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Maurice Steger

Haydn, weil unterschätzt, „können“ nur die wenigsten. Maurice Steger konnte. Haydns „Witz“ (im Sinne von geistreich, raffiniert, ja aufklärerisch) war in den besten Händen.

Steger wird als "Paganini" und "Hexenmeister der Blockflöte" sowie "The world’s leading recorder player" betitelt. Um solch hohen Erwartungen, auch als Dirigent, gerecht zu werden, bedarf es nicht nur Stegers erstaunenswerter Technik, sondern auch Charisma, Intellekt und eines ganz besonderen Feingefühls für die Musik. All dies zeigt Steger seinem Publikum und begeistert mit intensiver Tongebung und unendlichen Energie in verschiedensten Konzertformaten auf der ganzen Welt.

Regelmäßig kann man ihn als Solist, Dirigent oder auch in Doppelfunktion sowohl mit den tonangebenden Originalklangensembles wie der Akademie für Alte Musik Berlin, La Cetra Barockorchester Basel, Venice Baroque Orchestra, The English Concert, Il Pomo D’Oro oder I Barocchisti, als auch mit modernen Orchestern, wie u.a. dem Zürcher Kammerorchester, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt, der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, dem Münchener Kammerorchester, der NDR Radiophilharmonie, dem Orchestra della Svizzera Italiana oder dem Radio Sinfonie Orchester Spanien, erleben.

Kammermusik nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert im breiten Spektrum von Maurice Stegers künstlerischer Tätigkeit ein. Mit befreundeten Musikern wie Hille Perl, Avi Avital, Núria Rial, Dorothee Oberlinger, Sebastian Wienand, Sol Gabetta, widmet er sich immer wieder neuem Repertoire aus vergangenen Zeiten in Konzertzentren wie London, Wien, Zürich, Dresden, Basel, Shanghai, Sevilla, Madrid, Hamburg, und bei Festivals wie Gstaad, Klosters, Ascona, Rheingau, Schleswig-Holstein, Úbeda und Verbier. In den letzten Jahren standen zudem einige Uraufführungen auf dem Programm, u.a. Sei gutes Muts von Iris ter Schiphorst mit dem Kuss Quartett.

Maurice Steger liebt den Austausch mit verschiedenen Kulturen und das Kennenlernen anderer Arbeitsweisen und Interpretationsansätze, sodass er nicht nur in Europa, sondern in der ganzen Welt konzertiert, unterrichtet und als Juror tätig ist. Das traditionelle Taipei Chinese Orchestra lud ihn als ersten westlichen Flöten-Solisten ein. Tourneen durch Nord- und Südamerika, Asien und Australien führten ihn u.a. mit dem Australian Brandenburg Orchestra, dem Malaysia Philharmonic Orchestra oder den Violons du Roy aus Kanada zusammen. Auch 2026 wird er letztgenannte wieder in respektive Kuala Lumpur und Québec und Montréal für gemeinsame Projekte besuchen.

Von besonderer Bedeutung ist auch sein musikpädagogisches Engagement: Neben, der Konzeption der Figur des Tino Flautino, um die Kleinsten durch einen spielerischen Zugang an die Welt der klassischen Musik heranzuführen, leitete er zusätzlich zu verschiedenen Meisterklassen von 2013-2025 die Gstaad Baroque Academy. 2026 ist er bei classicAscona für eine neue Baroque Academy verantwortlich.

Durch seinen nie gestillten Wissensdurst gelingt es Steger immer wieder zu zeigen, wie viel es in der Barockmusik noch zu entdecken gibt. So präsentierte er auf seiner CD Souvenirs Werke, die er in der Privatbibliothek des Grafen Harrachs in Neapel entdeckte, und wurde dafür mit dem ECHO Klassik ausgezeichnet. Zudem ist er u.a. Laureat des Diapason D’Or und des Karajan-Preises.  Sein Album Baroque Twitter mit dem Kammerorchester Basel und der Sängerin Núria Rial wurde von Vogelgesängen inspiriert. Mr. Handel’s Dinner mit dem La Cetra Barockorchester Basel empfindet Pausenmusiken während Händels Opernvorstellungen in London nach. Im Herbst 2023 erschien Stegers ganz persönliches Tribute to Bach, eingespielt ebenfalls mit dem La Cetra Barockorchester Basel, bei Berlin Classics.

Man fragt sich manchmal, woher bei Maurice Steger all diese Energie kommt, mit der er der Blockflöte zum Comeback verholfen hat, wie Arte in der Dokumentation Die Blockflöte – Ein Comeback gezeigt hat. Doch wenn man sieht, mit wieviel Liebe zum Instrument, zur Musik und zum Publikum er jedes seiner vielen Projekte angeht, wird klar: Maurice Steger ist eben auch aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt.


Saison 2026/2027Foto: Jean-Baptiste MillotZitat: Rheinpfalz, 21. März 2025

Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

  • Eva Wagner
    Managing Director
  • Tina Nurnus
    Artist Manager