Künstlersekretariat - Astrid Schoerke

„Man muss Musik ’sprechen'“: Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Dirigenten und Pianisten seiner Generation In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich, was er damit meint: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt.

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischen Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führender Pianist und Dirigent, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Seit der Saison 2017/18 hat Christian Zacharias die Position des Ersten Gastdirigenten beim Orquesta y Coro de la Comunidad de Madrid inne und präsentiert sich u.a. mit einem Fokus auf Schumann. Schumanns Musik bildet einen zentralen Punkt in Zacharias musikalischem Schaffen und steht somit auch bei seinen Konzerten in Toulouse, Madrid, Gävle und Barcelona mit auf dem Programm. Daneben setzt er in der Saison 18/19 seine Zusammenarbeit mit u.a. dem English Chamber Orchestra, den Göteborger Symphonikern und dem Saint Paul Chamber Orchestra fort. Ebenfalls stehen Konzerte in internationalen Musikzentren wie Paris, Lyon, und Moskau sowie der vielgelobten Elbphilharmonie Hamburg an. Dabei präsentiert er neben klassischen Werken von v.a. Mozart, Beethoven und Haydn diese Saison auch Schönberg und Bruckner.
Mit einem All-Mozart Programm startete Christian Zacharias seine Saison beim Mostly Mozart Festival in New York und wird sich dem Komponisten ebenfalls in Bremen und Göteborg widmen.
Neben wenigen ausgewählten Klavierabende wird er auch wieder mit seinen Piano-Lectures zu erleben sein so bspw. in der Wigmore Hall in London.

Zu Zacharias‘ langjährigen musikalischen Partnern gehören das Saint Paul Chamber Orchestra, die Göteborger Symphoniker, das Boston Symphony Orchestra, das Kammerorchester Basel, das Konzerthausorchester Berlin und die Bamberger Symphonikern.
Daneben entwickelte er eine besondere Liebe zur Oper und leitete Produktionen von Mozarts „La Clemenza die Tito“ und „Le nozze di Figaro“ sowie Offenbachs „La Belle Hélène“. Die Produktion von Nicolais „Die lustigen Weiber von Windsor“, welche er an der Opéra Royal de Wallonie in Liège dirigierte, wurde von der Association Professionnelle de la Critique Théâtre, Musique et Danse in Paris mit dem „Prix de l´Europe Francophone“ 2014/2015 ausgezeichnet.

Seit 1990 entstanden zudem diverse Filme mit Christian Zacharias: „Domenico Scarlatti in Sevilla“, „Robert Schumann – der Dichter spricht“ (beide für INA, Paris), „Zwischen Bühne und Künstlerzimmer“ (für WDR-arte), „De B comme Beethoven à Z comme Zacharias“ (für RTS, Schweiz) sowie die Aufnahme aller Klavierkonzerte von Beethoven (für SSR-arte).

Das musikalische Wirken von Christian Zacharias wurde vielfach geehrt, u.a. mit dem Midem Classical Award „Artist of the Year“ 2007, der ehrenvollen Auszeichnung „Officier dans l’Ordre des Arts et des Lettres“ des französischen Staates sowie einer Ehrung aus Rumänien für seine Verdienste um die Kultur. Darüber hinaus wurde Christian Zacharias 2016 zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt und erhielt 2017 einen Ehrendoktor der Universität Göteborg.

Zahlreiche von der internationalen Presse hoch gelobte Aufnahmen entstanden in seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or, Choc du Monde de la Musique und ECHO Klassik – sowie aller Sinfonien Schumanns.

2015 und 2017 war Zacharias Vorsitzender der Jury des Clara Haskil Wettbewerbs. 2018 war er Präsident der Jury des Geza Anda Wettbewerbs und leitete das Final-Konzert.

Saison 2018/19 | Foto: Constanze Zacharias
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Der „Paganini“- und „Hexenmeister der Blockflöte“ und „The world’s leading recorder player“ – das sind nur einige der Beschreibungen, die man über Maurice Steger zu lesen bekommt. Um solch hohen Erwartungen gerecht zu werden bedarf es aber nicht nur einer erstaunenswerter Technik sondern auch Charisma, Intellekt und einem ganz besonderes Feingefühl für die Musik. All dies zeigt Maurice Steger nun seit zwei Dekaden seinem Publikum und begeistert mit seiner intensiven Tongebung und unaufhaltsamen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, den Violons du Roy aus Kanada oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern wie dem Zürcher Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, dem Musikkollegium Winterthur und der NDR Radiophilharmonie erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Avi Avital, Daniele Caminiti, Lee Santana, Naoki Kitaya, Mauro Valli, Sebastian Wienand, Fiorenza de Donatis, Diego Fasolis, Sol Gabetta oder auch dem jungen französischen Cembalisten Jean Rondeau widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten. Neben der Alten Musik setzt er sich zudem auch mit neuen Konzertformen und zeitgenössischen Kompositionen auseinander.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra oder dem Malaysia Philharmonic Orchestra zusammen. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein.

Besonders wichtig ist ihm auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben der Leitung der Gstaad Baroque Academy, die er 2013 zusätzlich zu verschiedensten Meisterklassen übernahm, konzipierte er die Figur des „Tino Flautino“, um die Kleinsten zu einem spielerischen Zugang in die Welt der klassische Musik zu führen. Tino Flautinos neuestes Märchen mit seinem Kater Leo präsentiert Steger nun in deutscher, schweizerdeutscher als auch italienischer Sprache.

Durch seinen eigenen nie gestillten Wissensdurst gelingt es ihm immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD „Souvenirs“ Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte, und wurde dafür mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Sein letztes Album „Baroque Twitter“ mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Nuri Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Die nächste Einspielung mit La Cetra erscheint im Frühjahr ‘19 und empfindet Händels Opernvorstellungen und insbesondere deren Pausen in London nach.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie zuletzt Arte in einer Doku gezeigt hat. Doch wenn man sieht mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.

Saison 2018/19 | Foto: Molina Visuals
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Wie kaum ein anderer versteht es Thomas Zehetmair seine facettenreichen musikalischen Vorlieben miteinander zu verbinden. Er genießt nicht nur als Violinist, sondern auch als Dirigent und Kammermusiker weltweit großes Ansehen. Seit der Saison 2016/17 wirkt er als Chefdirigent des Musikkollegiums Winterthur; 1629 gegründet ist es eine der traditionsreichsten musikalischen Insti-tutionen Europas. Eine besondere Heraus-forderung in dieser Spielzeit ist die Einspielung der 4 Sinfonien von Brahms, die, zusammen mit den Solokonzerten, in einem Zyklus Ende der Spielzeit auch im Konzert zu hören sein werden. Ab der Saison 2019/2020 wird er außerdem die musikalische Leitung des Stuttgarter Kammerorchesters übernehmen.

Thomas Zehetmair hat den größten Teil des Violinrepertoires eingespielt; zahlreiche seiner Veröffentlichungen sind vielfach ausgezeichnet. Zu diesen Aufnahmen gehören u.a. B. A. Zimmermanns Violinkonzert mit dem WDR Sinfonieorchester unter Heinz Holliger („Diapason d’Or de l’Année“ 2009), die 24 Paganini-Capricen (Bestenliste „Preis der deutschen Schallplatten-kritik“ 2009, „Midem Classic Award“ 2010), eine Einspielung von Elgars Violinkonzert mit dem Hallé Orchestra Manchester unter Sir Mark Elder („Gramophone Award“ 2010) sowie Mozarts Violinkonzerte mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter Frans Brüggen, die als Referenzaufnahme bezeichnet wird. Des Weiteren erschien 2011 bei ECM die Einspielung „Manto and Madrigals“ mit seiner Duo-Partnerin Ruth Killius auf der zeitgenössische Werke für Violine und Viola zu hören sind.

Von 2002 bis 2014 stand er als Chefdirigent der Royal Northern Sinfonia Orchester vor und prägte es zu einem der führenden Orchester Englands. Als „Conductor laureate“ wird er dem Orchester auch in Zukunft verbunden bleiben. Die äußerst erfolgreiche Zusammenarbeit ist durch eine Reihe von Einspielungen dokumentiert. Zwischen 2012 und 2015 hatte er die Position des Chefdirigenten auch beim Orchestre de chambre de Paris inne. Ein bei ECM erschienenes Album mit Werken Schumanns belegt die künstlerische Zusammenarbeit.

Thomas Zehetmair ist nicht nur als Solist sondern auch als Dirigent ein weltweit gern gesehener Gast bei international führenden Orchestern: er pflegt eine enge musikalische Zusammenarbeit mit dem Saint Paul Chamber Orchestra (USA) a (Norwegen). Außerdem ist er Gründungsmitglied des Zehetmair Quartetts, mit dem er 2014 für dessen herausragende musikalisch Leistungen von der Stadt Hanau mit dem Paul-Hindemith-Preis ausgezeichnet wurde.

Für seine vielseitige künstlerische Tätigkeit erhielt Thomas Zehetmair u. a. die Ehrenurkunde des Preises der Deutschen Schallplattenkritik sowie den Karl-Böhm-Interpretationspreis des Landes Steiermark. Thomas Zehetmair ist Ehrendoktor der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar und der Newcastle University.

 

Saison 2018/2019 | Foto Pablo Faccinetto
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Der Pianist Andreas Staier wurde zunächst als Cembalist weltberühmt. Nach Studien bei Lajos Rovatkay und Ton Koopman arbeitete er drei Jahre mit Musica Antiqua Köln zusammen. Doch Staier ist weit mehr als ein virtuoser Vertreter der so genannten Historischen Aufführungspraxis. Vielmehr könnte man ihn als leidenschaftlichen Klangsucher beschreiben. Jedes Werk, das sich der Pianist vornimmt, wird nicht nur genauestens hinsichtlich seiner Strukturen analysiert, sondern Staier erforscht zudem die jeweilige historische Situation, in der es entstand. Durch seine akribische Herangehensweise hat er ganz neue Interpretationsansätze eröffnet und überraschende Hörerfahrungen möglich gemacht.

Dafür arbeitet er auch mit Instrumentenbauern zusammen, um dem speziellen Klang in all seinen Facetten möglichst nahe zu kommen – seien es Werke des 16. Jahrhunderts wie der englischen Virginalisten, Bachs Goldberg-Variationen, die Diabelli-Variationen des späten Beethoven oder die letzten Klavierwerke von Brahms. Aber auch weniger bekannten Komponisten hat sich Staier immer dann zugewandt, wenn er in ihren Werken originelle Aspekte entdecken konnte: u.a. Sebastián de Albero oder Josef Antonín Štěpán.

Sein Engagement endet jedoch nicht bei der Musik des 19. Jahrhunderts. Das zeigt Staiers Zusammenarbeit mit dem französischen Komponisten Brice Pauset (*1965), aus der mehrere Kompositionen hervorgegangen sind wie etwa die im Jahr 2000 entstandene Kontra-Sonate: ein Hybrid aus Schuberts a-moll-Sonate D 845 und »Kontrakompositionen« Pausets – ein Musterbeispiel für Staiers epochenübergreifendes musikalisches Denken.

All das ist auf zahlreichen Tonträgern dokumentiert, die fast alle mit prominenten Preisen ausgezeichnet wurden. Seine Aufnahme der Bach’schen Cembalokonzerte gemeinsam mit dem Freiburger Barockorchester wurde mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Beste Einspielung (bis inkl.18. Jh.) bedacht. Auch Staier selbst wurde vielfach für seine Arbeit geehrt. So war er etwa 2012-16 Artist in Residence am AMUZ in Antwerpen und in gleicher Funktion seit 2011 an der Opéra de Dijon.
Ob am Cembalo oder am Hammerklavier konzertierte Staier weltweit bei zahlreichen renommierten Musikfestivals mit Ensembles wie dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln, der Akademie für Alte Musik Berlin oder dem Orquestra Barroca Casa da Música Porto. Langjährige musikalische Partner sind auch die Pianisten Alexander Melnikov, Christine Schornsheim und Tobias Koch, die Geiger Isabelle Faust und Petra Müllejans oder der Tenor Christoph Prégardien.
Eine feste Zusammenarbeit verbindet ihn mit Daniel Sepec und dem Cellisten Roel Dieltiens, mit denen er seit 2010 konzertiert und berühmte Kompositionen für Trio Besetzung eingespielte. Das Album erschien im Herbst 2016.

Staiers weitgespannte Interessen und Fähigkeiten haben ihn schon früh zu einem viel gefragten Pädagogen gemacht. Neben Meisterkursen weltweit war er von 1987-1995 Professor für Cembalo und Hammerklavier an der Schola Cantorum Basiliensis.
Seit einigen Jahren arbeitet Andreas Staier auch als Dirigent und Orchesterleiter.

Saison 2018/2019 | Photo Josep Molina
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Kultiviert, technisch brillant und musikalisch feinsinnig: dies bringt auf den Punkt, was Francesco Piemontesi als Pianisten ausmacht. Geboren und aufgewachsen ist er in Locarno in der Schweiz, heute lebt er in Berlin und gilt als einer der herausragendsten Pianisten unserer Zeit. Kennzeichnend für Francesco Piemontesis Spiel sind technische Perfektion, eine große klangliche Vielfalt sowie die Kultiviertheit und Individualität seiner Interpretationen. Neben dem Repertoire großer deutscher Komponisten liegen ihm auch die Werke von Debussy, Ravel, Liszt und Dvořák.

Einladungen renommierter Orchester führen Francesco Piemontesi durch die ganze Welt. So spielt er u.a. mit dem Cleveland Orchestra, dem Deutschen Symphonie-Orchester, den Münchner Philharmonikern und dem Gewandhausorchester Leipzig, den Sinfonieorchestern des Hessischen und Bayerischen Rundfunks, dem London Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, den LA Philharmonics und dem Orchester des Maggio Musicale Fiorentino zusammen. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult zählen Marek Janowski, Sakari Oramo, Vasily Petrenko, Manfred Honeck, Robin Ticciati, Vladimir Ashkenazy und Charles Dutoit. Eine besonders enge musikalische Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Dirigenten Sir Roger Norrington, David Afkham und Andrew Manze.

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet Francesco Piemontesi einen großen Teil seiner Arbeit der Kammermusik. Mit seinen ausgewogenen Kammermusik- und Rezitalprogrammen ist er in den großen Konzerthäusern (Amsterdam Concertgebouw, Rotterdam De Doelen, Carnegie Hall, Berliner Philharmonie, Tonhalle Zürich, Wiener Konzerthaus…) und bei Festivals weltweit zu hören. Er musiziert u.a. mit Kollegen wie dem Emerson-Quartett, mit Antoine Tamestit und Jörg Widmann (in Trioformation), Renaud und Gautier Capuçon, Clemens Hagen, Angelika Kirchschlager und Daniel Müller-Schott.
Zu Beginn der Spielzeit 2018/2019 startet er einen Schubertzyklus in der Londoner Wigmore Hall und bei der Schubertiade.

Francesco Piemontesi legte bereits mehrere viel gelobte CD-Einspielungen vor. Daneben sind drei Aufnahmen beim Label Naïve Classique mit Klavierwerken von Mozart, Schumann und Dvoraks Klavierkonzert op. 33 veröffentlicht. Zuletzt erschien seine hochgelobte Einspielung der Liszts Années de pèlerinage kombiniert mit einer Dokumentation des französischen Filmemachers Bruno Monsaingeon bei Orfeo.

Highlights der Saison 2018/2019 sind die Debüts mit dem Boston Symphony Orchestra, dem National Symphony Orchestra und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, sowie erneute Konzerte mit dem Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, den Royal Stockholm Philharmonics, der NDR Radiophilharmonie, dem Scottish Chamber Orchestra und dem Orchestre Philharmonique de Radio France.

In Locarno geboren, studierte Piemontesi zunächst bei Arie Vardi, später dann bei Alfred Brendel, Murray Perahia, Cécile Ousset und Alexis Weissenberg. Als Preisträger mehrerer renommierter Wettbewerbe erarbeitete er sich internationales Ansehen und wurde unter anderem in 2009 zum „BBC New Generation Artist“ gekürt.

Die „Settimane Musicali di Ascona“ beriefen ihn im Jahr 2012 zum künstlerischen Leiter des Festivals, das er seither alljährlich mit seinem vollen Engagement und seiner Expertise betreut.

Saison 2018/2019 | Foto Julien Mignot
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Jean-Paul Gasparian, 1995 in Paris geboren, studierte am Paris National Conservatoire unter Olivier Gardon, Jacques Rouvier, Michel Beroff, Laurent Cabasso, Claire Désert und Michel Dalberto. Gasparian hat an internationalen Klavier-Meisterkursen von Pavel Gililov, Elisso Virsaladze und Tatiana Zelikman teilgenommen, wurde für die Verbier Academy 2014 ausgewählt und ist Preisträger der Akademie Salzburg 2010. Im Juni 2018 absolvierte er sein Künstlerdiplom unter Prof. Vanessa Latarche am Royal College of Music in London.

Er ist Gewinner des 2. Preises (bei Nichtvergabe des 1. Preises) des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen 2014 und Preisträger vieler anderer Wettbewerbe inkl. der José Iturbi Competition 2015, der Lyon International Competition 2013, der Hastings International Concerto Competition 2013, der Tel-Hai Concerto Competition 2012 und war Halbfinalist der Geza Anda Competition in 2015. Den Klavierpreis des Cziffra Foundation Prize gewann er in 2015, und den l’Or du Rhin Foundation Prize in 2016. Zudem erhielt er in 2013 den 1. Philosophiepreis des Concours Général des Lycéens de France (Französischer Nationalwettbewerb).

Jean-Paul Gasparian konzertierte mit Orchestern wie dem Orchestre National d’Ile-de-France, den Bremer Philharmonikern, dem Musikkollegium Winterthur, dem Orchestre de l’Opéra de Rouen, dem Orchestre de Normandie, dem Orchestre de la Garde Républicaine, dem Serbian Radio-Television Orchestra, dem Montenegro Symphonic Orchestra, dem Valencia Symphonic Orchestra u.a. und brachte mit seinen jungen Jahren mit beispielsweise Mozart, Beethoven, Chopin, Tchaikovsky, Rachmaninov und Gershwin bereits ein sehr breitgefächertes Repertoire auf die Bühne.

Gasparian war bei bedeutenden Festivals zu Gast, darunter das Festival Chopin de Bagatelle, Piano á Lyon, La Roque d’Anthéron, Nohant Festival Chopin, Radio-France de Montpellier, Lisztomanias, Printemps des Arts de Monte-Carlo. Er konzertierte in Spielstätten wie dem Salzburger Mozarteum, Tonhalle Zürich, Die Glocke Bremen, Belgrades Kolarac, dem Museum of Modern Art in Tel-Aviv, der Louis Vuitton Foundation, dem Maison de la Radio, dem Salle Cortot und dem Salle Gaveau in Paris.

Das „Classica“-Magazin zählt ihn zu einem der 10 vielversprechendsten jungen Pianisten seiner Generation. Auch das „Pianiste“-Magazin widmete ihm bereits ein ausführliches Portrait. Seine im Februar 2018 erschienene Debut CD mit russischem Programm um Rachmaninov, Scriabin und Prokofiev (Évidence Classics) wurde von der Presse hoch gelobt. Im Frühjahr 2019 ergänzt er seine Diskographie um eine CD mit Werken von Chopin.

Seit September 2016 ist Gasparian Artist-in-Residence bei der Singer-Polignac Stiftung, gemeinsam mit Shuichi Okada und Gauthier Broutin, mit denen er das Cantor Trio gegründet hat. Gasparian wird von der Safran Stiftung für Musik unterstützt und steht seit 2017 auch auf der Liste der Steinway-Künstler.

Saison 2018/2019 | Foto: Pierre-Anthony Allard
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Begonnen hat die Laufbahn von Martin Stadtfeld mit einem Klavier vom Räumungsverkauf. Schon mit sieben Jahren steht sein Berufswunsch fest: Konzertpianist. Früh erkundet er die Regeln und Geheimnisse von Kontrapunkt und Harmonielehre; als Jungstudent kommt er in Frankfurt in die Klasse von Lev Natochenny.

Es beginnt die Zeit, in der Stadtfeld bei Wettbewerben für Furore sorgt, er gewinnt Preise in Paris, in Bozen – und in Leipzig. Den dortigen Bach-Wettbewerb kann Martin Stadtfeld im Jahr 2002 als Sieger des ersten Preises für sich entscheiden.
Es ist diese eine Auszeichnung mit Symbol-Charakter. Denn die Musik von Johann Sebastian Bach ist für den Pianisten wie das Cape Canaveral der Musik. Von hier aus führen alle Wege in den Kosmos der Musikgeschichte. Kein Wunder also, dass Stadtfelds erste CD-Aufnahme wie eine Rakete zündet: Ausgerechnet mit einem der heikelsten Werke der gesamten Klavierliteratur, mit Bachs „Goldberg-Variationen“ beginnt der 22-jährige Pianist seine Aufnahme-Karriere. Wie einst Glenn Gould – noch dazu beim selben Label. Das Presse-Echo ist weltweit groß und inzwischen ist Martin Stadtfeld heimisch auf den berühmten Konzertpodien der Welt und Gast bei den großen Orchestern und Festivals.

Doch der Erfolg hat Martin Stadtfeld nicht in ein Korsett wachsen lassen, geschnürt von den Gesetzen des Marktes. Vielmehr hat er sich seine Unverkrampftheit bewahrt, ob beim Üben im heimischen Klavier-Studio mitten im Ruhrgebiet, bei der Zusammenstellung von beziehungsreichen Konzertprogrammen oder in der Kommunikation mit dem Publikum. „Musik wirkt sehr unmittelbar auf uns Menschen. Einfache Harmonien können in jedem von uns etwas auslösen. Daher steht Musik für Menschlichkeit, für universelle Gefühle wie Trost, Hoffnung – und sie steht auch für eine ständige Auseinandersetzung mit uns selbst.“

Von den Schätzen der Vergangenheit lernen, und Neues daraus schöpfen: Martin Stadtfelds erstes Werk, ein Zyklus der Auseinandersetzung mit Bachs Musik, ist nun auf CD erschienen.

Das Heranführen von Kindern und Jugendlichen an die klassische Musik ist für Martin Stadtfeld eine Herzensangelegenheit: „Die klassische Musik ist aus der Mitte der Gesellschaft an den Rand gedrängt worden. Wenn man Kinder befragt, was sie hören, so ist das ganz selbstverständlich Pop-Musik. Selbstverständlich deswegen, weil vielfach schon ihre Eltern und auch Großeltern in ihrem Leben nie etwas anderes als populäre Musik gehört haben. Eine Begegnung mit der Welt der klassischen Musik hat also nie stattgefunden.“
Zum Beethovenjahr wird er mit einem Kinderprogramm in die Schulen gehen, um Kinder und Jugendliche an die Relevanz des Werks Beethovens heranzuführen.

Saison 2018/2019 | Foto Henning Ross
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Der 1945 in Rumänien geborene Pianist begann im Alter von sechs Jahren seinen Klavierunterricht bei Lia Busuioceanu. Als 12-jähriger bestritt er sein öffentliches Debüt mit einem Programm aus eigenen Kompositionen. Er setzte seinen Unterricht bei Florica Muzicescu und Cella Delavranca in Rumänien fort, bevor er 1961 ein Stipendium für das Tschaikowski Konservatorium in Moskau gewann. Dort studierte er bei Galina Eghyazarova, Heinrich Neuhaus und später Stanislav Neuhaus. Radu Lupu gewann erste Preise bei drei bedeutenden Klavierwettbewerben: 1966 beim Van Cliburn-, 1967 beim Enescu- und 1969 beim Leeds-Wettbewerb.

Er ist regelmäßiger Gast bei wichtigen internationalen Orchestern wie dem Royal Concertgebouw, den Londoner Orchestern, den Wiener Philharmonikern und den Berliner Philharmonikern, mit denen er unter Herbert von Karajan 1978 bei den Salzburger Festspielen debütierte und diese acht Jahre später mit den Wiener Philharmonikern unter Riccardo Muti eröffnete. Auch in den USA ist Radu Lupu seit seinen ersten Konzerten mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Carlo Maria Giulini und dem Cleveland Orchestra unter Daniel Barenboim im Jahr 1972 ein viel gefragter Solist.

Seine Einspielungen bei Decca umfassen alle Beethoven Klavierkonzerte, Brahms’ 1. Klavierkonzert, die Klavierkonzerte von Grieg und Schumann, sämtliche Mozart-Sonaten für Violine und Klavier (mit Szymon Goldberg), Sonaten für Violine und Klavier von Debussy und Franck (mit Kyung Wha Chung) sowie Solowerke von Beethoven, Brahms, Schumann und Schubert. Zudem spielte er je zwei Aufnahmen mit Murray Perahia (CBS) und Barbara Hendricks (Schubert-Lieder, EMI) ein. Bei Teldec erschien eine CD mit Werken zu vier Händen von Schubert im Duo mit Daniel Barenboim. 1995 wurden seine Aufnahmen der Schubert-Sonaten A-Dur D 664 und B-Dur D 960 mit dem Grammy ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt Radu Lupu für seine Einspielung von Schumanns Kinderszenen, der Kreisleriana und der Humoreske op. 20 den Edison Award.

In der Vergangenheit war Radu Lupu u. a. mit folgenden Orchestern zu hören: dem London Symphony Orchestra unter Sir Colin Davis (zu dessen 85. Geburtstag), dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg (Emanuel Krivine), dem Santa Cecilia Orchestra (David Afkham), dem Chicago Symphony (Riccardo Muti), St. Louis Symphony (David Robertson), und Boston Symphony (Christoph von Dohnanyi) Orchestra, dem Orchestre de Paris (Thomas Hengelbrock), dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (Marek Janowski), und mit dem Mozart Orchestra Bologna (Claudio Abbado). Mit Klavierabenden gastierte Radu Lupu u.a. in Paris, Genf, Genua, Turin, in der New Yorker Carnegie Hall sowie in Vicenza, Aix-en-Provence und den Festivals in Brescia und Bergamo. Bereits zehnmal reiste Radu Lupu auf Tournee nach Japan und konzertiert dabei auch in Seoul/Südkorea.

2006 wurden ihm zwei Auszeichnungen verliehen: die „Premio Internazionale Arturo Benedetti Michelangeli“ und bereits zum zweiten Mal der „Abbiati“-Preis der italienischen Kritikervereinigung, den er bereits 1989 erhalten hatte.

Saison 2018/2019 | Foto Klaus Rudolph
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„Es gibt Pianisten, die mit Mozarts Klaviermusik nicht viel anfangen können. Und es gibt Interpreten wie den Wiener Till Fellner: Musiker, deren Klang- und Spielverständnis geradezu für Mozart geschaffen scheint. Schlank und leichtfüßig wirkt Fellners Anschlag, natürlich leuchtet sein Cantabile“

(Berliner Morgenpost, 7.12.2015 über Mozarts C-Dur Konzert mit den Berliner Philharmonikern).

Seit mehr als 20 Jahren ist der österreichische Pianist Till Fellner, dessen internationale Karriere 1993 mit dem 1. Preis beim renommierten Concours Clara Haskil in Vevey (Schweiz) begann, ein gefragter Gast bei den wichtigen Orchestern und in den großen Musikzentren Europas, der USA und Japans sowie bei zahlreichen bedeutenden Festivals.

In der Saison 2018/2019 wird Till Fellner seine Debüts beim Tonhalle Orchester Zürich, beim London Symphony Orchestra sowie beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks geben. Außerdem wird er beim Minnesota Orchestra, beim Montreal Symphony Orchestra sowie beim Kulangsu Piano Festival in China gastieren. Vergangene Saison konzertierte Till Fellner u. a. mit dem New York Philharmonic Orchestra, dem Chicago Sym-phony Orchestra, dem Mozarteumorchester Salzburg sowie dem Rotterdam Philhar-monic Orchestra.
Zu den Dirigenten, mit denen er bereits konzertierte, zählen u. a. Claudio Abbado, Vladimir Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Semyon Bychkov, Christoph von Dohnányi, Christoph Eschenbach, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Manfred Honeck, Sir Charles Mackerras, Sir Neville Marriner, Kurt Masur, Kent Nagano, Jonathan Nott, Kirill Petrenko, Claudius Traunfellner und Hans Zender.

Im Bereich der Kammermusik verbindet Till Fellner eine regelmäßige Zusammenarbeit mit dem britischen Tenor Mark Padmore. Mit ihm brachte er 2016 eine Komposition von Hans Zender zur Uraufführung. Im Februar 2017 absolvierten die beiden Musiker eine Japan-Tournee und in der Saison 2017/2018 gestalteten sie Liederabende u. a. in England, Salzburg und Wien. Ebenso konzertiert Till Fellner regelmäßig mit dem Belcea Quartett.
Im Frühjahr 2019 wird Till Fellner mit dem Cellisten Johannes Moser eine USA-Tournee unternehmen.

In den vergangenen Jahren widmete sich Till Fellner intensiv zwei Meilensteinen des Klavierrepertoires: dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach und den 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Zwischen 2008 und 2010 spielte er einen siebenteiligen Zyklus mit allen Beethoven-Sonaten in New York, Washington, Tokio, London, Paris und Wien. Till Fellner hat Werke von Kit Armstrong, Harrison Birtwistle, Thomas Larcher, Alexander Stankovski und Hans Zender uraufgeführt.

Beim Label ECM erschienen der 1. Band des Wohltemperierten Klaviers und die zwei- und dreistimmigen Inventionen von Bach, die Klavierkonzerte Nr. 4 und 5 von Beethoven mit dem Orchestre Symphonique de Montréal und Kent Nagano sowie Kammermusik von Harrison Birtwistle. Im Herbst 2016 kam eine Einspielung des Klavierquintetts von Brahms mit dem Belcea Quartett für Alpha Classics heraus, die mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet wurde und im November diesen Jahres erscheint die CD „Till Fellner in concert“ mit Liszts Années de pèlerinage und Beethovens Sonate Nr.32 op.111 bei ECM.

Saison 2018/2019 | Foto Gabriela Brandenstein
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Die Verbindung zwischen Poesie und Musik ist für Tzimon Barto als Pianist sowie auch in seinen schriftstellerischen Aktivitäten von höchster Bedeutung. Dies drückt sich auch in seinen musikalischen Interpretationen aus. Seine Sichtweise ist sehr persönlich und unkonventionell, überzeugt durch Konsequenz, exquisiten Klangsinn sowie faszinierenden Kontrasten und Differenzierungen. Eine farbige und breit gefächerte Ausdruckspalette von federleichten melodischen Linien bis zu ausdrucksstarken Akkordketten charakterisieren sein Spiel.

Als einer der führenden amerikanischen Pianisten, feierte Tzimon Barto seinen internationalen Durchbruch Mitte der 1980er Jahre, als er auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein sowie bei den Salzburger Festspielen auftrat. Seither ist Tzimon Barto mit beinahe allen international führenden Orchestern aufgetreten und gastiert regelmäßig bei den renommiertesten Festivals.

Highlights der vergangenen Spielzeiten waren seine Auftritte an der Scala Mailand sowie seine Brahms Klavierkonzerte in Hong Kong und Malmö neben vielen weiteren Konzerten in Europa und Asien. 2016/17 residerte er beim SWR Symphonieorchester, mit dem er auf einer äußerst erfolgreichen Spanien-Tour Ravels Klavierkonzert spielte. Außerdem stand Wolfgang Rihms zweites Klavierkonzert auf dem Programm, das Rihm Tzimon Barto gewidmet hat, und bei den Salzburger Festspielen 2014 gemeinsam mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Christoph Eschenbach uraufgeführt wurde. Auch diese Spielzeit ist Barto wieder in Deuschland und ganz Europa zu erleben.

Tzimon Bartos vielfältige Diskographie umfasst Alben mit Werken von u.a. Haydn, Rameau, Schubert, Tschaikowsky, Schumann und Brahms. Zu den letzten Einspielungen gehören die Goldberg Variationen in der Busoni-Fassung sowie Paganini Variationen von Liszt, Brahms, Lutosławski und Rachmaninoff. Das selten zu hörende Es-Dur Klavierkonzert von Hans Pfitzner spielte er 2013 mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann ein.

Tzimon Barto wuchs in Florida auf, wo er mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht von seiner Großmutter erhielt. An der Juilliard School in New York studierte er bei der berühmten Klavierdozentin Adele Marcus. Bereits in dieser Zeit gewann er gleich zwei Mal hintereinander den Gina Bachauer Wettbewerb.

Die Förderung zeitgenössischer Musik liegt Barto sehr am Herzen und so rief er 2006 einen internationalen Kompositionswettbewerb für Klavier solo – den „Barto Prize“ – ins Leben. Dieser wird alle zwei Jahre vergeben und das Gewinnerwerk in seinen Saisonprogrammen präsentiert.

Tzimon Barto spricht fünf Sprachen fließend, liest Altgriechisch, Latein sowie Hebräisch und lernt Mandarin. 2001 erschien sein erstes Buch „eine frau griechischer herkunft“, mit Neuauflage in 2008. Eine Bühnenversion wurde in Frankfurt und Wien aufgeführt. 2010 erschien die Novelle „Harold Flanders“.

Saison 2018/2019 | Foto: Eric Brissaud
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Ruth Killius versteht es wie kaum eine andere Künstlerin ihr Instrument zu nutzen um die umfangreiche Violaliteratur von Klassik bis Moderne zu Gehör zu bringen. Durch ihre Vielseitigkeit verleiht sie dem Instrument eine neue Geltung. Besonders durch ihr Interesse und Engagement für zeitgenössische Musik gelingt es ihr, die Viola als festen Bestandteil des musi-kalischen 21. Jahrhunderts zu etablieren.

Das Standardrepertoire für ihr Instrument erweitert Ruth Killius, die bei Ulrich Koch und Kim Kashkashian studierte, mit zeitgenössischer Musik. Sie wirkte in zahlreichen Uraufführungen mit, z.B. in Brian Ferneyhoughs Streichtrio mit Mitgliedern des Genfer Ensembles Contrechamps und in Elliott Carters Oboenquartett mit Heinz Holliger. Zudem diente sie Heinz Hollinger als Quelle der Inspiration für sein Doppelkonzert für Violine, Viola und kleines Orchester, das er im Auftrag der Salzburger Festspiele schrieb. Die Uraufführung des dem Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius gewidmeten Doppelkonzerts „That Subtle Knot“ von John Casken mit dem Royal Northern Sinfonia erhielt große Aufmerksamkeit.

Zusammen mit Thomas Zehetmair gründete Ruth Killius 1994 das Zehetmair Quartett, das inzwischen zu den führenden Streichquartetten weltweit gehört. Besonderen Erfolg erlangte die Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartók, die ebenfalls mit dem Diapason d’Or des Jahres ausgezeichnet wurde. Das jüngst veröffentlichte Album des Ensembles ist den Komponisten Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger gewidmet.

Für ECM hat Ruth Killius zusammen mit Heinz Holliger und Thomas Demenga eine CD mit Werken von Elliott Carter und Isang Yun aufgenommen. Die beim Label Glossa erschienene Aufnahme mit Mozarts „Sinfonia Concertante“ und dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brüggen gilt als Referenzaufnahme. Im April 2018 wurde bei NoMadMusic eine Einspielung aller Hindemith Sonaten für Viola veröffentlicht und Anfang 2019 soll die Einspielung von Bartóks Violakonzert und Caskens Doppelkonzert mit dem Royal Northern Sinfonia beim Label ECM erscheinen.

Im Duo mit Thomas Zehetmair ist Ruth Killius in zahlreichen Musikzentren zu hören. Bei ECM erschien im März 2011 das Album „Manto and Madrigals“, inspiriert von Scelsis „Manto“ für einen singenden Viola-Spieler mit Werken u.a. von Bartók, Holliger und Martinů.

 

Saison 2018/2019 | Foto Keith Pattison
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke

Als einer der eindrucksvollsten Cellisten seiner Generation steht bei Poltéras Spiel allein die Musik im Vordergrund: Ohne große Gesten zeigt er das Essentielle eines Werkes. Dabei ist seine ganz individuelle Klangfarbe prägend für seine Interpretationen, die er epochen- und stilspezifisch meisterlich anzupassen weiß.

Bereits in jungen Jahren entschied sich der Schweizer Christian Poltéra für das Cello. Er begann seine Studien bei Nancy Chumachenco und setzte diese dann bei Boris Pergamenschikov und Heinrich Schiff in Salzburg und Wien fort. 2004 wurde er mit dem Borletti-Buitoni Preis ausgezeichnet und als „BBC New Generation Artist“ gekürt. Als „Rising Star“ konnte er sich in der Saison zwei Jahre später in allen großen europäischen Konzerthallen dem Publikum präsentieren.

Einladungen renommierter Orchester führen ihn durch die ganze Welt. So gastierte er u.a. bei dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Los Angeles und Oslo Philharmonic Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, den Bamberger Symphonikern, dem Orchestre de Paris, dem Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, den Münchner Philharmonikern, dem Santa Cecilia Orchestra Rom, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und dem Tonhalle-Orchester Zürich. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult gehören Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Bernard Haitink, John Eliot Gardiner, Paavo Järvi und Andris Nelsons.

Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet sich Christian Poltéra mit Hingabe der Kammermusik. Die Konzerte des Trios Zimmermann – zusammen mit Frank Peter Zimmermann (Violine) und Antoine Tamestit (Viola) – sind ein fester Bestandteil der inter-nationalen Konzerthäuser. Eine Reihe von CDs (Mozart, Beethoven, Hindemith, Schönberg) belegen das einmalige Zusammenspiel dieses unübertroffenen Streichtrios. Darüber hinaus spielt er mit Kollegen wie Mitsuko Uchida, Christian Tetzlaff, Gidon Kremer, Lars Vogt, Leif Ove Andsnes, Ronald Brautigam, Kathryn Stott und dem Artemis-, Belcea-, Auryn- und Zehetmair Quartett. Immer wieder wecken neue Projekte sein Interesse.

Auch bei den bedeutenden internationalen Festivals wie Salzburg, Luzern, Edinburgh, Berlin, Wien, Schleswig-Holstein und London ist er regelmäßig zu hören.

Christian Poltéras hochgelobte Aufnahmen spiegeln sein vielseitiges und umfangreiches Repertoire wieder. Zu den zahlreich ausgezeichneten CD Einspielungen (u.a. BBC Music Award, Gramophone Choice, Diapson D‘Or de l‘année) gehören die Cellokonzerte von Dvorak, Walton, Ligeti, Barber, Dutilleux, Lutoslawski, Honegger, Hindemith und Martin sowie die Sonaten von Mendelssohn, Fauré und Saint-Saens. Zuletzt erschien 2017 bei BIS ein Album mit Schostakowitsch und Martinus Cellokonzert Nr. 2, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und Gilbert Varga.

Seit 2013 ist Christian Poltéra künstlerischer Leiter der Kammermusiktage in der Bergkirche Büsingen. Zudem ist er Dozent an der Hochschule Luzern und gibt regelmäßig Meisterkurse.

Er spielt das berühmte und legendäre Violoncello Mara 1711 aus der Werkstatt von Antonio Stradivari.

 

Saison 2018/2019 | Foto Neda Navaee
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

Als bisher einziger deutscher Musiker wurde Gustav Rivinius mit dem 1. Preis und der Goldmedaille des Internationalen Tschai-kowsky Wettbewerbs 1990 ausgezeichnet.Der damals 24jährige Cellist erhielt zudem den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Tschaikowsky-Werkes aller Teilnehmer.Seither konzertiert er auf der ganzen Welt mit führenden Musikern, Orchestern und Dirigenten.

Höhepunkte seiner bisherigen Karriere sind die Aufführungen mit dem Sinfonieorchester des BR unter Lorin Maazel, Ingo Metzmacher sowie Hans Zender. Zur Wiedereröffnung des Goldenen Saals der Prager Burg spielte Gustav Rivinius das Dvorak Konzert mit der Tschechischen Philharmonie unter der Leitung von Vaclav Neumann und zum 50-jährigen Bestehen der Bamberger Symphoniker, wo er mehrere Male als Solist zu Gast war.

In den USA war Gustav Rivinius bereits Gast beim Pittsburgh Symphony Orchestra, bei den Orchestern von Saint-Louis, Cincinnati, Washington D.C. und dem Houston Symphony. In Tokio spielte er mit den Moskauer Philharmonikern, in Seoul mit dem KBS Symphony Orchestra und in Beijing mit dem National Ballett Orchestra. Dabei arbeitete er zusammen mit Dirigenten wie Marek Janowski, Christoph Eschenbach und Dmitri Kitajenko. Gustav Rivinius konzertierte mit den Orchestern von Lissabon, Toulouse, Lyon, dem Helsinki Philharmonic und dem Swedish Radio Orchestra unter Valery Gergiev, sowie in Luzern mit dem Tonhalle Orchester Zürich unter David Zinman. In Deutschland trat er bereits mit allen Rundfunksinfonieorchestern, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Konzerthaus Orchester Berlin und dem Leipziger Gewandhaus auf.

Neben dem solistischen Auftreten widmet sich Gustav Rivinius der Kammermusik. Regelmäßig musiziert er mit seinen Brüdern im Rivinius Klavier Quartett, sowie in Recitals mit seinem Bruder Paul am Klavier. Beim Heimbach Festival „Spannungen“ gehört er zum festen Musikerkreis. Er ist dort u. a. mit seinen musikalischen Freunden Lars Vogt, Christian Tetzlaff, Antje Weithaas, Isabelle Faust und Sharon Kam jedes Jahr zu hören, auch auf den zahlreichen CD-Mitschnitten des Festivals. Diese Saison wird er im Quintett mit u.a. Sharon Kam die Kammermusikserie des Dvořák-Festivals in Prag eröffnen.

Er gründete das Trio Gasparo da Salò, das Bartholdy Streichquintett und das Tammuz Piano Quartet, mit welchem er die beiden Klavierquartette von George Enescu für cpo einspielte. Auf CD erschienen außerdem das Cellokonzert von Ermanno Wolf-Ferrari bei cpo mit dem Sinfonieorchester des HR unter Alan Francis und von H.W. Henze die „Ode an den Westwind“ mit dem RSO Saarbrücken unter Stanislaw Skrowaczewski (Arte Nova). Mit Sharon Kam und Martin Helmchen spielte der das Brahms Klarinettentrio für Berlin Classics ein.

Gustav Rivinius unterrichtet seit vielen Jahren als Professor an der Hochschule für Musik Saar. Er ist Mitbegründer der Kammermusiktage Mettlach und beeinflusst damit seit über 30 Jahren die musikalische Landschaft in seinem heimatlichen Saarland. Er gibt jährlich Meisterkurse, z.B. beim Schleswig-Holstein Musik Festival und ist regelmäßig Juror bedeutender Musikwettbewerbe wie z.B. 2011 beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau.

Saison 2018/2019 | Foto: Jean M. Laffitau
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

Mit Musik kann man sagen, was anders nicht auszu-drücken ist. Musik macht Unfassbares greifbar und berührt auf besondere Art und Weise. Pablo Barragán ist fasziniert von dieser Art der Kommunikation und schafft es meisterhaft bereits mit der ersten Note die Verbindung zu seinem Publikum herzustellen. Sein Spiel ist differenziert, elegant und perfekt nuanciert. Er möchte Geschichten erzählen, Emotionen vermitteln und für jedes Werk eine eigene Farbpalette kreieren.

Die Kunst ist ihm hierfür eine vielfältige Inspirations-quelle. Er liebt es Galerien und Museen zu besuchen; die Eindrücke bei einem guten Kaffee wirken zu lassen oder mit Freunden zu diskutieren. Bereits in seiner Kindheit ermunterte ihn seine Mutter, immer wieder Neues aus-zuprobieren, sodass er mit dem Gefühl von Kreativität und Freiheit aufwuchs. Er begann mit vier Jahren das Klavierspiel und fand dann über das Sopransaxophon zu „seinem“ Instrument: Der Klarinette.

Sein musikalischer Weg führte Barragán über Jugendorchester und Kammermusikensembles zum Musikstudium am Conservatorio in Sevilla bei Antonio Salguero bevor er zur Barenboim-Said Foundation in Berlin zu Matthias Glander wechselte. Daneben war er Mitglied des West-Eastern-Divan Orchestras, unter der Leitung von Maestro Daniel Barenboim. 2009 ging er als Stipendiat der Fundación Caja Madrid an die Musikakademie Basel, wo er in der Meisterklasse von François Benda studierte. Auch in den Meisterkursen von Martin Fröst, Charles Niedich und Dimitri Ashkenazy erhielt er neue Impulse.

Die Entwicklung Barragáns vom jungen Talent zum anerkannten Musiker drückt sich u.a. durch seine Auszeichnung mit dem Prix Credit Suisse Jeunes Solistes 2013 und die Einladung des Lucerne Festivals im selben Jahr aus. Sein Solodebüt beim Festival wurde dann auch live vom RTS übertragen und anschließend von der Credit Suisse Foundation als CD produziert.

Begleitet wurde diese Entwicklung durch verschiedene Preise bei internationalen Wettbe-werben, bspw. dem ARD Musikwettbewerb 2012, dem Juventudes Musicales de España 2011 oder dem European Music Competition for Youth 2011 (EMCY).

Pablo Barragáns Neugierde lässt ihn immer wieder neue Perspektiven auf die Musik entdecken und er zeigte als Solist bereits mit Orchestern wie dem Sinfonieorchester Basel, den Ham-burger Symphonikern, Orquesta de Radio Television Española, Slowakischen Kammerorchester oder dem Malaga Philharmonic Orchestra unter Dirigenten wie Clemens Schuldt, Adrian Pravaba oder Gabriel Feltz seinen unendlichen Facettenreichtum.

Die Intimität von Kammermusik wiederum eröffnet ganz neue Ansichten, Emotionen und Farben, die den jungen Musiker prägen. Das gemeinsame Musizieren mit bspw. dem Goldmund Quartett, Maki Wiederkehr oder Viviane Hagner bei Festivals wie dem Martha Argerich Fesitval, Lucerne Festival, Menuhin Festival Gstaad, Schleswig-Holstein Musik Festival, Young Euroclassics Berlin oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern sind für ihn daher genauso von Bedeutung wie seine Solokonzerte.

Eine dieser freundschaftlichen Kollaborationen hat auch zur Veröffentlichung seiner Debüt-CD gemeinsam mit Juan Pérez Floristán (Klavier) und Andrei Ioniţă (Violoncello) geführt: Im Frühjahr 2018 erschien das vielfach gelobte Album mit Klarinettentrios und Sonaten von Brahms beim spanischen Label IBS.

Pablo Barragán vertritt als Künstler D’Addario, Silverstein und Buffet-Crampon. Er engagiert sich in seiner Heimat Spanien mit Meisterkursen in der Nachwuchsförderung.

Saison 2018/2019 | Foto: Nikolaj Lund
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke.

Der 1993 geborene Marc Gruber entdeckte das Horn bereits im Alter von 4 Jahren für sich. 20 Jahre später steht er für brillante, zeitlose Interpretationen.

Der Hornist gewann 2016 den 2. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD und wurde zudem mit dem Brüder-Busch-Sonderpreis und dem Publikumspreis ausgezeichnet. 2013 ernannte ihn die renommierte Mozart Gesellschaft Dortmund als Stipendiat. Daneben ist er Preisträger der Lions European Music Competition, des Süddeutschen Kammermusikwettbewerbs und war 2010 Stipendiat der Internationalen Musikakademie Frankfurt. Als erster Blechbläser überhaupt erhielt er den Förderpreis Debut um elf.

Solistisch begeisterte er bereits mit Orchestern wie bspw. dem Sinfonieorchester des bayerischen Rundfunks, dem Radiosinfonieorchester Prag, den Düsseldorfer Symphonikern und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. Mit ebendiesem Orchester brachte er 2014 auch seine Debut-CD mit der Sinfonia Concertante von Wolfgang Amadeus Mozart für vier Solobläser und Orchester heraus.
Kürzlich debütierte Marc Gruber auch im Rahmen des Debüt im Deutschlandfunk Kultur mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin unter Antonio Mendez und Glières Hornkonzert.

Mit seinen 25 Jahren ist Marc Gruber seit April 2016 Solohornist des hr-Sinfonieorchesters. Zuvor war er 2014-2016 in derselben Position als bisher jüngster Solohornist beim Bonner Beethovenorchester. Mit Orchestern wie der Jungen Deutschen Philharmonie und dem European Union Youth Orchestra war er bereits auf umfassenden Tourneen durch China, Japan, Korea und ganz Europa.

Gruber ist festes Mitglied des Monet-Bläserquintetts, welches vom Deutschen Musikwettbewerb 2016 als Stipendiat gefördert und mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde. 2017 war das Quintett Preisträger bei der Lyon International Chamber Music Competition und gastiert seitdem in ganz Deutschland und Europa. Als Kammermusik-Partner ist Marc Gruber zudem mit namhaften Ensembles und Solisten wie dem Schumann-Quartett, dem Linos Ensemble, dem Mannheimer Streichquartett und dem hr-Brass im Rahmen nationaler und internationaler Festivals aufgetreten.

Marc Gruber war Jungstudent bei Prof. Joachim Pöltl in Düsseldorf und setzte dann sein Studium bei Prof. Paul van Zelm in Köln fort. Weitere Impulse erhielt er von Hermann Baumann, Erich Penzel, Prof. Christian Lampert und Froydis Ree Wekre.

Saison 2018/2019 | Foto: Philippe Schwarz
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

„Die wahrhaft königliche Marie-Luise Neunecker spielt Horn mit einer melodischen Grazie und mühelosen, beweglichen Bögen, von denen andere Hornisten nur träumen können“ schrieb die Berliner Morgenpost.

Die für ihre außergewöhnliche Virtuosität hochgelobte Hornistin blickt auf eine weltweit erfolgreiche Karriere. Als Solistin und Kammermusikerin ist sie äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

Während ihrer Tätigkeit als Solohornistin der Bamberger Symphoniker und des RSO Frankfurt von 1979 bis 1989 machte sie als Preisträgerin mehrerer renommierter internationaler Wettbewerbe auf sich mehrerer mehrerer internationaler Wettbewerbe auf sich aufmerksam, so etwa beim Deutschen Musik Wettbewerb in Bonn (1982), beim Internationalen ARD Wettbewerb in München (1983) und beim Concert Artists Guild Wettbewerb in New York (1986). Heute tritt sie weltweit in den bedeutendsten Konzertsälen auf. 2013 wurde sie mit dem renommierten Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern wie z. B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR, HR, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Mit Partnern wie Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, András Schiff, Pierre-Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie dem Zehetmair Quartett ist sie regelmäßig zu hören.

Als Solistin und Kammermusikerin erhält Marie-Luise Neunecker regelmäßig Einladungen zu den großen, bedeutenden Festivals. Sie gastiert bei den Salzburger Festspielen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Aldeburgh Festival, dem Rheingau Musik Festival, dem Marlboro Music Festival, dem Risör Festival sowie bei den Wiener Festwochen.

György Ligeti schrieb für Marie-Luise Neunecker sein Hornkonzert „Hamburgisches Konzert“, das sie im Januar 2001 zur Uraufführung brachte. Seitdem hat sie das ihr zugeeignete Konzert in mehreren Ländern aufgeführt, wie zuletzt mit dem Aurora Orchestra in London. Für die Ligeti Edition bei Warner Classics spielte sie das Werk mit dem Asko Ensemble und Reinberg de Leeuw ein.
Mit zahlreichen Schallplattenaufnahmen, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik und einer Grammy-Nominierung ausgezeichnet wurden, hat die Hornistin nicht nur ihren außergewöhnlichen Rang und ihre Vielfältigkeit dokumentiert, sondern auch erheblich zur größeren Bekanntheit der Hornliteratur verschiedenster Epochen beigetragen. Die Strauss Hornkonzerte spielte sie mit den Bamberger Symphonikern unter Ingo Metzmacher, die Britten Hornserenade mit dem Tenor Ian Bostridge ein. Außerdem veröffentlichte sie eine Einspielung des Hindemith Konzerts sowie eine CD mit Hornkonzerten russischer Komponisten wie Reinhold Glière, Alexander Glazunov und Vissarion Shebalin. Als Kammermusikerin legte sie unter anderem eine Aufnahme der Brahms Horn Trios mit Frank Peter Zimmermann und Wolfgang Sawallisch vor, eine CD mit Werken von Othmar Schoeck, Charles und Ethel Smyth und zuletzt, mit Lars Vogt am Klavier, eine Aufnahme mit Werken von Hindemith, Kirchner, Brahms Beethoven und Schumann.

Marie-Luise Neunecker ist Professorin für Horn an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und reist für Meisterkurse bis nach China.

Saison 2018/2019 | Foto: Janne Saksala
Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH


Eckart Heiligers, Klavier
Ulf Schneider, Violine
Martin Löhr, Violoncello

Seit mehr als 2 Jahrzehnten besteht das Trio Jean Paul in unveränderter Besetzung und gehört auch heute noch zu den gefragtesten und erfolgreichsten Kammermusikensembles. Sein Publikum lässt sich weltweit von der hohen Ensemblekultur, feinfühligen Klangästhetik und stilsicheren Musikalität der drei Musiker verzaubern.

Ihre gemeinsame Karriere startete mit ersten Preisen bei Wettbewerben in Melbourne und Osaka sowie beim Deutschen Musikwettbewerb. Auch der Name war rasch gefunden: Jean Paul, Lieblingsdichter von Robert Schumann, dessen Werke dem Trio besonders am Herzen liegen. Der Dichter als Namenspatron verrät auch, worauf es den Musikern besonders ankommt: die Sprachähnlichkeit von Musik herauszuarbeiten und für das Publikum hörbar zu machen.
Engagements führen das Ensemble regelmäßig in die bedeutenden Konzertsälen der Welt wie z.B. ins Wiener Konzerthaus, die Berliner Philharmonie, den Palais des Beaux Arts Brüssel oder die Wigmore Hall in London. Auf ausgedehnten Tourneen treten sie u.a. in den USA, Kanada, Spanien, Italien, in den Niederlande, der Schweiz und Österreich auf.

Ein Schwerpunkt der Arbeit des Ensembles ist die Aufführung von zeitgenössischem Repertoire, wozu auch zahlreiche Uraufführungen namhafter Komponisten zählen. Wolfgang Rihm widmete dem Trio sein „Trio Concerto“, welches das Trio 2014 in der Berliner Philharmonie mit dem WDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Jukka-Pekka Saraste uraufführte. Weitere Aufführungen mit dem Dallas Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich und der NDR Radiophilharmonie Hannover folgten.

Zahlreiche CD-Produktionen des Trios wurden mit Preisen ausgezeichnet: Die Aufnahme von Brahms Trio in H-Dur und Schönbergs „Verklärte Nacht“ mit dem „Preis der Deutschen Schallplattenkritik“, die Einspielung der beiden Mendelssohn Trios 2009 und der Schubert Trios 2012 bei CAvi-Music mit dem „Supersonic-Award“. 2015 erschien ihre CD mit Klaviertrios von Joseph Haydn (ebenfalls bei CAvi-Music). Zuletzt begeisterte das Trio mit einer Aufnahme von Brahms Streichsextetten in der Bearbeitung des Brahms-Freund Theodor Kirchner für Klaviertrio.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Homepage www.triojeanpaul.de.


Kurzbiografien


Eckart Heiligers, Klavier

studierte bei Karl-Heinz Kämmerling in Hannover und Leon Fleisher in Baltimore (USA). Bereits früh wurden seine Leistungen durch zahlreiche Stipendien ausgezeichnet. Dazu gehören die Studienstiftung des Deutschen Volkes, der DAAD, der Deutscher Musikwettbewerb und ein France Graage Performance Scholarship. Eckart Heiligers war Preisträger vieler internationaler Wettbewerbe u.a. in Vercelli, Athen, Salt Lake City und Oslo. Seine Konzerttätigkeit ist enorm vielseitig. Regelmäßig tritt er als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter auf. Außerdem unterrichtet er als Professor für Klavier und Kammermusik an der Zürcher Hochschule der Künste. Meisterkurse im In- und Ausland und die Tätigkeit als Juror bei internationalen Musikwettbewerben ergänzen seine Aktivitäten.

Ulf Schneider, Violine
studierte in Hannover, New York und Berlin bei Jens Ellermann, Masao Kawasaki, Felix Galimir und Thomas Zehetmair. Während seiner Studienzeit gewann er zahlreiche Preise und Stipendien und war für mehrere Jahre Mitglied des Zehetmair-Quartetts. Heute konzertiert er international solistisch sowie in verschiedenen kammermusikalischen Formationen vom Duo bis zum Quintett.
Die Aufnahmen seiner Ensembles, von der Fachpresse hochgelobt und ausgezeichnet, sind bei den Labels Ars Musici, Membran, CAvi und ECM erschienen.Ulf Schneider spielt ein Instrument von Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahre 1725 – eine großzügige Leihgabe eines privaten Sammlers aus Deutschland, vermittelt durch die Violin Assets GmbH.

Martin Löhr, Violoncello
absolvierte sein Studium bei Wolfgang Mehlhorn in Hamburg, bei Zara Nelsova an der Juilliard School in New York und bei Wolfgang Boettcher an der Universität der Künste in Berlin. Auch er ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, außerdem erhielt er ein Masefield Stipendium, war in der Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ und bekam den Förderpreis der Mozartgesellschaft Wiesbaden. 1995 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Cellowettbewerb „Jeunesses Musicales“ in Belgrad.
Martin Löhr ist Solocellist der Berliner Philharmoniker, unterrichtet an der Herbert-von-Karajan-Akademie und ist regelmäßiger Dozent bei Meisterkursen im In- und Ausland. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit beinhaltet neben Orchesterkonzerten auch Soloauftritte und Kammermusik in unterschiedlichen Formationen.

Saison 2018/2019 | Foto: Irène Zandel  
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit der Künstlersekretariat Schoerke GmbH.

 

Thomas Zehetmair, Violine
Ruth Killius, Viola

Das Duo Thomas Zehetmair und Ruth Killius hat sich nicht zuletzt aufgrund ihres vielseitigen Repertoires bereits in nationalen und internationalen Konzerthäusern einen Namen gemacht. Zur Aufführung bringt das Duo Meisterwerke des Repertoires für die beiden Streichinstrumente, die aufgrund der Besetzung nur selten in Konzertprogrammen auftauchen, und kombiniert sie mit Transkriptionen von Kompositionen für andere Instrumente.
Thomas Zehetmair und Ruth Killius sind Gründungsmitglieder des Zehetmair Quartetts, welches 2014 für seine herausragenden musikalischen Fähigkeiten mit dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau ausgezeichnet wurde. Neben ihren kammermusikalischen Aktivitäten sind beide Musiker solistisch auf bedeutenden Konzertpodien der Welt zu Gast.
Durch ihr erfahrenes Zusammenspiel sind Zehetmair und Killius stark geprägt und ihr Spiel in ganz besonderer Weise geschliffen sowie aufeinander abgestimmt. Die hochmusikalische Spielweise der beiden ist auf zahlreichen Einspielungen zu hören. Besondere Beachtung fand unter anderem das Album „Manto and Madrigals“, inspiriert von Scelsis „Manto“ für einen singenden Viola-Spieler mit Werken u.a. von Bartók, Holliger und Martinů. Die Aufnahme erschien 2011 bei ECM.
Im Sommer 2016 war das Duo unter anderem beim renommierten Aldeburgh Festival zu Gast. Das Programm mit Werken von Martinů, Bartók und Skalkottas bot dem Publikum ein Klangerlebnis von höchster Qualität und abwechslungsreicher Vielfalt.

 

Saison 2017/2018 | Foto Christopher Trebble ECM Records
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Absprache mit dem Künstlersekretariat Schoerke

 

 

Thomas Zehetmair, Violine
Kuba Jakowicz, Violine
Ruth Killius, Viola
Christian Elliott, Violoncello

Das Zehetmair Quartett, das 1994 vom Österreichischen Dirigent und Violinist Thomas Zehetmair gegründet wurde, gehört zweifelsfrei zu den bemerkenswertesten Streichquartetten weltweit. Hoch geachtet wird das Zehetmair Quartett für seine durchdachten, einzigartigen Interpretationen, die sich durch Klarheit und Kompromisslosigkeit auszeichnen. Dabei spielen die vier Virtuosen auf höchstem technischem Niveau und finden in ihrer Musik zu einer Klarheit, die gepaart mit ihrer enormen Ausdrucksstärke so schnell keine Nachahmer findet. Neben dem gängigen Repertoire überzeugt das Quartett auch durch sein fantastisches Verständnis für zeitgenössische Musik.

 

Zu den besonderen künstlerischen Herausforderungen gehörten in der Vergangenheit u.a. die zyklische Aufführung aller Streichquartette von Robert Schumann in der Londoner Wigmore Hall und die Uraufführung des Streichquartetts Nr. 2 von Heinz Holliger – ein Auftragswerk der Köln Musik GmbH für das Zehetmair Quartett. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Elliott Carter 2009 konzertierte das Zehetmair Quartett mit großem Erfolg in New York.

 

Für die Einspielung von Bartóks 4. und Hartmanns 1. Streichquartett sowie des 1. und 3. Streichquartetts von Schumann bei ECM erhielt das Zehetmair Quartett Auszeichnungen wie den Diapason d’Or des Jahres, den Gramophone Award (Record of the Year), den Edison- und den Klara-Preis für die beste internationale Produktion des Jahres.

Eine Aufnahme mit den Streichquartetten Nr. 4 von Hindemith und Nr. 5 von Bartók wurde in den Medien als Referenzaufnahme besprochen und erhielt den Diapason d’Or des Jahres. Das jüngst veröffentlichte Album des Ensembles ist Beethoven, Bruckner, Hartmann und Holliger gewidmet.

 

Im November 2014 wurde das Zehetmair Quartett mit dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau für seine herausragenden musikalischen Fähigkeiten und Verdienste um den Komponisten ausgezeichnet.

 

Saison 2017/2018 | Foto Keith Pattison
Änderungen bzw. Kürzungen bedürfen der Abstimmung mit dem Künstlersekretariat Schoerke