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Christian Zacharias

Unter der Leitung des Pianisten und Dirigenten Christian Zacharias, verlieh das Philharmonische Orchester von Monte-Carlo ihm eine besondere Leuchtkraft. Es gab dieses zarte Zittern, das die Musik von Schubert verlangt, aber auch eine große Weite, einen tiefen Atem, eine expressive Größe, die vergessen ließ, dass dieses Werk oft als die ‚kleine Symphonie‘ bezeichnet wird. Besonders brillant gelang der dritte Satz, das Scherzo.

Christian Zacharias ist der Erzähler unter den Dirigenten und Pianisten seiner Generation. In jeder seiner durchdachten, detailgenauen und klar artikulierten Interpretationen wird deutlich: Zacharias ist an dem interessiert, was hinter den Noten steckt.

Mit einer einmaligen Kombination von Integrität und Individualität, brillanter sprachlicher Ausdrucksfähigkeit, tiefem musikalischen Verständnis und einem sicheren künstlerischen Instinkt, sowie mit seiner charismatischen und einnehmenden Künstlerpersönlichkeit, etablierte sich Christian Zacharias nicht nur als weltweit führender Dirigent und Pianist, sondern auch als musikalischer Denker. Zahlreiche umjubelte Konzerte mit den weltbesten Orchestern, herausragenden Dirigenten und Solisten, und vielfache Ehrungen sowie Aufnahmen zeichnen seine internationale Karriere aus.

Seit 2021/2022 ist Christian Zacharias als Associate Conductor Teil des künstlerischen Leitungsteams des Orchestre National Auvergne Rhône-Alpes. Dem Orquesta Ciudad de Granada ist er nach seiner Zeit als Erster Gastdirigent immer noch eng verbunden. Außerdem führen ihn Konzerte regelmäßig zu Orchestern wie den Göteborger Symphonikern, dem Orchestra della Svizzera Italiana, dem Orchestre National du Capitole du Toulouse, dem Opern- und Museumsorchester Frankfurt, dem Philharmonischen Orchester Posen sowie dem Orchestre Philharmonique de Monte Carlo und dem Saint Paul Chamber Orchestra. Zudem ist er ein gern gesehener Gast beim Boston Symphony Orchestra, dem Konzerthausorchester Berlin, den Bamberger Symphonikern, den Stuttgarter Philharmonikern oder dem Nationalorchester Lyon.

Klavierabende bilden noch vereinzelte Glanzmomente seines Kalenders und führen ihn u.a. in Metropolen Europas, wie Paris, London, Madrid und Frankfurt, sowie zu renommierten Festivals wie der Schubertiade, nach La Roque d’Anthéron und zu Piano aux Jacobins in Toulouse. Neben Rezitalen offeriert Zacharias in Klavier-Lectures zu Themen, wie bspw. Von Couperin bis Poulenc, Von Madrigalen bis Edith Piaf, Warum klingt Schubert wie Schubert? oder Haydn, eine Schöpfung aus dem Nichts? seinem Publikum eindrucksvolle musikalische Einblicke.

Eine besondere Liebe zu Opern führte zur musikalischen Leitung von Mozarts La Clemenza di Tito und Le Nozze di Figaro sowie Offenbachs La Belle Hélène. Die Produktion von Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor, welche er an der Opéra Royal de Wallonie in Liège dirigierte, wurde von der Association Professionnelle de la Critique Théâtre, Musique et Danse in Paris mit dem Prix de l‘Europe Francophone 2014/2015 ausgezeichnet.

Zudem entstanden seit 1990 folgende Filme: Domenico Scarlatti in Sevilla, Robert Schumann – der Dichter spricht (beide für INA, Paris), Zwischen Bühne und Künstlerzimmer (für WDR-arte), De B comme Beethoven à Z comme Zacharias (für RTS, Schweiz) sowie die Aufnahme aller Klavierkonzerte von Beethoven (für SSR-arte).

Das musikalische Wirken Christian Zacharias wurde vielfach geehrt, u.a. mit dem Midem Classical Award Artist of the Year 2007, der ehrenvollen Auszeichnung Officier dans l'Ordre des Arts et des Lettres des französischen Staates sowie einer Ehrung aus Rumänien für seine Verdienste um die Kultur. Darüber hinaus wurde Christian Zacharias 2016 zum Mitglied der Königlichen Schwedischen Akademie für Musik ernannt und erhielt 2017 einen Ehrendoktor der Universität Göteborg.

Zahlreiche von der internationalen Presse hoch gelobte Aufnahmen entstanden in seiner Zeit als Chefdirigent des Orchestre de Chambre de Lausanne. Besonders hervorzuheben ist die Gesamtaufnahme aller Klavierkonzerte Mozarts – ausgezeichnet mit dem Diapason d’Or de l’Année, Choc du Monde de la Musique und ECHO KLASSIK – sowie aller Sinfonien Schumanns. Fast zwanzig Jahre nach seinen letzten Soloalben erschienen 2022/2023 zwei weitere Soloalben, eines mit Sonaten von Haydn und eines mit Partiten und Suiten von J. S. Bach.


Saison 2026/2027Foto: Constanze ZachariasZitat: resonances-lyriques.org, 08. März 2026

Änderungen und Kürzungen bedürfen der Absprache mit der Künstlersekretariat Astrid Schoerke GmbH

  • Eva Wagner
    Managing Director
  • Justine Stemmelin
    Assistant Artist Manager