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Mario Venzago

Venzago formt jeden Satz zu einer eigenen Erzählung. Ein akkurates Dirigat hält sie zusammen. Die Ausgestaltung melodischer Linien, die große dynamische Spannbreite und perfekt herausgearbeitete motivische Details sorgen für die Spannung innerhalb des großen Ganzen.

Dirigieren ist für Mario Venzago Lebenserfüllung - er wollte es schon von klein auf. Fantasie und Risikobereitschaft zeichnen seinen ganz eigenen Stil aus und lassen ihn nun bereits seit vielen Jahren rund um die Welt Konzerte, Aufnahmen, Opern und seit einigen Jahren auch verstärkt seine eigenen Kompositionen gestalten

Elf Jahre lang, zwischen 2010 und 2021, war Venzago Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Berner Symphonieorchesters. Zuvor hat er als Chefdirigent bzw. Generalmusikdirektor das Indianapolis Symphony Orchestra, die Göteborg Symfoniker, das Euskadiko Orkestra (Baskisches Nationalorchestra), das Sinfonieorchester Basel, die Grazer Oper und das Grazer Philharmonische Orchester, die Deutsche Kammerphilharmonie Frankfurt (heute Bremen), das Philharmonische Orchester Heidelberg, sowie das Musikkollegium Winterthur geleitet. Von 2010 bis 2014 war er Principal Conductor der Royal Northern Sinfonia, von 2010 bis 2019 Artist in Association bei der finnischen Tapiola Sinfonietta sowie von 2000 bis 2003 Künstlerischer Leiter des Baltimore Music Summer Fest, als Nachfolger von Pinchas Zukerman und David Zinman.

Die Saison 2026/2007 führt ihn u.a. zurück zum Taiwan Philharmonic (National Symphony Orchestra), Edmonton Symphony und Oregon Symphony Orchestra, Tampere Philharmonic Orchestra, Frankfurter Museumsorchester und der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern sowie zum Estonian National Symphonic Orchestra.

Mario Venzago dirigierte die bedeutendsten Orchester weltweit, u.a. die Berliner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, die Orchester von Philadelphia und Boston, das London Philharmonic Orchestra, das Orchestre Philharmonique de Radio France, das Orchestra Filarmonica della Scala und das NHK Symphony Orchestra. Er ist regelmäßiger Gast international renommierter Orchester wie Seoul Philharmonic Orchestra, Baltimore Symphony Orchestra, Helsinki Philharmonic Orchestra und dem Konzerthausorchester Berlin. Dabei konzertierte er mit den berühmtesten Solisten der Welt und arbeitet bei Opernproduktionen mit Regisseuren wie Ruth Berghaus, Peter Konwitschny oder Hans Neuenfels.

Mehrere seiner Einspielungen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet, bspw. dem Grand Prix du Disque, dem Diapason d‘Or de l‘Année und dem Prix Edison. Die Einspielungen der Opern Venus und Penthesilea sowie die Aufnahme aller Chorwerke von Othmar Schoeck mit dem MDR Chor und Sinfonieorchester fanden große internationale Anerkennung und erhielten höchste Auszeichnungen; so auch der ihm folgende Film Mein Bruder der Dirigent von Alberto Venzago, der europaweit in den Kinos lief und auf DVD erschienen ist. Bei cpo veröffentlichte Mario Venzago sein Projekt Der andere Bruckner mit der Gesamtaufnahme aller zehn Bruckner-Sinfonien, dessen Einzelveröffentlichungen von der internationalen Kritik hoch gelobt wurden. Bei Sony Classical erschien die aufsehenerregende Einspielung der von Venzago vollendeten Unvollendeten von Franz Schubert mit dem Kammerorchester Basel sowie die Gesamtaufnahme der Serenaden und Sinfonien von Johannes Brahms. Weitere Einspielungen umfassen Othmar Schoecks Oper Schloss Dürande in einer Neufassung mit dem Berner Symphonieorchester und die Kantate Vom Fischer und syner Fru mit dem Musikkollegium Winterthur. Zuletzt erschien 2022 bei Prospero die Einspielung der rekonstruierten 7. Sinfonie Schuberts mit dem Berner Symphonieorchester, eine Suite aus Bernard Herrmanns Wuthering Heights mit dem Singapore Symphony Orchestra bei Chandos Records und ebenfalls mit Singapore Symphony Paganinis 1. Violinkonzert mit der 15-jährigen Chloe Chua bei Pentatone/Naxos.

Neben seiner Tätigkeit als Dirigent widmet sich Mario Venzago vermehrt seiner Leidenschaft zu komponieren. 2021 brachte er mit Soyoung Yoon und dem Berner Symphonieorchester sein Violinkonzert zur Uraufführung. 2026 wurde sein Cellokonzert mit Christian Poltéra und dem Philharmonischen Orchester Heidelberg uraufgeführt. Auch seine 3 Orchesterstücke werden zum wiederholten Male in der kommenden Saison gespielt. Außerdem komponierte Venzago zwei Opern verlegt bei Universal Edition, sowie ein Klavier- und ein Trompetenkonzert und eine Ballade für Flöte.


Saison 2026/2027Foto: Alberto VenzagoZitat: Südkurier 26. September 2025

Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

  • Eva Wagner
    Managing Director
  • Justine Stemmelin
    Assistant Artist Manager