservatoire unter Olivier Gardon, Jacques Rouvier, Michel Beroff, Laurent Cabasso, Claire Désert und Michel Dalberto. Gasparian hat an internationalen Klavier-Meisterkursen von Pavel Gililov, Elisso Virsaladze und Tatiana Zelikman teilgenommen, wurde für die Verbier Academy 2014 ausgewählt und ist Preisträger der Internationalen Sommerakademie Mozarteum Salzburg 2010. Im Juni 2018 absolvierte er sein Künstlerdiplom unter Prof. Vanessa Latarche am Royal College of Music in London.

2019 gewann er beim Sommets Musicaux de Gstaad den Prix Therry Scherz. Dieser Preis ermöglicht ihm eine CD-Aufnahme mit dem Berner Symphonieorchester, welche bei claves erscheinen wird.

Außerdem ist er Gewinner des 2. Preises (bei Nichtvergabe des 1. Preises) des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen 2014 und Preisträger vieler anderer Wettbewerbe inkl. des Lyon International Wettbewerbs 2013 sowie des Hastings International Concerto Wettbewerbs 2013; zudem war er Halbfinalist der Geza Anda Competition 2015. Den Klavierpreis des Cziffra Foundation Prize gewann er 2015, und den l’Or du Rhin Foundation Prize 2016. Zudem erhielt er in 2013 den 1. Philosophiepreis des Concours Général des Lycéens de France (Französischer Nationalwettbewerb). 2020 war er Finalist bei Victoires de la Musique France.

Jean-Paul Gasparian konzertiert u.a. mit Orchestern, wie dem Orchestre National d’Ile-de-France, den Bremer Philharmonikern, dem Musikkollegium Winterthur, dem Orchestre de l’Opéra de Rouen, dem Orchestre de Normandie, dem Orchestre de la Garde Républicaine, dem Serbian Radio-Television Orchestra, dem Montenegro Symphonic Orchestra, dem Valencia Symphonic Orchestra, und brachte mit seinen jungen Jahren mit beispielsweise Mozart, Beethoven, Chopin, Tchaikovsky, Rachmaninoff und Gershwin bereits ein sehr breitgefächertes Repertoire auf die Bühne.

Gasparian war bei bedeutenden Festivals zu Gast, darunter das Schleswig-Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, La Roque d’Anthéron, Nohant Festival Chopin, Montpellier Festival, Festival Chopin de Bagatelle, Lisztomanias und Printemps des Arts de Monte-Carlo. Im Sommer 2020 spielte er ausgewählte Beethoven Sonaten im Rahmen des Festivals Intégrales des Sonates de Beethoven von Radio France, welches in Folge von Covid-19 als Streaming-Konzert präsentiert wurde. Gasparian konzertierte in Spielstätten wie dem Salzburger Mozarteum, Tonhalle Zürich, Laeiszhalle Hamburg, Die Glocke Bremen, Belgrades Kolarac, dem Museum of Modern Art in Tel-Aviv, der Louis Vuitton Foundation, dem Maison de la Radio, dem Salle Cortot und dem Salle Gaveau in Paris. 2022 debütiert er mit Liszts Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Orchestre national d’Île-de-France unter Ilyich Rivas in der Philharmonie von Paris.

Das Classica-Magazin zählt ihn zu einem der 10 vielversprechendsten jungen Pianisten seiner Generation. Sowohl das Pianiste- als auch PianoNews-Magazin widmeten ihm ein ausführliches Portrait. Bereits mit seiner Debüt-CD mit russischem Programm rund um Rachmaninoff, Scriabin und Prokofiev, die im Februar 2018 bei Évidence Classics erschien, erregte der junge Franzose Aufmerksamkeit und ließ Hörer sowie Presse aufhorchen. Auch mit seinem zweiten Soloalbum erschienen Werke von Chopin mit denen er begeisterte und erneut bewies, dass er ein musikalisches Talent ist, welches man unbedingt im Auge behalten muss.

Seit September 2016 ist Gasparian Artist-in-Residence bei der Singer-Polignac Stiftung, gemeinsam mit Shuichi Okada und Gauthier Broutin, mit denen er das Cantor Trio gegründet hat. Gasparian wird von der Safran Stiftung für Musik unterstützt und ist Steinway-Künstler.

Saison 2021|2022 | Foto: Bernard Martinez | Anfangszitat: Le Temps, März 2021.
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„Jubel für eine Appassionata, der Stadtfeld schillernde Farben abgewann, stets die Architektur im klaren Blick. Nobles Legato und dramatisches Donnern in notwendiger Koexistenz.“

Begonnen hat die Laufbahn von Martin Stadtfeld mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren steht sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre bis er als Jungstudent in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny kommt. Es beginnt die Zeit, in der Stadtfeld bei Wettbewerben für Furore sorgt, er gewinnt Preise in Paris, in Bozen – und in Leipzig. Den dortigen Bach-Wettbewerb kann Martin Stadtfeld im Jahr 2002 mit dem ersten Preis für sich entscheiden.

Dies ist eine Auszeichnung mit Symbol-Charakter. Denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für den Pianisten wie das Cape Canaveral der Musik. Von hier aus führen alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit einem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs Goldberg-Variationen beginnt der 22-jährige Pianist seine Aufnahme-Karriere. Wie einst Glenn Gould – noch dazu bei demselben Label. Das Presse-Echo ist weltweit groß und inzwischen ist Martin Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals.

Trotz seines Erfolges hat Martin Stadtfeld sich nicht in ein Korsett zwängen lassen, geschnürt von den Gesetzen des Marktes. Vielmehr hat er sich seine Unverkrampftheit bewahrt, ob beim Üben im heimischen Klavier-Studio mitten im Ruhrgebiet, bei der Zusammenstellung von beziehungsreichen Konzertprogrammen, beim Arrangieren oder beim Komponieren eigener Werke. „Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle, wie Trost, Hoffnung, und sie steht auch für eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst.“

Von den Schätzen der Vergangenheit lernen und Neues daraus schöpfen: Martin Stadtfelds erstes Werk, seine Hommage to Bach (ein Zyklus der Auseinandersetzung mit Bach) sowie seine Handel Variations sind auf CD erschienen. Crescendo freut sich über die Händel Arrangements: „Was Martin Stadtfeld hier wagt ist einfach großartig.“

Passend zum Beethovenjahr erschienen nun auch die Aufnahmen Beethoven für Kinder sowie My Beethoven mit Lieblingswerken, Arrangements und Auszügen aus Sonaten. Eigene Kompositionen veröffentlichte Martin Stadtfeld außerdem in seinem Piano Songbook, welches auf viel positive Resonanz stieß. In der nächsten Saison dürfen wir uns auf weitere Eigenkompositionen und Arrangements freuen, u.a. von Volksliedern.

Das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an die klassische Musik ist für Martin Stadtfeld eine Herzensangelegenheit: „Die klassische Musik ist aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt worden. Wenn man Kinder befragt, was sie hören, so ist das ganz selbstverständlich die Pop-Musik. Selbstverständlich deswegen, weil vielfach schon ihre Eltern und auch Großeltern in ihrem Leben nie etwas anderes als populäre Musik gehört haben. Eine Begegnung mit der Welt der klassischen Musik hat also nie stattgefunden.“

Die Notentexte zu Martin Stadtfelds Werken werden bei Schott music verlegt. Bereits erschienen: Handel Variations, Bachs Chaconne in einer Klavierfassung, Hommage to Bach sowie ein Piano Songbook mit eigenen Kompositionen für Klavierspielende unterschiedlicher Niveaus.

Saison 2021|2022 | Foto: Ingrid Hertfelder | Anfangszitat: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 10. Juli 2020
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„Staier spielte das Instrument mit einem solchen Reichtum an Farben, so ausdrucksvoll, kantabel, mal tiefschürfend, lustig polternd, oder auch introvertiert.“

Der Pianist Andreas Staier wurde zunächst als Cembalist weltberühmt. Nach Studien bei Lajos Rovatkay und Ton Koopman arbeitete er drei Jahre mit Musica Antiqua Köln zusammen. Doch Staier ist weit mehr als ein virtuoser Vertreter der sogenannten Historischen Aufführungspraxis. Vielmehr könnte man ihn als leidenschaftlichen Klangsucher beschreiben. Jedes Werk, das sich der Pianist vornimmt, wird nicht nur genauestens hinsichtlich seiner Strukturen analysiert, sondern Staier erforscht zudem die jeweilige historische Situation, in der es entstand. Durch seine akribische Herangehensweise hat er neue Interpretationsansätze eröffnet und überraschende Hörerfahrungen erst möglich gemacht. Dafür arbeitet er auch mit Instrumentenbauern zusammen, um dem speziellen Klang in all seinen Facetten möglichst nahe zu kommen – seien es Werke des 16. Jahrhunderts, wie der englischen Virginalisten, Bachs Goldberg-Variationen, die Diabelli-Variationen des späten Beethoven oder die letzten Klavierwerke von Brahms. Aber auch weniger bekannten Komponisten hat sich Staier immer dann zugewandt, wenn er in ihren Werken originelle Aspekte entdeckte: u.a. Sebastián de Albero oder Josef Antonín Štěpán.

Sein Engagement endet jedoch nicht bei der Musik des 19. Jahrhunderts. Das zeigt Staiers Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Brice Pauset (*1965), aus der mehrere Kompositionen hervorgegangen sind, wie etwa die im Jahr 2000 entstandene Kontra-Sonate: ein Hybrid aus Schuberts a-moll-Sonate D 845 und Kontrakompositionen Pausets – ein Musterbeispiel für Staiers epochenübergreifendes musikalisches Denken. Die Corona Pause nutzte Andreas Staier zur Fertigstellung seiner eigenen Kompositionen – sechs Cembalostücke, die er mit Bachs Präludium und Fuge E-Dur aus dem 2.Teil des Wohltemperierten Klavier in Verbindung setzt. Die Komposition wird bei Editions Lemoine verlegt.

Seine Expertise ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, die durchweg mit prominenten Preisen ausgezeichnet wurden. Die Aufnahme der Bach’schen Cembalokonzerte gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester wurde mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Beste Einspielung (bis inkl. 18. Jh.) bedacht. Auch Staier selbst wurde vielfach für seine Arbeit geehrt. So war er etwa 2012-2016 Artist in Residence am AMUZ in Antwerpen und in gleicher Funktion von 2011-2021 an der Opéra de Dijon. Ob am Cembalo oder am Hammerklavier konzertierte Staier weltweit bei zahlreichen renommierten Musikfestivals und Konzertbühnen mit Ensembles, wie dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orquestra Barroca Casa da Música Porto, mit welchem er im Oktober 2018 seine CD À Portuguesa mit Werken spanischer Komponisten unter harmonia mundi veröffentlichte. Zum Beethovenjahr legte Staier sein Album Ein neuer Weg – Beethoven vor, welches sich den drei Sonaten op. 31 sowie den Variationen 34 und 35 annimmt. Das Album stieß auf hervorragende Resonanz. Als nächstes steht die Veröffentlichung des Wohltemperierten Klaviers an.

Zu seinen langjährigen Kammermusikpartnern gehören bspw. die Pianisten Alexander Melnikov, Christine Schornsheim und Tobias Koch, die Geigerinnen Isabelle Faust und Petra Müllejans oder der Tenor Christoph Prégardien. Eine feste Zusammenarbeit verbindet ihn mit Daniel Sepec und dem Cellisten Roel Dieltiens, mit denen er berühmte Kompositionen für Trio Besetzung einspielte, so auch Schuberts Klaviertrios im Jahre 2016.

Staiers weitgespannte Interessen und Fähigkeiten haben ihn schon früh zu einem viel gefragten Pädagogen gemacht. Neben Meisterkursen weltweit war er von 1987-1995 Professor für Cembalo und Hammerklavier an der Schola Cantorum Basiliensis. In der Saison 2017/2018 war Andreas Staier im Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Seit einigen Jahren arbeitet Andreas Staier auch als Dirigent und Orchesterleiter.

Saison 2021|2022 | Foto: Josep Molina | Anfangszitat: General-Anzeiger Bonn, 05. Februar 2019.
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„Ihn nur als Riesentalent anzusehen, reicht nicht aus, dieser Junge hat etwas original Geniales.“

Jonian Ilias Kadesha hat griechisch-albanische Wurzeln und lebt in Berlin. Der junge Musiker spricht nicht nur Griechisch, Albanisch, Deutsch und Englisch sondern hat auch ein ausgeprägtes Interesse für Philosophie und Rhetorik.
Sein Spiel zeichnet sich durch stilistische Treffsicherheit in der Interpretation früher bis hin zu zeitgenössischen Werken sowie Genauigkeit in der Artikulation aus. Mit grenzenloser Klangfantasie ist Kadesha immer auf der Suche nach Neuem.
Er ist Preisträger beim Deutschen Musikwettbewerb (2016), Windsor International (2017) und dem Leopold Mozart Violinwettbewerb (2013).

Der junge Geiger debütierte zuletzt beim Scottish Chamber Orchestra im Tivoli Kopenhagen, dem RTÉ Orchester in der National Concert Hall Dublin, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem New Russian State Orchestra unter Yuri Bashmet und mit dem Chamber Orchestra of Europe unter Sir András Schiff beim Kronberg Festival, bei den London Mozart Players und dem Philharmonischen Orchester von Nordmazedonien. Sein Debüt beim Griechischen Staatsorchester Athen im Herbst 2019 gab Kadesha mit dem Violinkonzert von Skalkottas, dessen Kleine Suiten er zusammen mit Werken von Enescu und Ravel 2017 für CAvi-music eingespielt hat. Gemeinsam mit der Cellistin Vashti Hunter, in Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur, nahm er die CD A Journey for two mit Werken von Honegger, Skalkottas, Xenakis und Kodály auf, welche im Sommer 2020 ebenfalls bei CAvi-music erschienen ist. Seit 2021 steht Kadesha bei Linn Records unter Vertrag. 2022 steht die Veröffentlichung eines Albums mit Bachs Partita in d-moll, einer Weltpremiere von Helena Winkelmanns Ciaccona sowie Werken von Biber, Schnittke, Kurtág und Auerbach an.

Jonian Ilias Kadesha tritt bereits in den bedeutenden Konzertsälen sowie bei namhaften Festivals in ganz Europa auf. Im Sommer 2020 eröffnete er das Young Euro Classic Festival in Berlin nach monatelanger Covid-19 bedingter Konzertpause. Andere bedeutende Auftritte führten und führen ihn in die Wigmore Hall London, Handelsbeurs Concertzaal Gent, Louvre Paris, Philharmonie Berlin, Salle Moliere Lyon, Salle Garnier Montecarlo und in den Goldenen Saal Augsburg sowie zu der Schubertiade, dem Heidelberger Frühling, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Boswiler Sommer, Mantua Chamber Music Festival, dem Kammermusikfestival Lockenhaus oder dem Resonances Festival in Belgien.

Kammermusikalisch verbinden ihn Auftritte mit renommierten Musikern wie Martha Argerich, Steven Isserlis, Nicolas Altstaedt, Thomas Demenga und Gábor Takács-Nagy, Ilya Gringolts und Pekka Kuusisto. Ebenso war er im Rahmen von Kronberg Chamber Music Connects the World und dem Verbier Academy Festival zu hören. Jonian Ilias Kadesha ist Mitbegründer des preisgekrönten Trio Gaspard, welches regelmäßig bei Festivals und in den Musikzentren Europas sowie der USA gastiert. Kürzlich wurde die gemeinsame Aufnahme Trio Gaspard – Live in Berlin mit Werken von Haydn, Zimmermann und Schubert bei CAvi-music veröffentlicht. Kadesha gründete zusammen mit dem Cellisten Florian Schmidt-Bartha 2017 das Caerus Chamber Ensemble, ein flexibles Kammerensemble, welches sich aus herausragenden Instrumentalisten der jungen europäischen Musikergeneration zusammensetzt. Daneben ist er Mitglied des Kelemen Quartetts.

Kadesha studierte bei Antje Weithaas an der Kronberg Academy. Zu seinen vorherigen Lehrern gehören Salvatore Accardo, Grigori Zhislin und Ulf Wallin. Mit Hatto Beyerle in Hannover und an der European Chamber Music Academy studierte er Kammermusik. Meisterkurse bei Ferenc Rados, Steven Isserlis, Ivry Gitlis, Leonidas Kavakos und Eberhard Feltz runden sein Studium ab. Zwischen 2018 und 2021 wurde Kadesha vom Young Classical Artists Trust im UK unterstützt.

Als Privatleihgabe spielt Kadesha eine Violine von Giovanni Battista Guadagnini (1749).

Saison 2021/2022 | Foto: Kaupo Kikkas | Anfangszitat: Süddeutsche Zeitung, 21. Juli 2017.
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Mit viel Gefühl und großer Ausdrucksstärke spielt sie die Viola meisterlich und voller Leidenschaft.“

Ruth Killius versteht es wie kaum eine andere Künstlerin, ihr Instrument zu nutzen, um die umfangreiche Violaliteratur von Klassik bis Moderne zu Gehör zu bringen. Durch ihre Vielseitigkeit verleiht sie dem Instrument eine neue Geltung. Besonders durch ihr Interesse und Engagement für zeitgenössische Musik gelingt es ihr, die Viola als festen Bestandteil des musikalischen 21. Jahrhunderts zu etablieren.

Das Standardrepertoire für ihr Instrument erweitert Ruth Killius, die bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian studierte, mit zeitgenössischer Musik. Sie wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, z.B. in Brian Ferneyhoughs Streichtrio mit Mitgliedern des Genfer Ensembles Contrechamps und in Elliott Carters Oboenquartett mit Heinz Holliger. Zudem diente sie Heinz Hollinger als Quelle der Inspiration für sein Doppelkonzert für Violine, Viola und kleines Orchester, das er im Auftrag der Salzburger Festspiele schrieb. Die Uraufführung des dem Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius gewidmeten Doppelkonzerts That Subtle Knot von John Casken mit der Royal Northern Sinfonia erhielt große Aufmerksamkeit.
Sie war mit Solo- und Doppelkonzerten u.a. mit dem Russian National Youth Orchestra, dem Sofia Philharmonic Orchestra und dem Musikkollegium Winterthur zu hören und wird zum wiederholten Mal in Gateshead und Clermont-Ferrand gastieren.

Zusammen mit Thomas Zehetmair gründete Ruth Killius 1994 das Zehetmair Quartett, das zu den führenden Streichquartetten weltweit gehört. Besonderen Erfolg erlangte die Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartók, die ebenfalls mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet wurde. Den Komponisten Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger ist ein 2013 veröffentlichtes Album des Ensembles gewidmet.

Für ECM hat Ruth Killius zusammen mit Heinz Holliger und Thomas Demenga eine CD mit Werken von Elliott Carter und Isang Yun aufgenommen. Die beim Label Glossa erschienene Aufnahme mit Mozarts Sinfonia Concertante und dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brüggen gilt als Referenzaufnahme. Im April 2018 wurde bei NoMadMusic eine Einspielung aller Hindemith Sonaten für Viola veröffentlicht.

Auch im Duo mit Thomas Zehetmair ist Ruth Killius immer wieder in den wichtigen Musikzentren zu hören. Bei ECM erschien im März 2011 das Album Manto and Madrigals, inspiriert von Scelsis Manto für einen singenden Viola-Spieler mit Werken von u.a. Bartók, Holliger und Martinů.

Saison 2022|2023 | Foto Jean-François Mariotti | Anfangszitat: Schwarzwälder Bote, 07. August 2016.
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Poltéra entlockt seinem Instrument Klangfarben, die unter die Haut gehen: Mal sind es Basstöne, vibrierend und rau wie die alle Höhen und Tiefen des Lebens bergende Stimme eines sehr alten Bluessängers, mal wird das Cello zum lyrischen Tenor mit weichem Timbre.“

Als einer der eindrucksvollsten Cellisten seiner Generation steht bei Poltéras Spiel allein die Musik im Vordergrund: Ohne große Gesten zeigt er das Essentielle eines Werkes. Dabei ist seine ganz individuelle Klangfarbe prägend für seine Interpretationen, die er epochen- und stilspezifisch meisterlich anzupassen weiß.

Bereits in jungen Jahren entschied sich der Schweizer Christian Poltéra für das Cello. Er begann seine Studien bei Nancy Chumachenco und setzte diese dann bei Boris Pergamenschikov und Heinrich Schiff in Salzburg und Wien fort. 2004 wurde er mit dem Borletti-Buitoni Preis ausgezeichnet und als BBC New Generation Artist gekürt. Als Rising Star konnte er sich in der Saison zwei Jahre später in allen großen europäischen Konzerthallen dem Publikum präsentieren.

Einladungen renommierter Orchester führen ihn durch die ganze Welt. So gastierte er u.a. bei dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Los Angeles und Oslo Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Orchestre de Paris, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Santa Cecilia Orchestra Rom, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Stavanger Sinfonieorchester und bei Seoul Philharmonic. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult gehören Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Bernard Haitink, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Paavo Järvi und Andris Nelsons.

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Christian Poltéra mit großer Hingabe der Kammermusik. Die Konzerte des Trios Zimmermann – zusammen mit Frank Peter Zimmermann (Violine) und Antoine Tamestit (Viola) – sind ein fester Bestandteil der internationalen Konzerthäuser. Eine Reihe von CDs (Bach, Mozart, Beethoven, Hindemith, Schönberg) belegen das einmalige Zusammenspiel dieses unübertroffenen Streichtrios. Darüber hinaus spielt er mit Kollegen wie Mitsuko Uchida, Gidon Kremer, Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Isabelle Faust, Ronald Brautigam, Esther Hoppe und Kathryn Stott sowie dem Artemis-, Belcea-, Auryn- und Zehetmair Quartett. Immer wieder wecken neue und außergewöhnliche Projekte sein Interesse, wie die 2020 erschienenen CDs Violinsonaten und Lieder mit Bearbeitungen ausgewählter Violinsonaten von Schumann und Brahms zusammen mit Kathryn Stott sowie Verklärte Nacht op. 4 zusammen mit Isabelle Faust u.a. zeigen.

Auch bei den bedeutenden internationalen Festivals, wie Salzburg, Luzern, Edinburgh, Berlin, Wien, Schleswig-Holstein und London, ist er regelmäßig zu hören.

Christian Poltéras hochgelobte Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges und umfangreiches Repertoire wider. Zu den zahlreich ausgezeichneten CD-Einspielungen (u.a. BBC Music Award, Gramophone Choice, Diapson D‘Or de l‘année) gehören die Cellokonzerte von Dvořák, Walton, Ligeti, Barber, Dutilleux, Lutoslawski, Honegger, Hindemith und Martin sowie die Sonaten von Mendelssohn, Fauré und Saint-Saens. Zuletzt erschien 2017 bei BIS ein Album mit Schostakowitsch und Martinůs Cellokonzert Nr. 2, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Gilbert Varga. Im Frühling 2021 spielte er mit dem Münchener Kammerorchester die beiden Haydn Cellokonzerte ein, welche er auch in verschiedenen Auftritten u.a. mit dem Residentie Orkest Den Haag und dem Uppsala Kammerorchester interpretierte. In Lahti entstand eine Aufnahme von Prokofievs Sinfonia Concertante.

Seit 2013 ist Christian Poltéra künstlerischer Leiter der Kammermusiktage in der Bergkirche Büsingen. Zudem ist er Dozent an der Hochschule Luzern und gibt regelmäßig Meisterkurse.

Er spielt ein Violoncello von Antonio Casini aus dem Jahre 1675 und das legendäre Violoncello Mara 1711 von Antonio Stradivari.

Saison 2021|2022 | Foto: Irene Zandel | Anfangszitat: Süddeutsche Zeitung, 16. September 2019.
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Er kann in der Tat sein Cello wie eine menschliche Stimme singen lassen. Sein empfindsames Spiel geht unmittelbar zu Herzen, es ist von einer Schönheit und Reinheit, die man selten derart vollkommen findet.“

Als bisher einziger deutscher Musiker wurde Gustav Rivinius 1990 mit dem 1. Preis und der Goldmedaille des Internationalen Tschaikowsky Wettbewerbs ausgezeichnet. Der damals 24-jährige Cellist erhielt zudem den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Tschaikowsky-Werkes aller Teilnehmer. Seither konzertiert er auf der ganzen Welt mit führenden Musikern, Orchestern und Dirigenten.

Höhepunkte seiner bisherigen Karriere sind die Aufführungen mit dem Sinfonieorchester des BR unter Lorin Maazel, Ingo Metzmacher sowie Hans Zender. Zur Wiedereröffnung des Goldenen Saals der Prager Burg spielte Gustav Rivinius das Dvořák Konzert mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Vaclav Neumann und zum 50-jährigen Bestehen der Bamberger Symphoniker, wo er mehrere Male als Solist zu Gast war.

In den USA war Gustav Rivinius bereits Gast beim Pittsburgh Symphony Orchestra, bei den Orchestern von Saint-Louis, Cincinnati, Washington D.C. und Houston. In Tokio spielte er mit den Moskauer Philharmonikern, in Seoul mit dem KBS Symphony Orchestra und in Peking mit dem National Ballett Orchestra. Dabei arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Marek Janowski, Christoph Eschenbach und Dmitri Kitajenko. Gustav Rivinius konzertierte mit den Orchestern von Lissabon, Toulouse, Lyon, dem Helsinki Philharmonic und dem Swedish Radio Orchestra unter Valery Gergiev, sowie in Luzern mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. In Deutschland trat er bereits mit allen Rundfunksinfonieorchestern, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Konzerthaus Orchester Berlin und dem Leipziger Gewandhaus Orchester auf.

Neben dem solistischen Auftreten widmet sich Gustav Rivinius der Kammermusik. Regelmäßig musiziert er mit seinen Brüdern im Rivinius Klavier Quartett, sowie in Recitals mit seinem Bruder Paul am Klavier. Beim Festival Spannungen in Heimbach gehört er zum festen Musikerkreis. Er ist dort u. a. mit seinen musikalischen Freunden Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust und Sharon Kam jedes Jahr zu hören, auch auf den zahlreichen CD-Mitschnitten des Festivals.

Er gründete das Trio Gasparo da Salò, das Bartholdy Streichquintett und das Tammuz Piano Quartet, mit welchem er die beiden Klavierquartette von George Enescu für cpo einspielte. Auf CD erschienen außerdem das Cellokonzert von Ermanno Wolf-Ferrari mit dem Sinfonieorchester des hr unter Alan Francis (cpo) und von H.W. Henze die Ode an den Westwind mit dem RSO Saarbrücken unter Stanislaw Skrowaczewski (Arte Nova). Mit Sharon Kam und Martin Helmchen spielte der das Brahms Klarinettentrio für Berlin Classics ein.

Gustav Rivinius unterrichtet seit vielen Jahren als Professor an der Hochschule für Musik Saar. Er ist Mitbegründer der Kammermusiktage Mettlach und beeinflusst damit seit über 30 Jahren die musikalische Landschaft in seinem heimatlichen Saarland. Er gibt häufig Meisterkurse, z.B. beim Schleswig-Holstein Musik Festival und ist regelmäßig Juror bedeutender Musikwettbewerbe, wie z.B. 2011 beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau.

Saison 2021|2022 | Foto: Jean M. Laffitau | Anfangszitat: Göttinger Tageblatt, 23. März 2014.
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Der 1997 in Wien geborene Dominik Wagner nimmt Bottesinis Klangschönheit, Gesanglichkeit und melodische Attraktivität so leidenschaftlich ernst und meistert die geforderte Artistik so atemverschlagend leichtfüßig, dass man den Kontrabass für das sanftest klingende und virtuoseste Streichinstrument halten möchte.“

Dominik Wagner möchte sein Instrument aus dem Schattendasein des Cellos befreien und neue Facetten des Kontrabasses präsentieren. Dies gelingt ihm nicht nur mit einnehmender Bühnenpräsenz, beeindruckender Virtuosität und gesanglicher Melodieführung, sondern auch mit einem unermüdlichen Einsatz zur Erweiterung des Repertoires, ob durch Kompositionsaufträge oder eigene Arrangements.

Mit gerade einmal Mitte 20 ist Wagner Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und ECHO Klassik Gewinner. Zudem ist er Preisträger bei nahezu allen Kontrabasswettbewerben, wie der Bradetich Foundation International Double Bass Solo Competition, sowie u.a. dem Internationaler Musikwettbewerb der ARD und dem Eurovision Young Musicians Wettbewerb.

Dominik Wagner trat bereits mit renommierten Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem WDR-Sinfonieorchester und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und in Konzertsälen in u.a. Wien (Musikverein und Konzerthaus), Berlin (Konzerthaus), München (Herkulessaal) und Hamburg (Elbphilharmonie) auf.  

Highlights des Jahres 2021 waren die Veröffentlichung seiner ersten Solo-CD Giovanni Bottesini – Revolution of Bass bei Berlin Classics, Aufführungen des für ihn geschriebenen Kontrabasskonzertes von Georg Breinschmid mit der Camerata Salzburg und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn sowie mehrere Uraufführungen, unter anderem von Wolfram Wagner in der Elbphilharmonie Hamburg.

Neben seinen solistischen Aktivitäten ist Dominik ein leidenschaftlicher Kammermusiker und sucht stetig nach neuen Klangfarben durch neue Besetzungskonstellationen. Dadurch entstanden ein Duo mit dem Jazz Kontrabassisten Georg Breinschmid sowie ein Klarinettentrio mit Vera Karner und Aurelia Visovan. Mit letzterem gewann er unter anderem den Fanny Mendelssohn-Förderpreis.

Dominik Wagner wurde zunächst als Cellist ausgebildet, bevor er 2007 zum Kontrabass wechselte. Einen prägenden musikalischen Einfluss hinterließen seine 4 Jahre im Konzertchor der Wiener Sängerknaben. Zudem gibt er bereits regelmäßig Meisterkurse in Europa und den USA.

Von 2009 bis 2015 hatte er Unterricht an der Wiener Musikuniversität bei Prof. Josef Niederhammer und Mag. Werner Fleischmann, seit 2015 bei Prof. Dorin Marc an der HfM Nürnberg.

Saison 2021/2022 | Foto: Maria Frodl | Anfangszitat: Süddeutsche Zeitung, 6. Dezember 2021.
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Gruber betörte die Zuhörer mit seinem ansatzlos weichen und nuancenreichen Spiel.“

Der 1993 geborene Marc Gruber entdeckte das Horn bereits im Alter von 4 Jahren für sich. Fast 30 Jahre später steht er für brillante, zeitlose Interpretationen und ein nuancenreiches Spiel.

Der Hornist gewann 2016 den 2. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD (bei Nichtvergabe des 1. Preises) und wurde zudem mit dem Brüder-Busch-Sonderpreis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2013 ernannte ihn die renommierte Mozart Gesellschaft Dortmund als Stipendiat. Daneben ist er Preisträger der Lions European Music Competition, des Süddeutschen Kammermusikwettbewerbs und war 2010 Stipendiat der Internationalen Musikakademie Frankfurt. Als erster Blechbläser überhaupt erhielt er den Förderpreis Debut um elf.

Solistisch begeisterte er bereits mit Orchestern, wie bspw. dem Sinfonieorchester des Bayerischen und des Hessischen Rundfunks, dem Radiosinfonieorchester Prag, den Düsseldorfer Symphonikern, den Niederrheinischen Philharmonikern, dem Philharmonischen Orchester von Nordmazedonien und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Mit ebendiesem Orchester brachte er 2014 auch seine Debüt-CD mit der Sinfonia Concertante von Wolfgang Amadeus Mozart für vier Solobläser und Orchester heraus. Im Sommer 2018 debütierte Marc Gruber auch im Rahmen des Debüt im Deutschlandfunk Kultur mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Antonio Méndez mit Glières Hornkonzert.

Marc Gruber ist bereits seit dem Jahre 2016 Solohornist des hr-Sinfonieorchesters. Zuvor war er 2014-2016 in derselben Position als bisher jüngster Solohornist beim Bonner Beethovenorchester. Mit Orchestern, wie der Jungen Deutschen Philharmonie und dem European Union Youth Orchestra, war er bereits auf umfassenden Tourneen durch China, Japan, Korea und ganz Europa.

Gruber ist festes Mitglied des Monet Quintetts, welches vom Deutschen Musikwettbewerb 2016 und 2019 als Stipendiat gefördert wurde. 2017 war das Quintett Preisträger bei der Lyon International Chamber Music Competition und gastiert seitdem in ganz Deutschland und Europa. 2019 veröffentlichte das Quintett seine Debüt-CD mit Werken von Dubugnon, Taffanel, Holst und Françaix bei CAvi-music. Als Kammermusik-Partner ist Marc Gruber zudem mit namhaften Ensembles und Solisten, wie dem Schumann Quartett, dem Linos Ensemble, dem Mannheimer Streichquartett und dem hr-Brass, im Rahmen nationaler und internationaler Festivals aufgetreten.

Marc Gruber war Jungstudent bei Prof. Joachim Pöltl in Düsseldorf und setzte dann sein Studium bei Prof. Paul van Zelm in Köln fort. Weitere Impulse erhielt er von Hermann Baumann, Erich Penzel, Prof. Christian Lampert und Froydis Ree Wekre.

Saison 2021|2022 | Foto: Philippe Schwarz | Anfangszitat: Main-Echo, 02. Juli 2019.
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Ihre technische Meisterschaft auf diesem heiklen Instrument ist so groß, dass sie der Natur ihrer starken Musikalität freien Lauf lassen kann. Ihr Spiel hat Drive, und die anspruchsvolle, von vielen Intervallsprüngen gekennzeichnete Solopartie kam durch die engen Windungen ihres Horns so leicht, als sänge sie sich und uns ein Lied.“

Die für ihre außergewöhnliche Virtuosität hochgelobte Hornistin verzeichnete bereits weltweit Erfolge. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

Während ihrer Tätigkeit als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des RSO Frankfurt von 1979 bis 1989 machte sie als Preisträgerin mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam, so etwa beim Deutschen Musik Wettbewerb in Bonn (1982), beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München (1983) und beim Concert Artists Guild Wettbewerb in New York (1986). Heute tritt sie weltweit in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 2013 wurde sie mit dem renommierten Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern, wie z. B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR und hr, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern, zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, András Schiff, Pierre-Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie das Zehetmair Quartett.

Außerdem gastierte Sie als Kammermusikerin und/oder Solistin bei den großen und bedeutenden Festivals: den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Aldeburgh Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Marlboro Music Festival, dem Risör Festival oder den Wiener Festwochen.

György Ligeti schrieb für Marie-Luise Neunecker sein Hornkonzert Hamburgisches Konzert, das sie im Januar 2001 zur Uraufführung brachte. Seitdem hat sie das ihr zugeeignete Konzert in mehreren Ländern aufgeführt; u.a. mit dem Aurora Orchestra in London. Im September 2020 präsentierte sie das Konzert im namensgebenden Hamburg in der Elbphilharmonie. Für die Ligeti Edition bei Warner Classics spielte sie das Werk mit dem Asko Ensemble und Reinberg de Leeuw ein.

Mit zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die mit Preisen, wie dem ECHO Klassik und einer Grammy-Nominierung, ausgezeichnet wurden, hat die Hornistin nicht nur ihren außergewöhnlichen Rang und ihre Vielfältigkeit dokumentiert, sondern auch erheblich zur größeren Bekanntheit der Hornliteratur verschiedenster Epochen beigetragen. Die Strauss Hornkonzerte spielte sie mit den Bamberger Symphonikern unter Ingo Metzmacher, die Britten Hornserenade mit dem Tenor Ian Bostridge ein. Außerdem veröffentlichte sie eine Einspielung des Hindemith Konzerts sowie eine CD mit Hornkonzerten russischer Komponisten, wie Reinhold Glière, Alexander Glazunov und Vissarion Shebalin. Als Kammermusikerin legte sie unter anderem eine Aufnahme der Brahms Horn Trios mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch vor, eine CD mit Werken von Othmar Schoeck, Charles Koechlin und Ethel Smyth und – mit Lars Vogt am Klavier – eine Aufnahme mit Werken von Hindemith, Kirchner, Brahms, Beethoven und Schumann.

Marie-Luise Neunecker war lange Zeit Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und reist für Meisterkurse durch die ganze Welt.

Saison 2021|2022 | Foto: Janne Saksala | Anfangszitat: Die Welt, 23. Juni 2001
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH


Eckart Heiligers | Klavier
Ulf Schneider | Violine
Martin Löhr | Violoncello

„Das Trio Jean Paul spielte mit Spannung und Anmut und kehrte in jedem Satz das Schönste hervor. Das Ergebnis war wunderbar ausbalancierte Kammermusik zum Hineinsinken.“

Seit über drei Jahrzehnten besteht das Trio Jean Paul in unveränderter Besetzung und gehört auch heute noch zu den gefragtesten und erfolgreichsten Kammermusikensembles. Sein Publikum lässt sich weltweit von der hohen Ensemblekultur, feinfühligen Klangästhetik und stilsicheren Musikalität der drei Musiker verzaubern.

Ihre gemeinsame Karriere startete mit ersten Preisen bei Wettbewerben in Melbourne und Osaka sowie beim Deutschen Musikwettbewerb. Auch der Name war rasch gefunden: Jean Paul, Lieblingsdichter von Robert Schumann, dessen Werke dem Trio besonders am Herzen liegen. Der Dichter als Namenspatron verrät auch, worauf es den Musikern besonders ankommt: die Sprachähnlichkeit von Musik herauszuarbeiten und für das Publikum hörbar zu machen.

Engagements führen das Ensemble regelmäßig in die bedeutenden Konzertsälen der Welt, wie z.B. ins Wiener Konzerthaus, die Berliner Philharmonie, den Palais des Beaux Arts Brüssel oder die Wigmore Hall in London. Auf ausgedehnten Tourneen treten sie u.a. in den USA und Kanada auf.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Ensembles ist die Aufführung von zeitgenössischem Repertoire, wozu auch zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zählen. Wolfgang Rihm widmete dem Trio sein Trio Concerto, welches das Trio 2014 in der Berliner Philharmonie mit dem WDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste uraufführte. Weitere Aufführungen mit dem Dallas Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der NDR Radiophilharmonie Hannover folgten. Auch in der Saison 22/23 steht eine vom Trio in Auftrag gegebene Uraufführung, dieses Mal eine Komposition von Tobias Rokahr, auf dem Programm.

Zahlreiche CD-Produktionen des Trios bei CAvi-music wurden mit Preisen ausgezeichnet: Die Aufnahme des Brahms Trios in H-Dur und Schönbergs Verklärte Nacht mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik, die Einspielung der beiden Mendelssohn Trios 2009 und der Schubert Trios 2012 mit dem Supersonic-Award. 2015 erschien ihre CD mit Klaviertrios von Joseph Haydn. Zuletzt begeisterte das Trio mit einer Aufnahme von Brahms Streichsextetten in der Bearbeitung für Klaviertrio durch Brahms-Freund Theodor Kirchner.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Homepage www.triojeanpaul.de.

 

Kurzbiografien

Eckart Heiligers | Klavier

studierte bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover und Leon Fleisher in Baltimore (USA). Bereits früh wurden seine Leistungen durch zahlreiche Stipendien ausgezeichnet. Dazu gehören die Studienstiftung des Deutschen Volkes, der DAAD, der Deutsche Musikwettbewerb und ein France Graage Performance Scholarship. Eckart Heiligers war Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe u.a. in Vercelli, Athen, Salt Lake City und Oslo. Seine Konzerttätigkeit ist enorm vielseitig. Regelmäßig tritt er als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter auf. Außerdem unterrichtet er als Professor für Klavier und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste. Meisterkurse im In- und Ausland und die Tätigkeit als Juror bei internationalen Musikwettbewerben ergänzen seine Aktivitäten.

Ulf Schneider | Violine

studierte in Hannover, New York und Berlin bei Jens Ellermann, Masao Kawasaki, Felix Galimir und Thomas Zehetmair. Neben der weltweiten Konzerttätigkeit im Trio verbindet ihn eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Bartholdy-Quintett sowie den Pianisten Jan Philip Schulze und Stephan Imorde.
Besonders gerne entwickelt er Programme, in denen Sprache und Musik eine besondere Verbindung miteinander eingehen. Seit 20 Jahren ist Ulf Schneider Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Regelmäßig wird er zu Meisterkursen und als Juror zu Wettbewerben eingeladen.
Weitere Informationen: www.ulfschneider-violine.de

Martin Löhr | Violoncello

absolvierte sein Studium bei Wolfgang Mehlhorn in Hamburg, bei Zara Nelsova an der Juilliard School in New York und bei Wolfgang Boettcher an der Universität der Künste in Berlin. Auch war er Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, erhielt ein Masefield Stipendium, war in der Bundesauswahl Konzerte junger Künstler und bekam den Förderpreis der Mozartgesellschaft Wiesbaden. 1995 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Cellowettbewerb Jeunesses Musicales in Belgrad.
Martin Löhr ist Solocellist der Berliner Philharmoniker, unterrichtet an der Herbert-von-Karajan-Akademie und ist regelmäßiger Dozent bei Meisterkursen im In- und Ausland. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit beinhaltet neben Orchesterkonzerten auch Soloauftritte und Kammermusik in unterschiedlichen Formationen.

Saison 2022|2023 | Fotos: Irène Zandel | Anfangszitat: Westfälischer Anzeiger, 06. März 2020.
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH