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Tzimon Barto

In diesem nur wenige Minuten dauernden Stück war dann auch seine ganze Meisterschaft komprimiert „in a nuthshell“ zu bestaunen. Gekonnte Phrasierung, punktgenaue Akzentuierung, Mut zur Eigenständigkeit. Eben diese Meisterschaft spielte er auch beim Klavierkonzert von Rachmaninow voll aus. Vom ersten Anschlag an beeindruckte Barto sowohl mit erhöhter Einfühlsamkeit als auch mit präziser Wucht.

Die Verbindung zwischen Poesie und Musik ist für Tzimon Barto als Pianisten sowie auch in seinen schriftstellerischen Aktivitäten von höchster Bedeutung. Seine musikalischen Interpretationen sind sehr persönlich und unkonventionell. Sie überzeugen durch Konsequenz, exquisiten Klangsinn sowie faszinierende Kontraste und Differenzierungen. Dabei steht immer die Idee des Werkes im Vordergrund. Eine farbige und breit gefächerte Ausdruckspalette von federleichten, melodischen Linien bis hin zu ausdrucksstarken Akkordketten charakterisiert sein Spiel.

Als einer der führenden amerikanischen Pianisten, feierte Tzimon Barto seinen internationalen Durchbruch Mitte der 1980er Jahre, als er auf Einladung Herbert von Karajans im Wiener Musikverein sowie bei den Salzburger Festspielen auftrat. Seither ist Tzimon Barto mit beinahe allen international führenden Orchestern aufgetreten und gastierte bei den renommiertesten Festivals. 2016/17 residierte er beim SWR Symphonieorchester, mit dem er u.a. auf einer äußerst erfolgreichen Spanien-Tour Ravels Klavierkonzert spielte. Im Rahmen des Présences Festivals 2019 in Paris trat Tzimon Barto mit dem Orchestre National de France und Rihms 2. Klavierkonzert auf. Das Konzert ist ihm gewidmet und wurde nach seiner Uraufführung 2014 bei den Salzburger Festspielen mit dem Gustav Mahler Jugendorchester unter Christoph Eschenbach in vielen Musikmetropolen, wie bspw. Berlin, München, Hamburg, Dresden, Köln, Stockholm und Washington präsentiert. Im September 2025 spielte Barto in Norköpping und beim Musikfest Berlin Bernsteins Age of Anxiety.

Tzimon Bartos vielfältige Diskographie umfasst Alben mit Werken von u.a. Haydn, Rameau, Schubert, Tschaikowski, R. Schumann und Brahms. Zu den letzten Einspielungen gehören Ives Klaviersonate Nr. 2 Concord, die Goldberg-Variationen in der Busoni-Fassung, beide Bände des Wohltemperierten Klaviers sowie die Paganini Variationen von Liszt, Brahms, Lutosławski und Rachmaninow. Das selten zu hörende Es-Dur Klavierkonzert von Hans Pfitzner spielte er 2013 mit der Staatskapelle Dresden unter Christian Thielemann ein. Im Herbst 2024 wurden bei Capriccio alle drei Bartók Klavierkonzert mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Christoph Eschenbach veröffentlicht.

Tzimon Barto wuchs in Florida auf, wo er mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht von seiner Großmutter erhielt. An der Juilliard School in New York studierte er bei der berühmten Klavierdozentin Adele Marcus. Bereits in dieser Zeit gewann er gleich zwei Mal hintereinander den Gina Bachauer Wettbewerb.

Zur Förderung zeitgenössischer Musik verlieh Tzimon Barto zwischen 2006 und 2016 im Rahmen eines internationalen Kompositionswettbewerbes für Klavier solo den Barto Prize. Dessen Gewinnerwerke präsentierte er regelmäßig in seinen Rezitalen.

Tzimon Barto spricht fünf Sprachen fließend, liest Altgriechisch, Latein sowie Hebräisch und lernt Mandarin. 2001 erschien sein erstes Buch eine frau griechischer herkunft, mit Neuauflage im Jahre 2008. Eine Bühnenversion wurde in Frankfurt und Wien aufgeführt. 2010 erschien die Novelle Harold Flanders.


Saison 2026/2027Foto: Nancy HorowitzZitat: Kronen Zeitung Tirol, 24. Juni 2026

Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

  • Eva Wagner
    Managing Director
  • Justine Stemmelin
    Assistant Artist Manager