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Jean-Paul Gasparian

In diesem Klavierspiel, das einen direkten und natürlichen Anschlag sowie eine Virtuosität ohne Prunk aufweist, ist der edle Grundton einer tränenlosen Melancholie zu spüren, die weder das empfindsame Eintauchen in unruhige Gewässer noch die brennenden Momente bis an den Punkt des Zerbrechens verhindert. Gasparian reist weit und nimmt uns mit.

Mit seinem bereits in jungen Jahren breitgefächerten Repertoire aus Mozart, Beethoven, Chopin, Babadjanian, Khachaturian, Tschaikowski, Rachmaninow, Gershwin und mehr konzertiert Gasparian u.a. mit Orchestern wie den Bremer Philharmonikern, dem Musikkollegium Winterthur, der Sinfonia Varsovia, der Armenischen Staatsphilharamonie, dem Orchestre de l’Opéra de Rouen, dem Orchestre de Normandie, dem Orquesta de Valencia und dem Orchestre National d’Auvergne unter Nikolai Szeps-Znaider. 2022 debütierte Gasparian mit Liszts Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Orchestre National d'Île-de-France unter Ilyich Rivas in der Philharmonie von Paris. Auch für ungewöhnlicheres Repertoire interessiert sich der junge Franzose: Neben den erwähnten Werken armenischer Komponisten spielte er mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France Howard Shores (bekannt für Der Herr der Ringe) Ruin and Memory, Konzert für Klavier und Orchester, sowie Scriabins Klavierkonzert in fis-moll mit den Nürnberger Symphonikern, mit denen er auch in der vergangenen Saison mit Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 1 zu hören war.

Gasparian ist bei bedeutenden Festivals zu Gast, darunter das Klavier-Festival Ruhr, Schleswig-Holstein Musik Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, La Roque d’Anthéron, Nohant Festival Chopin, Montpellier Festival, Piano aux Jacobins Toulouse, Festival Chopin de Bagatelle, Lisztomanias und Printemps des Arts de Monte-Carlo. Im Sommer 2020 spielte er ausgewählte Beethoven Sonaten im Rahmen des Festivals Intégrales des Sonates de Beethoven für Radio France. Zudem konzertierte Gasparian in Häusern wie dem Salzburger Mozarteum, Tonhalle Zürich, Laeiszhalle Hamburg, Die Glocke Bremen, Belgrades Kolarac, dem Museum of Modern Art in Tel-Aviv, der Louis Vuitton Foundation, dem Maison de la Radio, den Salles Cortot und Gaveau in Paris.

Das Classica-Magazin zählt ihn zu einen der 10 vielversprechendsten jungen Pianisten seiner Generation. Bereits mit seiner Debüt-CD mit russischem Programm rund um Rachmaninow, Scriabin und Prokofjew, die 2018 bei Évidence Classics erschien, erregte der junge Franzose Aufmerksamkeit. Sowohl mit seinem zweiten Soloalbum mit Werken von Chopin als auch seinem dritten Album mit Werken von Rachmaninow, bewies Gasparian erneut, dass er ein musikalisches Talent ist, welches man unbedingt im Auge behalten muss. Sein erstes Album für das Label naïve widmete Gasparian Debussy, ein weiteres im August 2024 erschienenes Album spiegelt sein eigenes kulturelles Erbe wider: in Origins präsentiert er Klaviersolowerke von Babadjanian, Katchaturian und Komitas. Das Album erhielt den Diapason d’or. Zum Beginn der aktuellen Saison erscheint im September 2026 ein Album, welches sich Operntranskriptionen widmet.

2019 gewann er beim Sommets Musicaux de Gstaad den Prix Therry Scherz. Dieser Preis ermöglichte ihm die im Frühjahr 2022 bei claves erschienene, hochgelobte CD-Aufnahme von Babadjanians Heroic Ballad und Rachmaninows 2. Klavierkonzert mit dem Berner Symphonieorchester.

ean-Paul Gasparian ist u.a. Preisträger des Europäischen Klavierwettbewerbs Bremen 2014, des Internationalen Klavierwettbewerbs in Lyon 2013 sowie des Hastings International Concerto Wettbewerbs 2013. Er war 2015 Halbfinalist der Geza Anda Competition und 2020 Finalist bei Victoires de la Musique France. 2013 erhielt er weiterhin den ersten Philosophie Preis des Concours Général des Lycéens de France (Französischer Nationalwettbewerb). Gasparian studierte am Conservatoire National de Paris unter Olivier Gardon, Jacques Rouvier, Michel Beroff, Laurent Cabasso, Claire Désert und Michel Dalberto. Er nahm an internationalen Meisterkursen von Pavel Gililov, Elisso Virsaladze und Tatiana Zelikman teil. Im Juni 2018 absolvierte er sein Künstlerdiplom unter Prof. Vanessa Latarche am Royal College of Music in London. Gasparian war Artist-in-Residence bei der Singer-Polignac-Stiftung von 2020 bis 2026, Alumni der Lieven Piano-Stiftung und wird von der Banque Populaire Foundation sowie der Villecroze Music Academy unterstützt. Zudem ist er Steinway-Künstler.


Saison 2026/2027Foto: Franck JueryZitat: Le Monde, Oktober 2025

Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

  • Eva Wagner
    Managing Director
  • Justine Stemmelin
    Assistant Artist Manager