Künstlersekretariat - Astrid Schoerke

„Man muss Musik ’sprechen'“: Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Dirigenten und Pianisten seiner Generation. In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich, was er damit meint: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt.

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischen Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führenden Pianist und Dirigent, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Mit der Saison 2017/18 übernimmt Christian Zacharias die Position des Ersten Gastdirigenten beim Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid für die nächsten drei Spielzeiten und präsentiert sich u.a. mit seinem Schumann Festival, welches alle vier Symphonien und die großen Solokonzerte umfasst. Poesie ohne Worte – Schumanns Musik bildet einen zentralen Punkt in Zacharias musikalischem Schaffen und steht somit auch bei seinen Konzerten im Rahmen des Zermatt Festivals, in Gävle, Göteborg, Bukarest und Danzig auf dem Programm. Mit den Stuttgarter Philharmonikern knüpft er an die erfolgreiche musikalische Zusammenarbeit an und präsentiert ein weiteres Mozart/Bruckner Programm auf Deutschland-Tour. International ist er u.a. in Montreal, Porto, Bilbao und Bergen zu erleben.
Seine ausgewählten Klavierabende u.a. in Paris, Essen, Zürich und Lyon widmet er diese Saison den Komponisten Haydn und Bach und erläutert in seiner Piano-Lecture charmant „Joseph Haydn, Schöpfung aus dem Nichts?“.

Zu Zacharias‘ langjährigen musikalischen Partnern gehören das Saint Paul Chamber Orchestra, die Göteborger Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Kammerorchester Basel, das Konzerthausorchester Berlin und die Bamberger Symphonikern.
Daneben entwickelte er eine besondere Liebe zur Oper und leitete Produktionen von Mozarts „La Clemenza die Tito“ und „Le nozze di Figaro“ sowie Offenbachs „La Belle Hélène“. Die Produktion von Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“, welche er an der Opéra Royal de Wallonie in Liège dirigierte, wurde von der Association Professionnelle de la Critique Théâtre, Musique et Danse in Paris mit dem „Prix de l´Europe Francophone“ 2014/2015 ausgezeichnet.

Seit 1990 entstanden zudem diverse Filme mit Zacharias: „Domenico Scarlatti in Sevilla“, „Robert Schumann – der Dichter spricht“ (beide für INA, Paris), „Zwischen Bühne und Künstlerzimmer“ (für WDR-arte), „De B comme Beethoven à Z comme Zacharias“ (für RTS, Schweiz) sowie die Aufnahme aller Klavierkonzerte von Beethoven (für SSR-arte).

Das musikalisches Wirken von Christian Zacharias wurde vielfach geehrt, u.a. mit dem Midem Classical Award „Artist of the Year“ 2007, der ehrenvollen Auszeichnung „Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“ des französischen Staates sowie eine Ehrung aus Rumänien für seine Verdienste um die Kultur. Darüber hinaus wurde Christian Zacharias 2016 zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt. 

Zahlreiche von der internationalen Presse hoch gelobte Aufnahmen entstanden in seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique und ECHO Klassik – sowie aller Sinfonien Schumanns.

2015 und 2017 war Zacharias Vorsitzender der Jury des Clara Haskil Wettbewerbs und wird als Präsident der Jury des Geza Anda Wettbewerbs 2018 das Final-Konzert leiten.

Saison 2017/2018 | Foto: Klaus Rudolph
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke.

Als „Paganini der Blockflöte“ und „The world’s leading recorder player“ wird er gepriesen – Maurice Steger gehört heute zu den angesehensten Blockflötisten, Dirigenten und Musikpädagogen auf dem Gebiet der Alten Musik. Sein Publikum begeistert er in verschiedenen Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Maurice Steger ist ein ungemein charismatischer Musiker, spontan, mitreißend und voller Energie. Dem „Hexenmeister der Blockflöte“ gelang es dank seiner lebendigen Art, seiner intensiven Tongebung, und einer staunenswerten Technik, die Blockflöte in ihren faszinierenden Formen als Instrument neu zu positionieren. Der ihm 2015 verliehene ECHO Klassik als „Instrumentalist des Jahres“ bestätigt seinen Erfolg.

Regelmäßig kann man ihn – sei es als Solist, Dirigent oder in Doppelfunktion – mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Musikkollegium Winterthur und der NDR Radiophilharmonie erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Lee Santana, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Fiorenza de Donatis, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem jungen französischen Cembalisten Jean Rondeau widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Neben der Alten Musik setzt er sich zudem auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionellen Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des „Tino Flautino“, um die Kleinsten zu einem spielerischen Einstieg in die klassische Musik einzuladen. Als neuestes Musikmärchen entwarf er „Pinocchio und der Flötenspieler“.

Zahlreiche preisgekrönte, thematisch höchst fantasievoll konzipierte CD-Einspielungen bei harmonia mundi, wie beispielsweise ‚Mr. Corelli in London’, ‚Una Follia di Napoli’, ‚Vivaldi: Concerti per flauto’, ‚Telemann: Blockflötenwerke’ mit The English Concert, I Barocchisti und der Akademie für Alte Musik Berlin, belegen seit Jahren den singulären Rang dieses Künstlers. Im Herbst 2016 erschien ‚Souvenirs d‘Italie‛ mit verschiedenen Werken aus den Manuskripten des Grafen von Harrach. Im Frühjahr 2018 wird ein Duo Album mit Nuria Rial begleitet vom Kammerorchester Basel mit italienischen Meisterstücken erscheinen und das Programm ebenfalls im Konzert präsentiert.

Saison 2017/18
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

Wie kaum ein anderer versteht es Thomas Zehetmair seine facettenreichen musikalischen Vorlieben miteinander zu verbinden. Er genießt nicht nur als Violinist, sondern auch als Dirigent und Kammermusiker weltweit großes Ansehen. Seit der Saison 2016/17 wirkt er als Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur; 1629 gegründet ist es eine der traditionsreichsten musikalischen Institutionen Europas. In dieser Spielzeit präsentiert sich das Orchester unter Zehetmairs Leitung erstmals auf Gastspielen in Amsterdam und Deutschland.

Thomas Zehetmair hat den größten Teil des Violinrepertoires eingespielt; zahlreiche seiner Veröffentlichungen sind vielfach ausgezeichnet. Zu diesen Aufnahmen gehören u.a. B. A. Zimmermanns Violinkonzert mit dem WDR Sinfonieorchester unter Heinz Holliger („Diapason d’Or de l’Année“ 2009), die 24 Paganini-Capricen (Bestenliste „Preis der deutschen Schallplatten-kritik“ 2009, „Midem Classic Award“ 2010), eine Einspielung von Elgars Violinkonzert mit dem Hallé Orchestra Manchester unter Sir Mark Elder („Gramophone Award“ 2010) sowie Mozarts Violinkonzerte mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter Frans Brüggen, die als Referenzaufnahme bezeichnet werden. Des Weiteren erschien 2011 bei ECM die Einspielung „Manto and Madrigals“ mit seiner Duo-Partnerin Ruth Killius auf der zeitgenössische Werke für Violine und Viola zu hören sind.

Als Chefdirigent der Royal Northern Sinfonia stand er dem Orchester von 2002 bis 2014 vor und prägte es zu einem der führenden Orchester Englands. Als „Conductor laureate“ wird er dem Orchester auch in Zukunft verbunden bleiben. Die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit ist durch eine Reihe von Einspielungen dokumentiert. Zwischen 2012 und 2015 hatte er die Position des Chefdirigenten auch beim Orchestre de chambre de Paris inne. Ein bei ECM erschienenes Album mit Werken Schumanns belegt die künstlerische Zusammenarbeit.

Thomas Zehetmair ist nicht nur als Solist sondern auch als Dirigent ein weltweit gern gesehener Gast bei international führenden Orchestern: er pflegt eine enge musikalische Zusammenarbeit mit dem Saint Paul Chamber Orchestra (USA) und dem Stavanger Symphony Orchestra (Norwegen). Außerdem ist er Gründungsmitglied des Zehetmair Quartetts, mit dem er 2014 für dessen herausragende musikalisch Leistungen von der Stadt Hanau mit dem Paul-Hindemith-Preis ausgezeichnet wurde.

Für seine vielseitige künstlerische Tätigkeit erhielt Thomas Zehetmair u. a. die Ehrenurkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik sowie den Karl-Böhm-Interpretationspreis des Landes Steiermark. Thomas Zehetmair ist Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und der Newcastle University.

 

Saison 2017/2018 | Foto Pablo Faccinetto
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke

Der Pianist Andreas Staier (*1955) wurde zunächst als Cembalist weltberühmt. Nach Studien bei Lajos Rovatkay und Ton Koopman arbeitete er drei Jahre mit Musica Antiqua Köln zusammen. Doch Staier ist weit mehr als ein virtuoser Vertreter der so genannten Historischen Aufführungspraxis. Vielmehr könnte man ihn als leidenschaftlichen Klangsucher beschreiben. Jedes Werk, das sich der Pianist vornimmt, wird nicht nur genauestens hinsichtlich seiner Strukturen analysiert, sondern Staier erforscht zudem die jeweilige historische Situation, in der es entstand.
Dafür arbeitet er z.B. auch mit Instrumentenbauern zusammen, um dem speziellen Klang in all seinen Facetten möglichst nahe zu kommen – seien es Werke des 16. Jahrhunderts wie der englischen Virginalisten, Bachs Goldberg-Variationen, die Diabelli-Variationen des späten Beethoven oder die letzten Klavierwerke von Brahms, komponiert am Ende des 19. Jahrhunderts. Aber auch weniger bekannten Komponisten hat sich Staier immer dann zugewandt, wenn er in ihren Werken originelle Aspekte entdecken konnte: u.a. Sebastián de Albero oder Josef Antonín Štěpán.
Sein Engagement endet jedoch nicht bei der Musik des 19. Jahrhunderts. Das zeigt Staiers Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Brice Pauset (*1965), aus der mehrere Kompositionen hervorgegangen sind wie etwa die im Jahr 2000 entstandene Kontra-Sonate: ein Hybrid aus Schuberts a-moll-Sonate D 845 und »Kontrakompositionen« Pausets – ein Musterbeispiel für Staiers epochenübergreifendes musikalisches Denken.
Der Künstler hat durch seine akribische Herangehensweise, viele Aspekte eines Werks zu berücksichtigen, ganz neue Interpretationsansätze eröffnet und überraschende Hörerfahrungen möglich gemacht. Damit veränderte er nicht nur allgemein die Rezeption von Klavierliteratur, sondern im Besonderen auch die bedeutender Kompositionen.
All das ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, die fast alle mit prominenten Preisen ausgezeichnet, teilweise sogar überhäuft sind. Seine Aufnahme der Bach’schen Cembalokonzerte gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Beste Einspielung (bis inkl.18. Jh.) bedacht. Auch der Künstler selbst wurde vielfach für seine Arbeit geehrt. So war er etwa 2012-16 Artist in Residence am AMUZ in Antwerpen und in gleicher Funktion seit 2011 an der Opéra de Dijon.
Ob am Cembalo oder am Hammerklavier konzertierte Staier weltweit bei zahlreichen renommierten Musikfestivals mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orquestra Barroca Casa da Música Porto. Langjährige musikalische Partner sind auch die Pianisten Alexander Melnikov, Christine Schornsheim und Tobias Koch, die Geiger Daniel Sepec, Isabelle Faust und Petra Müllejans oder der Tenor Christoph Prégardien. Mit ihm hat Staier die großen Liederzyklen Schuberts auf eine zuvor noch nicht gehörte Weise interpretiert.
Neben vielen anderen kammermusikalischen Projekten formierte der Pianist 2010 zusammen mit Daniel Sepec und dem Cellisten Roel Dieltiens ein Klaviertrio, welches Schuberts berühmte Kompositionen für diese Besetzung eingespielte. Das Album erschien im Herbst 2016.
Staiers weitgespannte Interessen und Fähigkeiten haben ihn schon früh zu einem viel gefragten Pädagogen gemacht. Neben Meisterkursen weltweit war er von 1987-1995 Professor für Cembalo und Hammerklavier an der Schola Cantorum Basiliensis.
Seit einigen Jahren arbeitet Andreas Staier auch als Dirigent und Orchesterleiter.
Von September 2017 bis Juli 2018 wird Andreas Staier im Wissenschaftskolleg in Berlin ansässig sein.

Saison 2017/2018
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

Kultiviert, technisch brillant und musikalisch feinsinnig: dies bringt auf den Punkt, was Francesco Piemontesi als Pianisten ausmacht. Geboren und aufgewachsen ist er in Locarno in der Schweiz, heute lebt er in Berlin und gilt als einer der herausragendsten Pianisten unserer Zeit. Kennzeichnend für Francesco Piemontesis Spiel sind technische Perfektion, eine große und reiche Farbpalette sowie die Kultiviertheit des Ausdrucks. Neben dem Repertoire großer deutscher Komponisten fühlt er sich auch bei Debussy, Ravel, Liszt und Dvořák gut aufgehoben.

Einladungen renommierter Orchester führen Francesco Piemontesi durch die ganze Welt. So spielt er u.a. mit dem Cleveland Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester, den Münchner Philharmonikern und dem Gewandhausorchester Leipzig, den Sinfonieorchestern des Hessischen und Bayerischen Rundfunks, dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, den LA Philharmonics und dem Orchester des Maggio Musicale Fiorentino zusammen. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult zählen Marek Janowski, Sakari Oramo, Vasily Petrenko, Manfred Honeck, Robin Ticciati, Vladimir Ashkenazy und Charles Dutoit. Eine besonders enge musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Dirigenten Sir Roger Norrington, David Afkham und Andrew Manze.

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet Francesco Piemontesi einen großen Teil seiner Arbeit der Kammermusik. Mit besonderer Hingabe entwirft er ausgewogene Kammermusik- sowie Rezitalprogramme, mit denen er in den großen Konzerthäusern (Amsterdam Concertgebouw, Rotterdam De Doelen, Carnegie Hall, Berliner Philharmonie, Tonhalle Zürich, Wiener Konzerthaus…) und Festivals weltweit zu hören. Er musiziert u.a. mit Kollegen wie dem Emerson-Quartett, mit Antoine Tamestit und Jörg Widmann (in Trioformation), Renaud und Gautier Capuçon, Clemens Hagen, Angelika Kirchschlager und Daniel Müller-Schott.
Zu Beginn des Jahres 2016 startete er einen Mozartzyklus in der Londoner Wigmore Hall. Über drei Spielzeiten hinweg wird er dort sämtliche Mozart-Sonaten vortragen.

Francesco Piemontesi legte bereits mehrere viel gelobte CD-Einspielungen vor. Ganz neu bei Linn erschienen ist seine Aufnahme mit Mozarts Klavierkonzerten Nr. 25 C-Dur KV 503 und Nr. 26 D-Dur KV 537 zusammen mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Andrew Manze. Daneben sind drei Aufnahmen beim Label Naïve Classique mit Klavierwerken von Mozart, Schumann und Dvoraks Klavierkonzert op. 33 veröffentlicht. Sein tiefes Verständnis für die impressionistische Weltanschauung von Debussy stellt Piemontesi in seiner Aufnahme der „Préludes“ unter Beweis.   

In Locarno geboren, studierte Piemontesi zunächst bei Arie Vardi, später dann bei Alfred Brendel, Murray Perahia, Cécile Ousset und Alexis Weissenberg. Als Preisträger mehrerer renommierter Wettbewerbe erarbeitete er sich internationales Ansehen und wurde unter anderem in 2009 zum „BBC New Generation Artist“ gekürt.

Die „Settimane Musicali di Ascona“ beriefen ihn im Jahr 2012 zum künstlerischen Leiter des Festivals, das er seither alljährlich mit seinem jugendlichen Engagement und seiner Expertise betreut.

Saison 2017/2018 – Foto Felix Broede
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

Jean-Paul Gasparian wurde 1995 in Paris geboren und studierte am Paris National Conservatoire unter Olivier Gardon, Jacques Rouvier, Michel Beroff, Laurent Cabasso, Claire Désert und Michel Dalberto. Gasparian hat an internationalen Klavier-Meisterkursen von Pavel Gililov, Elisso Virsaladze und Tatiana Zelikman teilgenommen, wurde für die Verbier Academy 2014 ausgewählt und ist Preisträger der Akademie Salzburg 2010. Seit September 2017 absolviert er ein Künstlerdiplom unter Prof. Vanessa Latarche am Royal College of Music in London.

Er ist der Gewinner des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen 2014 und Preisträger vieler anderer Wettbewerbe inkl. der José Iturbi Competition 2015, der Lyon International Competition 2013, der Hastings International Concerto Competition 2013, der Tel-Hai Concerto Competition 2012 und war Halbfinalist der Geza Anda Competition 2015. Den Klavierpreis des Cziffra Foundation Prize gewann er in 2015, und den l’Or du Rhin Foundation Prize in 2016. Zudem erhielt er in 2013 den 1. Philosophiepreises des Concours Général des Lycéens de France (Französischer Nationalwettbewerb).

Jean-Paul Gasparian konzertierte mit Orchestern wie dem Orchestre National d’Ile-de-France, Bremer Philharmoniker, Musikkollegium Winterthur, Orchestre de l’Opéra de Rouen, Orchestre de Normandie, Orchestre de la Garde Républicaine, Serbian Radio-Television Orchestra, Montenegro Symphonic Orchestra, Murcia Symphonic Orchestra, Valencia Symphonic Orchestra, Orchestre Symphonique de Caen, Orchestre de l’Alliance, Ostinato Orchestra und brachte mit seinen jungen Jahren mit Mozart, Beethoven, Chopin, Liszt, Mendelssohn, Saint-Saëns, Tchaikovsky, Rachmaninov und Gershwin bereits ein sehr breitgefächertes Repertoire auf die Bühne.

Gasparian war bei bedeutenden Festivals zu Gast, darunter das Festival Chopin de Bagatelle, Flâneries de Reims, La Roque d’Anthéron, Nohant Festival Chopin, Touquet Piano Folies, Août Musical de Deauville, Festival Radio-France de Montpellier, Lisztomanias, Printemps des Arts de Monte-Carlo. Er konzertierte in Spielstätten wie dem Salzburger Mozarteum, Tonhalle Zürich, Die Glocke Bremen, Belgrades Kolarac, dem Museum of Modern Art in Tel-Aviv, der Louis Vuitton Foundation, dem Maison de la Radio, dem Salle Cortot und dem Salle Gaveau in Paris.

Seine zweite Schumann-Sonate Live in Nohant 2015 wurde vergangenes Jahr veröffentlicht, gemeinsam mit Aldo Cicccolini’s letztem Rezital, als erstes Album des Nohant Festial Archivs. Das „Classica“-Magazin zählt ihn zu einem der 10 vielversprechendsten jungen Pianisten seiner Generation. Auch das „Pianiste“-Magazin widmete ihm letztes Jahr ein ausführliches Portrait. Seine erste Solo-CD wird 2018 beim Évidence Classics Label veröffentlicht werden, mit einem russischen Programm um Rachmaninov, Scriabin und Prokofiev.

Seit September 2016 ist Gasparian Artist-in-Residence bei der Singer-Polignac Stiftung, gemeinsam mit Shuichi Okada und Gauthier Broutin, mit denen er das Cantor Trio gegründet hat. Gasparian wird von der Safran Stiftung für Musik unterstützt und steht seit diesem Jahr auch auf der Liste der Steinway-Künstler.

Saison 2017/2018 | Photo: Pierre-Anthony Allard
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

Begonnen hat die Laufbahn von Martin Stadtfeld mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren steht sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre; als Jungstudent kommt er in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny. Es beginnt die Zeit, in der Stadtfeld bei Wettbewerben für Furore sorgt, er gewinnt Preise in Paris, in Bozen – und in Leipzig. Den dortigen Bach-Wettbewerb kann Martin Stadtfeld im Jahr 2002 als Sieger des ersten Preises für sich entscheiden.

Es ist dies eine Auszeichnung mit Symbol-Charakter. Denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für den Pianisten wie das Cape Canaveral der Musik. Von hier aus führen alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit einem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs „Goldberg-Variationen“ beginnt der 22-jährige Pianist seine Aufnahme-Karriere. Wie einst Glenn Gould – noch dazu beim selben Label. Das Presse-Echo ist weltweit groß und inzwischen ist Martin Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals.

Doch der Erfolg hat Martin Stadtfeld nicht in ein Korsett wachsen lassen, geschnürt von den Gesetzen des Marktes, vielmehr hat er sich seine Unverkrampftheit bewahrt, ob beim Üben im heimischen Klavier-Studio mitten im Ruhrgebiet, bei der Zusammenstellung von beziehungsreichen Konzertprogrammen oder in der Kommunikation mit dem Publikum. „Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle wie Trost, Hoffnung – und sie steht auch für eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst.“

Auf Martin Stadtfeld wartet schon die nächste Herausforderung: Von den Schätzen der Vergangenheit lernen, und Neues daraus schöpfen. Sein erstes eigenes Werk, ein Zyklus der Auseinandersetzung mit Bachs Musik, wird Bestandteil der kommenden Saisonprogramme.

 

Saison 2017/2018 | Foto Yvonne Zemke
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke

Der 1945 in Rumänien geborene Pianist begann im Alter von sechs Jahren seinen Klavierunterricht bei Lia Busuioceanu. Als 12-jähriger bestritt er sein öffentliches Debüt mit einem Programm aus eigenen Kompositionen. Er setzte seinen Unterricht bei Florica Muzicescu und Cella Delavranca in Rumänien fort, bevor er 1961 ein Stipendium für das Tschaikowski Konservatorium in Moskau gewann. Dort studierte er bei Galina Eghyazarova, Heinrich Neuhaus und später Stanislav Neuhaus. Radu Lupu gewann erste Preise bei drei bedeutenden Klavierwettbewerben: 1966 beim Van Cliburn-, 1967 beim Enescu- und 1969 beim Leeds-Wettbewerb.

Er ist regelmäßiger Gast bei wichtigen internationalen Orchestern wie dem Royal Concertgebouw, den Londoner Orchestern, den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern, mit denen er unter Herbert von Karajan 1978 bei den Salzburger Festspielen debütierte und diese acht Jahre später mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti eröffnete. Auch in den USA ist Radu Lupu seit seinen ersten Konzerten mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Carlo Maria Giulini und dem Cleveland Orchestra unter Daniel Barenboim im Jahr 1972 ein viel gefragter Solist.

Seine Einspielungen bei Decca umfassen alle Beethoven Klavierkonzerte, Brahms’ 1. Klavierkonzert, die Klavierkonzerte von Grieg und Schumann, sämtliche Mozart-Sonaten für Violine und Klavier (mit Szymon Goldberg), Sonaten für Violine und Klavier von Debussy und Franck (mit Kyung Wha Chung) sowie Solowerke von Beethoven, Brahms, Schumann und Schubert. Zudem spielte er je zwei Aufnahmen mit Murray Perahia (CBS) und Barbara Hendricks (Schubert-Lieder, EMI) ein. Bei Teldec erschien eine CD mit Werken zu vier Händen von Schubert im Duo mit Daniel Barenboim. 1995 wurden seine Aufnahmen der Schubert-Sonaten A-Dur D 664 und B-Dur D 960 mit dem Grammy ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Radu Lupu für seine Einspielung von Schumanns Kinderszenen, der Kreisleriana und der Humoreske op. 20 den Edison Award.

In der Vergangenheit war Radu Lupu u. a. mit folgenden Orchestern zu hören: dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis (zu dessen 85. Geburtstag), dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg (Emanuel Krivine), dem Santa Cecilia Orchestra (David Afkham), dem Chicago Symphony (Riccardo Muti), St. Louis Symphony (David Robertson), und Boston Symphony (Christoph von Dohnanyi) Orchestra, dem Orchestre de Paris (Thomas Hengelbrock), dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), und mit dem Mozart Orchestra Bologna (Claudio Abbado). Mit Klavierabenden gastierte Radu Lupu u.a. in Paris, Genf, Genua, Turin, in der New Yorker Carnegie Hall sowie in Vicenza, Aix-en-Provence und den Festivals in Brescia und Bergamo. Bereits zehnmal reiste Radu Lupu auf Tournee nach Japan und konzertiert dabei auch in Seoul/Südkorea.

2006 wurden ihm zwei Auszeichnungen verliehen: die „Premio Internazionale Arturo Benedetti Michelangeli“ und bereits zum zweiten Mal der „Abbiati“-Preis der italienischen Kritikervereinigung, den er bereits 1989 erhalten hatte.

 

Saison 2017/2018 | Foto Klaus Rudolph
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke

„Es gibt Pianisten, die mit Mozarts Klaviermusik nicht viel anfangen können. Und es gibt Interpreten wie den Wiener Till Fellner: Musiker, deren Klang- und Spielverständnis geradezu für Mozart geschaffen scheint. Schlank und leichtfüßig wirkt Fellners Anschlag, natürlich leuchtet sein Cantabile“ (Berliner Morgenpost, 7.12.2015 über Mozarts C-Dur Konzert mit den Berliner Philharmonikern).

Seit mehr als 20 Jahren ist der österreichische Pianist ein gefragter Gast bei den wichtigen Orchestern und in den großen Musikzentren Europas, der USA und Japans sowie bei zahlreichen bedeutenden Festivals. Zu den Dirigenten, mit denen er konzertiert, zählen Claudio Abbado, Vladimir Ashkenazy, Hebert Blomstedt, Semyon Bychkov, Christoph von Dohnányi, Nikolaus Harnoncourt, Sir Charles Mackerras, Kurt Masur, Kent Nagano, Jonathan Nott, Vasily Petrenko, Claudius Traunfellner und Hans Zender.

Im Bereich der Kammermusik verbindet Till Fellner eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem britischen Tenor Mark Padmore, mit dem er 2016 eine Komposition von Hans Zender zur Uraufführung brachte und im Februar 2017 eine Japan-Tournee unternahm. Diese Zusammenarbeit wird auch in der Saison 2017-18 (u. a. mit Liederabenden in Wien und Salzburg) fortgesetzt. Ebenso konzertiert Till Fellner regelmäßig mit dem Belcea Quartett.

In den vergangenen Jahren widmete sich Till Fellner intensiv zwei Meilensteinen des Klavierrepertoires: dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach und den 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Zwischen 2008 und 2010 spielte er einen siebenteiligen Zyklus mit allen Beethoven-Sonaten in New York, Washington, Tokio, London, Paris und Wien. Till Fellner hat Werke von Kit Armstrong, Harrison Birtwistle, Thomas Larcher, Alexander Stankovski und Hans Zender uraufgeführt. Ab 2017-18 wird der Künstler einen auf zwei Saisonen angelegten und aus vier Abenden bestehenden Schubert-Zyklus, welcher u. a. bei der Schubertiade sowie in Antwerpen, Tokyo und Taipei zur Aufführung gelangen wird, präsentieren.

Beim Label ECM erschienen der 1. Band des Wohltemperierten Klaviers und die zwei- und dreistimmigen Inventionen von J. S. Bach, die Klavierkonzerte Nr. 4 und 5 von L. v. Beethoven mit dem Orchestre Symphonique de Montréal und Kent Nagano sowie zuletzt Kammermusik von Harrison Birtwistle. Im Herbst 2016 kam eine Einspielung des Klavierquintetts von J. Brahms mit dem Belcea Quartett für Alpha Classics heraus, die mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet wurde.

Till Fellner studierte in seiner Heimatstadt Wien Klavier bei Helene Sedo-Stadler. Weitere Studien führten ihn zu Alfred Brendel, Meira Farkas, Oleg Maisenberg und Claus-Christian Schuster. Seit Herbst 2013 unterrichtet Till Fellner als Professor an der Zürcher Hochschule der Künste.

In der Saison 2017-18 wird Till Fellner sein Debut beim New York Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Christoph Eschenbach geben. Weitere Höhepunkte sind Auftritte mit Le Concert Olympique, dem Mozarteumorchester Salzburg, Chicago Symphony Orchestra und Rotterdam Philharmonic Orchestra. Vergangene Saison konzertierte Till Fellner u. a. mit den Symphonieorchestern von Pittsburgh, St. Louis und Montreal, mit dem Deutschen Sinfonie-Orchester Berlin, den Wiener Symphonikern sowie dem Philharmonia Orchestra London.

 

Saison 2017/2018 | Foto Gabriela Brandenstein
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Die Verbindung zwischen Poesie und Musik ist für Tzimon Barto als Pianist sowie auch in seinen schriftstellerischen Aktivitäten von höchster Bedeutung. Dies drückt sich auch in seinen musikalischen Interpretationen aus. Seine Sichtweise ist sehr persönlich und unkonventionell; überzeugt durch Konsequenz, exquisiten Klangsinn sowie faszinierende Kontraste und Differenzierungen. Eine farbige und breit gefächerte Ausdruckspalette von federleichten melodischen Linien bis zu ausdrucksstarken Akkordketten charakterisieren sein Spiel.

Als einer der führenden amerikanischen Pianisten, feierte Tzimon Barto seinen internationalen Durchbruch Mitte der 1980er Jahre, als er auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein sowie bei den Salzburger Festspielen auftrat. Seither ist Tzimon Barto mit beinahe allen international führenden Orchestern aufgetreten und gastiert regelmäßig bei den renommiertesten Festivals.

Wolfgang Rihm widmete Tzimon Barto sein zweites Klavierkonzert. Die Uraufführung fand bei den Salzburger Festspielen 2014 gemeinsam mit dem Gustav Mahler Jugendorchester statt, gefolgt von einer Tournee durch Deutschland und Italien. Nach der amerikanischen Erstaufführung mit dem National Symphony Orchestra Washington, wurde und wird das Konzert in München, Stockholm und Berlin aufgeführt. Ebenfalls stand es im Rahmen seiner Residency 2016/17 beim SWR Symphonieorchester auf dem Programm. Die gemeinsame Saison mit dem Orchester wurde durch die Interpretation von Beethovens viertem Klavierkonzert unter Jakub Hrusa und eine äußerst erfolgreiche Spanien-Tournee mit Ravels Klavierkonzert gekrönt. Zum Auftakt der Saison 2017/18 wird Barto mit der Jungen Deutschen Philharmonie unter Jukka-Pekka Saraste mit Prokofievs Klavierkonzert Nr. 3 auf Deutschland-Tour gehen. Weitere Highlights der Spielzeit sind seine Auftritte an der Scala Mailand sowie seine Brahms Klavierkonzerte in Hong Kong und Malmö. Neben vielen Konzerten in Europa und Asien wird er auch in Südamerika zu erleben sein.

Tzimon Bartos vielfältige Diskographie umfasst Alben mit Werken von u.a. Haydn, Rameau, Schubert, Tschaikowsky, Schumann und Brahms. Zu den neueren Einspielungen gehören die Goldberg Variationen in der Busoni-Fassung sowie Paganini Variationen von Liszt, Brahms, Lutosławski und Rachmaninoff. Das selten zu hörende Es-Dur Klavierkonzert von Hans Pfitzner spielte er mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann ein.

Tzimon Barto wuchs in Florida auf, wo er mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht von seiner Großmutter erhielt. An der Juilliard School in New York studierte er bei der berühmten Klavierdozentin Adele Marcus. Bereits in dieser Zeit gewann er gleich zwei Mal hintereinander den Gina Bachauer Wettbewerb.

Die Förderung zeitgenössischer Musik liegt Barto sehr am Herzen und so rief er 2006 einen internationalen Kompositionswettbewerb für Klavier solo – den „Barto Prize“ – ins Leben. Dieser wird alle zwei Jahre vergeben und das Gewinnerwerk in seinen Reztialen präsentiert.

Tzimon Barto spricht fünf Sprachen fließend, liest Altgriechisch, Latein sowie Hebräisch und lernt Mandarin. 2001 erschien sein erstes Buch „eine frau griechischer herkunft“, mit Neuauflage in 2008. Eine Bühnenversion wurde in Frankfurt und Wien aufgeführt. 2010 erschien die Novelle „Harold Flanders“.

Saison 2017/2018 | Foto: Stella Dash
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

Von ihrer Heimat den Niederlanden aus erobert Isabelle van Keulen die ganze Welt – und dies auf Violine und Viola gleichermaßen! Sie ist auf den großen Konzertpodien zu Hause und durch ihre charismatische Ausstrahlung sowie musikalische Vielseitigkeit eine der gefragtesten Musikerinnen unserer Zeit.

Sie tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern auf. Dazu zählen die Berliner Philharmoniker, das Royal Concertgebouw Orchestra, die Rundfunkorchester des BR und NDR, das Gewandhausorchester Leipzig, das Tonhalle-Orchester Zürich, das NHK Symphony Orchestra Tokyo, das London Philharmonic Orchestra, das Hallé Orchestra Manchester und das Helsinki Philharmonic Orchestra. Auch in den USA ist sie ein gern gesehener und regelmäßiger Gast bei den führenden Orchestern. Dabei arbeitet sie u.a. mit Dirigentengrößen wie Valery Gergiev, Philippe Herreweghe, Andris Nelsons, Sir Roger Norrington, Hugh Wolff und David Zinman zusammen.

Auch die Kammermusik findet ihren Platz in Isabelle van Keulens Schaffen. Ihre festen Partner am Klavier sind Ronald Brautigam, mit dem sie bereits eine jahrzehntelange erfolgreiche künstlerische Zusammenarbeit verbindet sowie Hannes Minnaar. Mit ihm liegt eine von Kritik und Presse hochgelobte Einspielung aller Beethoven Violinsonaten (2014) vor. Außerdem konzertiert sie mit der Mezzo-Sopranistin Christiane Stotijn und der Klarinettistin Sharon Kam. Von 1997 bis 2006 war Isabelle van Keulen Künstlerische Leiterin des Delft Chamber Music Festival, das sie durch ihr Engagement und ihr musikalisches Know-how maßgeblich prägte.

Isabelle van Keulens Repertoire umfasst zahlreiche Werke des 20. und 21. Jahrhunderts, deren Aufführung ihr ein besonderes Anliegen ist. Dazu gehören Kompositionen von Henri Dutilleux, John Adams, Sofia Gubaidulina, Colin Matthews, Lera Auerbach und Brett Dean. Hervorzuheben ist die Aufnahme des ihr gewidmeten Violinkonzertes von Erkki-Sven Tüür, das Isabelle van Keulen mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter Paavo Järvi einspielte und damit in der Presse besondere Beachtung fand.

Ihre Diskographie zeigt die enorme Bandbreite ihres musikalischen Schaffens. Einen besonderen Stellenwert haben dabei die Duo-Aufnahmen mit Ronald Brautigam, eine Aufnahme des Violinkonzerts von Alban Berg an der Seite des Göteborg Symphony Orchestra unter Mario Venzago, sowie die bereits erwähnte Gesamteinspielung von Beethovens Violinsonaten mit Hannes Minnaar. Nach der Aufnahme von Beethovens Violinkonzert D-Dur op.61, der Romanzen für Violine und Orchester Nr. 1 und 2 und dem Triplekonzert op. 56, gemeinsam mit dem Pianisten Stefan Vladar und dem Cellisten Julian Steckel, erscheint im Frühjahr bereits die dritte CD des von Isabelle van Keulen gegründeten Ensembles mit Piazzollas Tango Nuevo.

Seit Herbst 2012 ist sie Professorin für Violine, Viola und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Luzern. Zusätzlich übernimmt Sie seit dieser Saison als Artist in Residence bei der Deutschen Kammerakademie Neuss die künstlerische Leitung.

 

Saison 2017/2018 | Foto Marco Borggreve
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke

Ruth Killius versteht es wie kaum eine andere Künstlerin ihr Instrument zu nutzen um die umfangreiche Violaliteratur von Klassik bis Moderne zu Gehör zu bringen. Durch ihre Vielseitigkeit verleiht sie dem Instrument eine neue Bedeutung. Besonders durch ihr Interesse und Engagement für zeitgenössische Musik gelingt es ihr die Viola fest als Bestandteil des musikalischen 21. Jahrhunderts zu verankern.

Das Standardrepertoire für ihr Instrument erweitert Ruth Killius, die bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian studierte, mit zeitgenössischer Musik. Sie wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, z.B. in Brian Ferneyhoughs Streichtrio mit Mitgliedern des Genfer Ensembles Contrechamps und in Elliott Carters Oboenquartett mit Heinz Holliger. Auch inspiriert sie Komponisten: Im Auftrag der Salzburger Festspiele schrieb Heinz Holliger mit „Janus“ ein Doppelkonzert für Violine, Viola und kleines Orchester. Die Uraufführung des dem Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius gewidmeten Doppelkonzerts „That Subtle Knot“ von John Casken mit den Royal Northern Sinfonia hat außerdem große Aufmerksamkeit erhalten.

Zusammen mit Thomas Zehetmair gründete Ruth Killius 1994 das Zehetmair Quartett, das inzwischen zu den führenden Streichquartetten weltweit gehört. In den Medien als Referenzaufnahme besprochen wurde eine Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartók, die ebenfalls mit dem Diapason d’Or des Jahres ausgezeichnet wurde. Das jüngst veröffentlichte Album des Ensembles ist Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger gewidmet.

Für ECM hat Ruth Killius zusammen mit Heinz Holliger und Thomas Demenga eine CD mit Werken von Elliott Carter und Isang Yun aufgenommen. Die beim Label Glossa erschienene Aufnahme mit Mozarts „Sinfonia Concertante“ und dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brüggen gilt als Referenzaufnahme. Die Veröffentlichung einer Einspielung von Bartóks Violakonzert und Caskens Doppelkonzert mit dem Royal Northern Sinfonia ist mit ECM in Planung.

Im Duo mit Thomas Zehetmair ist Ruth Killius in zahlreichen Musikzentren zu hören. Bei ECM erschien im März 2011 das viel beachtete Album „Manto and Madrigals“, inspiriert von Scelsis „Manto“ für einen singenden Viola-Spieler mit Werken u.a. von Bartók, Holliger und Martinů.

 

Saison 2017/2018 | Foto Keith Pattison
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke

Als einer der eindrucksvollsten  Cellisten seiner Generation steht bei Poltéras Spiel allein die Musik im Vordergrund: Ohne große Gesten zeigt er das Essentielle eines Werkes. Dabei ist seine ganz individuelle Klangfarbe  prägend für seine Interpretationen, die er epochen- und stilspezifisch meisterlich anzupassen weiß.

Bereits in jungen Jahren entschied sich der Schweizer Christian Poltéra für das Cello. Ein älterer Mitschüler präsentierte das Instrument und der Celloklang lässt ihn seitdem nicht mehr los.  Er begann seine Studien bei Nancy Chumachenco und setzte diese dann bei Boris Pergamenschikov und Heinrich Schiff  in Salzburg und Wien fort.  In 2004 wurde er mit dem Borletti-Buitoni Preis ausgezeichnet und als“ BBC New Generation Artist“ gekürt. Als „Rising Star“ konnte er sich in der Saison zwei Jahre später in allen großen europäischen Konzerthallen dem Publikum präsentieren.

Einladungen renommierter Orchester führen ihn durch die ganze Welt. So spielte er  bereits mit u.a. dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Los Angeles und Oslo Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, den Bamberger Symphoniker, dem Orchestre de Paris, dem  Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, den Münchner Philharmoniker, dem Santa Cecilia Orchestra Rom, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult gehören  Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Bernard Haitink, John Eliot Gardiner, Paavo Järvi und Andris Nelsons.

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Christian Poltéra mit Hingabe der Kammermusik. Die Konzerte des Zimmermann Trios –  zusammen mit  Frank Peter Zimmermann Violine  und Antoine Tamestit Viola –  sind ein fester Bestandteil der großen Konzerthäuser weltweit. Eine Reihe von CDs (Mozart, Beethoven, Hindemith, Schönberg) belegen das einmalige Zusammenspiel dieses unübertroffenen Streichtrios. Darüber hinaus spielt er mit Kollegen wie Mitsuko Uchida, Christian Tetzlaff, Gidon Kremer, Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Ronald Brautigam, Kathryn Stott und dem Artemis -, Belcea – Auryn und Zehetmair Quartett.  Immer wieder wecken neue Projekte sein Interesse.

Auch bei den bedeutenden internationalen Festivals  wie Salzburg, Luzern, Edinburgh, Berlin, Wien, Schleswig-Holstein und London ist er immer wieder zu hören.

Christian Poltéras  viel gelobte Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges und umfangreiches Repertoire wieder. Zu den vielfach ausgezeichneten CD Einspielungen (u.a. BBC Music Award, Gramophone Choice, Diapson D‘Or de l‘année) gehören  die Cellokonzerte von Dvorak, Walton, Ligeti,  Barber, Dutilleux, Lutoslawski, Honegger, Hindemith und Martin sowie die  Sonaten von Mendelssohn, Fauré und Saint-Saens. Kürzlich erschien bei BIS ein Album mit Schostakowitsch und Martinus Cellokonzert Nr. 2, mit dem  Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Gilbert Varga.

Seit 2013 ist Christian Poltéra künstlerischer Leiter der Kammermusiktage in der Bergkirche Büsingen. Zudem ist er Dozent an der Hochschule Luzern und gibt regelmäßig Meisterkurse.

Er spielt das berühmte und sagenumwobene Violoncello „Mara“  1711 aus der Werkstatt von Antonio Stradivari.

Saison 2017/2018 | Foto Neda Navaee
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

Als bisher einziger deutscher Musiker wurde Gustav Rivinius mit dem 1. Preis und der Goldmedaille des Internationalen Tschaikowsky Wettbewerbs 1990 ausgezeichnet. Der damals 24jährige Cellist erhielt zudem den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Tschaikowsky-Werkes aller Teilnehmer. Seither konzertiert er auf der ganzen Welt mit führenden Musikern, Orchestern und Dirigenten.

Höhepunkte seiner bisherigen Karriere sind die Aufführungen mit dem Sinfonieorchester des BR unter Lorin Maazel, unter Ingo Metzmacher sowie unter Hans Zender. Zur Wiedereröffnung des Goldenen Saals der Prager Burg spielte Gustav Rivinius das Dvorak Konzert mit der Tschechischen Philharmonie unter Vaclav Neumann und zum 50jährigen Bestehen der Bamberger Symphoniker, wo er mehrere Male als Solist zu Gast war.

In den USA war Gustav Rivinius bereits Gast beim Pittsburgh Symphony Orchestra unter Marek Janowski, bei den Orchestern von Saint-Louis, Cincinatti, Washington D.C. und dem Houston Symphony unter Christoph Eschenbach. In Kanada konzertierte er u.a. mit dem Vancouver Symphony Orchestra und in London mit dem Philharmonia Orchestra unter Heinrich Schiff. In Tokio spielte er mit den Moskauer Philharmonikern unter Dmitri Kitajenko, in Seoul mit dem KBS Symphony Orchestra und in Beijing mit dem National Ballett Orchestra. Gustav Rivinius konzertierte mit den Orchestern von Lissabon, Toulouse, Lyon, dem Helsinki Philharmonic und dem Swedish Radio Orchestra unter Valery Gergiev, sowie in Luzern mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. In Deutschland trat er bereits mit allen Rundfunksinfonieorchestern, mit dem DSO, dem RSO, dem Konzerthaus Orchester Berlin und dem Leipziger Gewandhaus auf.

Neben dem solistischen Auftreten widmet sich Gustav Rivinius der Kammermusik. Regelmäßig musiziert er mit seinen Brüdern im Rivinius Klavier Quartett, sowie in Recitals mit seinem Bruder Paul am Klavier. Beim Heimbach Festival „Spannungen“ gehört er zum festen Musikerkreis. Er ist dort u. a. mit seinen musikalischen Freunden Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust und Sharon Kam jedes Jahr zu hören, auch auf den zahlreichen CD-Mitschnitten des Festivals.

Er gründete das Trio Gasparo da Salò, das Bartholdy Streichquintett und das Tammuz Piano Quartet, mit welchem er die beiden Klavierquartette von George Enescu für cpo einspielte. Auf CD erschienen außerdem das Cellokonzert von Ermanno Wolf-Ferrari bei cpo mit dem Sinfonieorchester des HR unter Alan Francis und von H.W. Henze die „Ode an den Westwind“ mit dem RSO Saarbrücken unter Stanislaw Skrowaczewski (Arte Nova). Mit Sharon Kam und Martin Helmchen spielte der das Brahms Klarinettentrio für Berlin Classics ein.

Gustav Rivinius unterrichtet seit vielen Jahren als Professor an der Hochschule für Musik Saar. Er gibt jährlich Meisterkurse, z.B. beim Schleswig-Holstein Musik Festival und ist regelmäßig Juror bedeutender Musikwettbewerbe wie z.B. 2011 beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau.

Saison 2017/2018
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

Mit Musik kann man sagen, was anders nicht auszudrücken ist. Musik macht Unfassbares greifbar und berührt auf besondere Art und Weise. Pablo Barragán ist fasziniert von dieser Art der Kommunikation und schafft es meisterhaft bereits mit der ersten Note die Verbindung zu seinem Publikum herzustellen.
Sein Spiel ist differenziert, elegant und perfekt nuanciert. Er möchte Geschichten erzählen, Emotionen vermitteln und für jedes Werk eine eigene Farbpalette kreieren.

Die Kunst ist ihm hierfür eine vielfältige Inspirationsquelle. Er liebt es Galerien und Museen zu besuchen; die Eindrücke bei einem guten Kaffee wirken zu lassen oder mit Freunden zu diskutieren. Bereits in seiner Kindheit war das Zeichnen und die Malerei für ihn eine große Leidenschaft. Er wuchs mit dem Gefühl von Kreativität und Freiheit auf, welches er auch in der Musik wiederfand. Obwohl klassische Musik in seinem südspanischen Familienleben kaum eine Rolle spielte, ermunterte ihn seine Mutter immer wieder Neues auszuprobieren; so begann er mit vier Jahren das Klavierspiel und fand dann über das Sopransaxophon zu „seinem“ Instrument: Der Klarinette. Er erinnert sich noch lebhaft, wie er das erste Mal einen Ton hervorbrachte und sich eine Welt von unendlichen Möglichkeiten, Melodien und Rhythmen auftat. Neben dem eigenen Musizieren liebt er es auf dem alten Kassettenrekorder stundenlang Musik zu hören.

Sein musikalischer Weg führte Barragán über Jugendorchester und Kammermusikensembles zum Studium der Klarinette. Der gemeinsame Schaffensprozess und das Gefühl Teil etwas Größerem zu sein, bestärkten ihn in seinem Wunsch Musik zu seinem Leben zu machen. Und so studierte er am Conservatorio in Sevilla bei Antonio Salguero und wechselte dann zur Barenboim-Said Foundation in Berlin zu Matthias Glander. Daneben war er Mitglied des West-Eastern-Divan Orchestras, unter der Leitung von Maestro Daniel Barenboim. 2009 ging er dann als Stipendiat der Fundación Caja Madrid an die Musikakademie Basel, wo er in der Meisterklasse von François Benda studierte. Auch von Martin Fröst, Charles Niedich und Dimitri Ashkenazy erhielt er in Meisterkursen neue Impulse.

Die Entwicklung Barragáns vom jungen Talent zum anerkannten Musiker drückt sich u.a. durch seine Auszeichnung mit dem Prix Credit Suisse Jeunes Solistes 2013 und die Einladung des Lucerne Festivals im selben Jahr aus. Sein Solodebut beim Festival wurde dann auch live vom RTS übertragen und anschließend von der Credit Suisse Foundation als CD produziert.
Begleitet wurde diese Entwicklung durch verschiedene Preise bei internationalen Wettbewerben, bspw. dem ARD Musikwettbewerb 2012, dem Juventudes Musicales de España 2011 oder dem European Music Competition for Youth 2011 (EMCY).

Als Solist genießt Pablo Barragán den Austausch mit Kollegen und Zuhörern. Seine Neugierde lässt ihn immer wieder neue Perspektiven auf die Musik entdecken und er zeigte bereits mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel, Orquesta de Radio Television Española, Slowakischen Kammerorchester oder dem Malaga Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Clemens Schuldt, Adrian Pravaba oder Gabriel Feltz seinen unendlichen Facettenreichtum.
Die Intimität von Kammermusik wiederum eröffnet ganz neue Ansichten, Emotionen und Farben, die den jungen Musiker prägen. Das gemeinsame Musizieren mit bspw. dem Goldmund Quartett, Maki Wiederkehr, Juan Pérez Floristán, Andrei Ioniţă oder Viviane Hagner bei Festivals wie dem Lucerne Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival, Young Euroclassics Berlin oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sind für ihn daher genauso von Bedeutung wie seine Solokonzerte.

Diese Vielfältigkeit des Künstlers zeigt sich auch in den für Frühjahr und Herbst 2018 geplanten CD Veröffentlichungen: Zusammen mit Juan Pérez Floristán (Klavier) und Andrei Ioniţă (Violoncello) erscheinen Klarinettentrios und Sonaten von Brahms beim spanischen Label IBS. Einen Traum erfüllt sich Pablo Barragán mit der Aufnahme von Mozarts Klarinettenkonzert KV 622. Dazu spielte er Kompositionen von Marco Perez Ramirez und Dominique Gessenay-Rapp ein; eine Programmwahl die Barragáns Aufgeschlossenheit und Neugierde für neue Erfahrungen verdeutlicht.

Pablo Barragán vertritt als Künstler D’Addario, Silverstein und Buffet-Crampon.

Saison 2017/2018 | Foto: Luis Castilla Photo
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke.

Reinhold Friedrich, geboren in Weingarten/Baden, ist seit seinem Erfolg beim ARD-Wettbewerb 1986 auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast. Sein Debüt bei den Berliner Festwochen erfolgte 1982 mit „Sequenza X“ von Luciano Berio sowie das Debüt im Wiener Musikvereinsaal 1994 mit dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn gespielt auf der historischen Klappentrompete beschreiben das große Spektrum seiner Aktivitäten. 2003 ernannte Claudio Abbado (†) Reinhold Friedrich zum ständigen Solo-Trompeter des Lucerne Festival Orchestra. Daneben ist er künstlerischer Leiter des Brass Ensembles des Lucerne Festival Orchestra.

Für Reinhold Friedrich gehören Neue und Alte Musik in der Auseinandersetzung mit dem Werk zusammen und bilden keinen Gegensatz. So musizierte er mit Capriccio Basel, dem Orchestre des Champs-Élysées und der Wiener Akademie auf historischen Instrumenten. Auf der anderen Seite stehen Ur- und Erstaufführungen von Wolfgang Rihm, Sir Peter Maxwell Davies, Carola Bauckholt, Hans Werner Henze, Adriana Hölszky, Nicolaus A. Huber, Rebecca Saunders und Caspar Johannes Walter. Dabei sind Solokonzerte wie „Eirene“ von Herbert Willi (Wergo) und „Nobody knows de trouble I see“ von Bernd Alois Zimmermann (CD-Einspielung ausgezeichnet mit dem ECHO-Klassik) besonders wichtige Bestandteile seines breitgefächerten Repertoires.

Er konzertiert als Solist mit Ensembles wie den Berliner Barock Solisten, La Stagione Frankfurt, dem Wiener Kammerorchester und dem Kammerorchester Basel, den Bamberger und Wiener Symphonikern, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Deutschen Symphonie-Orchester, dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und allen Sinfonieorchestern der ARD. Dabei spielte er u. a. unter der Leitung von Semyon Bychkov, Dennis Russell Davies, Peter Eötvös, Reinhard Goebel, Martin Haselböck, Philippe Herreweghe, Christopher Hogwood (†), Eliahu Inbal, Krystjan und Neeme Järvi, Dmitri Kitajenko, Sir Neville Marriner, Ingo Metzmacher, Jonathan Nott, Kazushi Ono, Matthias Pintscher, Trevor Pinnock und Hans Zender.

Derzeitige Kammermusikpartner von Reinhold Friedrich sind Eriko Takezawa (Klavier), Robyn Schulkowsky (Perkussion), Martin Lücker und Sebastian Küchler-Blessing (Orgel). Seit 2013 spielt er im neugegründeten Ensemble „L’éventail de Jeanne“ zusammen mit Claudio Bohórquez (Violoncello), Sascha Armbruster (Saxophon) und Eriko Takezawa (Klavier).

Reinhold Friedrichs Auftritte der letzten Saison führten ihn u.a. nach Japan, Mexiko, Israel, Norwegen, Schweden, Finnland, Spanien, Portugal, Italien, Polen, Liechtenstein und in die Schweiz. Dabei konzertierte er u.a. mit den Festival Strings Lucerne, dem Kyushu Symphony Orchestra, den Berliner Barock Solisten, den Jenaer Philharmonikern und der Neuen Philharmonie Westfalen. Außerdem war er Artist in Residence der Philharmonie Baden-Baden, führte das 2. Brandenburgische Konzert von J.S. Bach mit der Cappella Andrea Barca unter der Leitung von Sir András Schiff auf und spielte die Erstaufführung des ihm gewidmeten Trompetenkonzerts von Benjamin Yusupov mit dem Kfar Saba Chamber Orchestra. Bei einem Kooperationsprojekt der Royal Academy of Music mit der Juilliard School New York wurde er mit der künstlerischen Leitung einer Konzert- und CD-Produktion beauftragt, die sich mit dem Werk Giovanni Gabrielis intensiv auseinander setzt. Die CD wird Anfang 2018 veröffentlicht werden. Seine kommenden Auftritte bringen ihn zusammen u.a. mit dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig (Solistin Dorothee Mields), dem Philharmonischen Orchester Erfurt, dem Orquestra Simfònica del Vallès, der Israel Camerata und dem Taiwan National Symphony Orchestra. Weiterhin wird er mit dem Stavanger Symphony Orchestra das Trompetenkonzert „Aerial“ von HK Gruber aufführen.

Seinen zweiten ECHO-Klassik erhielt Reinhold Friedrich für die Einspielung der „Russischen Trompetenkonzerte“ (MDG) mit dem Göttinger Symphonie Orchester unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Christoph-Mathias Mueller. Zahlreiche weitere CD-Einspielungen dokumentieren sein facettenreiches Schaffen, darunter eine CD mit dem Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam unter der Leitung von George Benjamin, die Ersteinspielung des Trompetenkonzerts „Pieta“ von Christian Jost (Coviello) sowie die Aufnahme des II. Brandenburgischen Konzerts (Sony) mit den Berliner Barock Solisten unter der Leitung von Reinhard Goebel.

Reinhold Friedrich ist Professor für Trompete an der Hochschule für Musik Karlsruhe und Honorarprofessor an der Royal Academy of Music in London, der Sibelius-Akademie Helsinki sowie in Hiroshima/Japan. Weltweit ist er ein gefragter Meisterkursdozent. Seine ehemaligen Studenten bekleiden Professuren u.a. in Hannover, Freiburg, Essen, Detmold und Budapest. Im Orchester sind seine ehemaligen Studenten z.B. in Moskau, Tokio, Rio de Janeiro, Paris, Berlin, München, Hamburg und Stuttgart zu finden.

Saison 2017/2018 | Foto: Rosa Frank

Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

„Die wahrhaft königliche Marie-Luise Neunecker spielt Horn mit einer melodischen Grazie und mühelosen, beweglichen Bögen, von denen andere Hornisten nur träumen können“ schrieb die Berliner Morgenpost. Die für ihrer außergewöhnlichen Virtuosität am Instrument hochgelobte Hornistin blickt auf eine weltweit erfolgreiche Karriere. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

Während ihrer Tätigkeit als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des RSO Frankfurt von 1979 bis 1989 machte sie als Preisträgerin mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam, so etwa beim Deutschen Musik Wettbewerb in Bonn (1982), beim Internationalen ARD Wettbewerb in München (1983) und beim „Concert Artists Guild“ Wettbewerb in New York (1986). Heute ist sie weltweit mit herausragendem Erfolg tätig und tritt in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 2013 wurde sie mit dem renommierten Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern wie z. B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR, HR, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Mit Partnern wie Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, Andreas Schiff, Pierre Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie dem Zehetmair Quartett ist sie regelmäßig zu hören.

György Ligeti schrieb für Marie-Luise Neunecker sein Hornkonzert „Hamburgisches Konzert“, das sie im Januar 2001 zur Uraufführung brachte. Seitdem hat Marie-Luise Neunecker das ihr zugeeignete Konzert in mehreren Ländern aufgeführt. Für die Ligeti Edition bei Warner Classics spielte sie das Werk mit dem Asko Ensemble und Reinberg de Leeuw ein.

Als Solistin und Kammermusikerin erhält Marie-Luise Neunecker regelmäßig Einladungen zu den großen, bedeutenden Festivals. Sie gastiert bei den Salzburger Festspielen, beim Schleswig Holstein Musik Festival, dem Aldeburgh Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Marlboro Music Festival, dem Risör Festival sowie bei den Wiener Festwochen.

Mit zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik und dem Grammy Award ausgezeichnet wurden, hat die Hornistin nicht nur ihren außergewöhnlichen Rang und ihre Vielfältigkeit dokumentiert, sondern auch erheblich zur größeren Bekanntheit der Hornliteratur verschiedenster Epochen beigetragen. Die Strauss Hornkonzerte spielte sie mit den Bamberger Symphonikern unter Ingo Metzmacher, die Britten Hornserenade mit dem Tenor Ian Bostridge ein. Außerdem veröffentlichte sie eine Einspielung des Hindemith Konzerts sowie eine CD mit Hornkonzerten russischer Komponisten wie Reinhold Glière, Alexander Glazunov und Vissarion Shebalin. Als Kammermusikerin legte sie unter anderem eine Aufnahme der Brahms Horn Trios mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch vor, eine CD mit Werken von Othmar Schoeck, Charles und Ethel Smyth und zuletzt, mit Lars Vogt am Klavier, eine Aufnahme mit Werken von Hindemith, Kirchner, Brahms Beethoven und Schumann.

Marie-Luise Neunecker ist Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.

Saison 2017/2018
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.


Eckart Heiligers, Klavier
Ulf Schneider, Violine
Martin Löhr, Violoncello

Seit mehr als 2 Jahrzehnten besteht das Trio Jean Paul in unveränderter Besetzung und gehört auch heute noch zu den gefragtesten und erfolgreichsten Kammermusikensembles. Sein Publikum lässt sich weltweit von der hohen Ensemblekultur, feinfühligen Klangästhetik und stilsicheren Musikalität der drei Musiker verzaubern. 

Schon am Anfang ihrer gemeinsamen Karriere starteten sie durch, mit ersten Preisen bei Wettbewerben in Melbourne und Osaka sowie beim Deutschen Musikwettbewerb. Auch der Name war rasch gefunden: Jean Paul, Lieblingsdichter von Robert Schumann, dessen Werke dem Trio  besonders am Herzen liegen. Der Dichter als Namenspatron verrät auch, worauf es den Musikern besonders ankommt: die Sprachähnlichkeit von Musik herauszuarbeiten und für das Publikum hörbar zu machen.

Engagements führen das Ensemble regelmäßig in die bedeutenden Konzertsälen der Welt wie z.B. ins Wiener Konzerthaus, die Berliner Philharmonie, den Palais des Beaux Arts Brüssel oder die Wigmore Hall in London. Auf ausgedehnten Tourneen treten sie u.a. in den USA, Kanada, Spanien, Italien, in den Niederlande, der Schweiz und Österreich auf.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Ensembles ist die Aufführung von zeitgenössischem Repertoire, wozu auch zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zählen. Wolfgang Rihm widmete dem Trio sein „Trio Concerto“, welches das Trio 2014 in der Berliner Philharmonie mit dem WDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste uraufführte. Weitere Aufführungen mit dem Dallas Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der NDR Radiophilharmonie Hannover folgten.

Zahlreiche CD-Produktionen des Trios wurden mit Preisen ausgezeichnet: Die Aufnahme von Brahms Trio in H-Dur und Schönbergs „Verklärte Nacht“ mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“, die Einspielung der beiden Mendelssohn Trios 2009 und der Schubert Trios 2012 bei CAvi-Music mit dem „Supersonic-Award“. 2015 erschien ihre CD mit Klaviertrios von Joseph Haydn (ebenfalls bei CAvi-Music). Aktuell begeistert das Trio mit einer Aufnahme von Brahms Streichsextetten in der Bearbeitung des Brahms-Freund Theodor Kirchner für Klaviertrio.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Homepage www.triojeanpaul.de.


Kurzbiografien


Eckart Heiligers, Klavier

studierte bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover und Leon Fleisher in Baltimore (USA). Bereits früh wurden seine Leistungen durch zahlreiche Stipendien ausgezeichnet. Dazu gehören die Studienstiftung des Deutschen Volkes, der DAAD, der Deutscher Musikwettbewerb und ein France Graage Performance Scholarship. Eckart Heiligers war Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe u.a. in Vercelli, Athen, Salt Lake City und Oslo. Seine Konzerttätigkeit ist enorm vielseitig. Regelmäßig tritt er als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter auf. Außerdem unterrichtet er als Professor für Klavier und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste. Meisterkurse im In- und Ausland und die Tätigkeit als Juror bei internationalen Musikwettbewerben ergänzen seine Aktivitäten.

Ulf Schneider, Violine
studierte in Hannover, New York und Berlin bei Jens Ellermann, Masao Kawasaki, Felix Galimir und Thomas Zehetmair. Während seiner Studienzeit gewann er zahlreiche Preise und Stipendien und war für mehrere Jahre Mitglied des Zehetmair-Quartetts. Heute konzertiert er international solistisch sowie in verschiedenen kammermusikalischen Formationen vom Duo bis zum Quintett.
Die Aufnahmen seiner Ensembles, von der Fachpresse hochgelobt und ausgezeichnet, sind bei den Labels Ars Musici, Membran, CAvi und ECM erschienen.Ulf Schneider spielt ein Instrument von Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahre 1725 – eine großzügige Leihgabe eines privaten Sammlers aus Deutschland, vermittelt durch die Violin Assets GmbH.

Martin Löhr, Violoncello
absolvierte sein Studium bei Wolfgang Mehlhorn in Hamburg, bei Zara Nelsova an der Juilliard School in New York und bei Wolfgang Boettcher an der Universität der Künste in Berlin. Auch er ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, außerdem erhielt er ein Masefield Stipendium, war in der Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ und bekam den Förderpreis der Mozartgesellschaft Wiesbaden. 1995 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Cellowettbewerb „Jeunesses Musicales“ in Belgrad.
Martin Löhr ist Solocellist der Berliner Philharmoniker, unterrichtet an der Herbert-von-Karajan-Akademie und ist regelmäßiger Dozent bei Meisterkursen im In- und Ausland. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit beinhaltet neben Orchesterkonzerten auch Soloauftritte und Kammermusik in unterschiedlichen Formationen.

Saison 2017/2018
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

 

Thomas Zehetmair, Violine
Ruth Killius, Viola

Das Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius hat sich nicht zuletzt aufgrund ihres vielseitigen Repertoires bereits in nationalen und internationalen Konzerthäusern einen Namen gemacht. Zur Aufführung bringt das Duo Meisterwerke des Repertoires für die beiden Streichinstrumente, die aufgrund der Besetzung nur selten in Konzertprogrammen auftauchen, und kombiniert sie mit Transkriptionen von Kompositionen für andere Instrumente.
Thomas Zehetmair und Ruth Killius sind Gründungsmitglieder des Zehetmair Quartetts, welches 2014 für seine herausragenden musikalischen Fähigkeiten mit dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau ausgezeichnet wurde. Neben ihren kammermusikalischen Aktivitäten sind beide Musiker solistisch auf bedeutenden Konzertpodien der Welt zu Gast.
Durch ihr erfahrenes Zusammenspiel sind Zehetmair und Killius stark geprägt und ihr Spiel in ganz besonderer Weise geschliffen sowie aufeinander abgestimmt. Die hochmusikalische Spielweise der beiden ist auf zahlreichen Einspielungen zu hören. Besondere Beachtung fand unter anderem das Album „Manto and Madrigals“, inspiriert von Scelsis „Manto“ für einen singenden Viola-Spieler mit Werken u.a. von Bartók, Holliger und Martinů. Die Aufnahme erschien 2011 bei ECM.
Im Sommer 2016 war das Duo unter anderem beim renommierten Aldeburgh Festival zu Gast. Das Programm mit Werken von Martinů, Bartók und Skalkottas bot dem Publikum ein Klangerlebnis von höchster Qualität und abwechslungsreicher Vielfalt.

 

Saison 2017/2018 | Foto Christopher Trebble ECM Records
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke

 

 

Thomas Zehetmair, Violine
Kuba Jakowicz, Violine
Ruth Killius, Viola
Christian Elliott, Violoncello

Das Zehetmair Quartett, das 1994 vom Österreichischen Dirigent und Violinist Thomas Zehetmair gegründet wurde, gehört zweifelsfrei zu den bemerkenswertesten Streichquartetten weltweit. Hoch geachtet wird das Zehetmair Quartett für seine durchdachten, einzigartigen Interpretationen, die sich durch Klarheit und Kompromisslosigkeit auszeichnen. Dabei spielen die vier Virtuosen auf höchstem technischem Niveau und finden in ihrer Musik zu einer Klarheit, die gepaart mit ihrer enormen Ausdrucksstärke so schnell keine Nachahmer findet. Neben dem gängigen Repertoire überzeugt das Quartett auch durch sein fantastisches Verständnis für zeitgenössische Musik.

 

Zu den besonderen künstlerischen Herausforderungen gehörten in der Vergangenheit u.a. die zyklische Aufführung aller Streichquartette von Robert Schumann in der Londoner Wigmore Hall und die Uraufführung des Streichquartetts Nr. 2 von Heinz Holliger – ein Auftragswerk der Köln Musik GmbH für das Zehetmair Quartett. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Elliott Carter 2009 konzertierte das Zehetmair Quartett mit großem Erfolg in New York.

 

Für die Einspielung von Bartóks 4. und Hartmanns 1. Streichquartett sowie des 1. und 3. Streichquartetts von Schumann bei ECM erhielt das Zehetmair Quartett Auszeichnungen wie den Diapason d’Or des Jahres, den Gramophone Award (Record of the Year), den Edison- und den Klara-Preis für die beste internationale Produktion des Jahres.

Eine Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartók wurde in den Medien als Referenzaufnahme besprochen und erhielt den Diapason d’Or des Jahres. Das jüngst veröffentlichte Album des Ensembles ist Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger gewidmet.

 

Im November 2014 wurde das Zehetmair Quartett mit dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau für seine herausragenden musikalischen Fähigkeiten und Verdienste um den Komponisten ausgezeichnet.

 

Saison 2017/2018 | Foto Keith Pattison
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke

 

 

Welche Musik spielt eine Weltstar-Geigerin wie Isabelle van Keulen nach Feierabend? Die Antwort: Tango Nuevo von Astor Piazzolla. Schon als Kind hatte sie sich in den ursprünglich anmutenden Kunsttango des großen Argentinischen Komponisten verliebt, als ihr ihre Mutter in den siebziger Jahren, lange bevor Piazzolla in Europa in Mode kam, eine Schallplatte mit seinen Tangos schenkte, die dann im Kinderzimmer rauf und runter lief. Zunächst widmete sie sich jedoch der abendländischen klassischen Musik mit all ihrer Technik, Akkuratesse, Klangvorstellung, ihren Regeln und Vorschriften. Sie studierte, machte Weltkarriere und ist heute eine der gefragtesten Solistinnen auf Violine und Viola. Doch die heimliche Leidenschaft blieb und als sich die Gelegenheit bot, griff sie zu. Es war 2011, als sie mit ihren Partnern Ulrike Payer (Klavier), Christian Gerber (Bandoneon) und ihrem Mann Rüdiger Ludwig (Kontrabass) ein Konzertprogramm entwerfen sollte und Piazzollas Musik vorschlug. Aus dem Vorschlag wurde ein Programm, aus dem Programm ein Konzert und aus dem Konzert ein Mitschnitt, von dem ihr niederländisches Label Challenge Records auf Anhieb so begeistert war, dass bereits 2013 eine erste CD-Aufnahme mit dem neugegründeten Ensemble und Piazzollas Musik entstand. Inzwischen steckt bereits die dritte CD in den Startlöchern und wird im Frühjar 2018 ebenfalls bei Challenge Records veröffentlicht.

Was ist es, das diese Musik für Isabelle van Keulen so besonders macht? Es ist eine ungeschminkte, zutiefst ehrliche Musik, „nicht verpackt und mit Schleifen dekoriert, sondern roh, voller Emotionen.“ sagt die Geigerin. Spieltechnisch bietet sich hier die Möglichkeit, aus dem klassischen Rahmen und Regelwerk auszubrechen und „nach ganz anderen, viel raueren Klangfarben und freieren Rhythmen zu suchen.“

Nach seiner Kindheit in Buenos Aires und New York, wo der junge und Musik begeisterte Astor sowohl den klassischen Tango Argentino als auch den Jazz und die Musik Bachs kennen und lieben lernte, war es eine Begegnung mit Arthur Rubinstein, die in ihm den Wunsch zu komponieren weckte. Er lernte, er studierte, er probierte, doch es brauchte noch etliche Jahre, eine lange Reise nach Paris zu Nadja Boulanger und den Mut, zu seinem Südamerikanischen musikalischen Erbe zu stehen, bevor Astor Piazzolla schließlich in den 50-iger Jahren zu seinem unverkennbaren Stil des Tango Nuevo fand. In Argentinien hatte der Tango sehr lange einen schlechten Ruf, vor allem bei der Oberschicht. Die Berufsbezeichnung Tangomusiker war ein schmutziges Wort in Argentinien zu Piazzollas Jugendzeiten. Doch seine Musik, die Verbindung der traditionellen Tangoharmonien und der melancholischen Grundstimmung mit Techniken aus dem Jazz und der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts nach Strawinsky und Bartok machte daraus eine neue Kunstform. Formal benutze Piazzolla oft die barocke Suite oder Toccata und Fuge nach Bach, was aus der ursprünglichen Tanzmusik eine Musik in erster Linie zum Zuhören machte.

 

Christian Gerber verschrieb sich früh dem Argentinischen Tango und dem Tango Nuevo und studierte das klassische Tango-Istrument Bandoneon an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler“ in Berlin. Er gastiert regelmäßig in ganz Europa und teilte die Bühne bereits mit zahlreichen Größen des Tangos wie Alberto Podestá, Juan José Mosalini, Alfredo Marcucci,

Raul Garello, Luis Stazo u.a. Zahlreiche Projekte und Konzerte mit zeitgenössischer Musik, Film- und Theatermusik (z.B. am Deutschen Theater, Schaubühne Berlin, Hamburger Schauspielhaus) runden seine musikalische Tätigkeit ab. Seit 2003 spielt er außerdem gemeinsam mit der Gruppe „Tangocrash“ („Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2008“) und ist Teil der Gruppe „Stazo Mayor“ um Grammy Preisträger Luis Stazo.

Ulrike Payer kam erstmals 1998 durch die Zusammenarbeit mit dem großen Bandoneonisten Alfredo Marcucci mit Piazzollas Musik in Kontakt und konnte nicht mehr davon ablassen. Neben ihrer solistischen und kammermusikalischen Karriere setzte sie sich intensiv mit dem Genre auseinander. In der Folge trat sie mit zahlreichen prominenten argentinischen Musikern wie Cholo Montironi, Norberto Bondino, Carlos Buono, Quique Sinesi und dem Sexteto Mayor auf.

Rüdiger Ludwig stammt aus Mainz und studierte Kontrabass bei Prof. Günter Klaus an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Nach Anstellungen am Staatstheaters in Mainz und dem Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks erspielte er sich 1995 die Stelle des stellvertretender Solo-Kontrabassist der NDR Radiophilharmonie Hannover. Er ist gern gesehener Gast in der Hamburgischen Staatsoper, dem WDR Sinfonieorchester Köln, dem HR-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Luzern-Festivalorchester und dem Norwegian Chamber Orchstra.

Was nicht immer gelingt, wenn klassisch ausgebildete Musiker Piazzollas Werke interpretieren, gelingt beim Isabelle van Keulen Ensemble doch: „nicht nur [ist] das Zusammenspiel tadellos, sondern – was noch viel wichtiger ist – die Musiker treffen auch den spezifischen, herben Tonfall der Musik.“ schreibt www.klassik.com über die 2013 entstandene CD des Ensembles.
 

Saison 2017/2018
Ä
nderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke.